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Jahresrückblick

Sporthöhepunkte 2018: Kerber, Vogel, Eishockey - das waren die Gänsehaut-Momente im Sport 2018

War da was im Sport? Auf den ersten Blick wird das Sportjahr 2018 bestimmt vom Ausscheiden der deutschen Fußballer bei der WM in Russland. Doch bei genauerem Hinsehen fällt auf: Das Jahr hatte seine Momente.

Kamil Stoch

Sein größter Triumph: Als erster Skispringer nach Sven Hannawald gewinnt der Pole Kamil Stoch alle Springen der Vierschanzentournee

AFP

Es war alles vorbereitet für ein großes Sportjahr 2018. Die Fußball-WM in Russland sollte DER Höhepunkt werden für die deutschen Sportfans. Das DFB-Team reiste als Titelverteidiger ins Quartier nach Watutinki - und dann folgte der Totalabsturz: Sang- und klanglos in der Vorrunde ausgeschieden, das Auftreten satt und behäbig. Dazu die Affäre um das Foto von Mesut Özil mit dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan - samt nachfolgendem Rücktritt inklusive Rassismusvorwürfen gegen den DFB.

Zum Glück sind 2018 andere in die Bresche gesprungen, als der Fußball schwächelte. Angelique Kerber etwa, der 22 Jahre nach Steffi Graf der Titelgewinn im Tennis-Mekka Wimbledon gelang. Oder die deutschen Eishockeyspieler, die bei den Olympischen Spielen in Peyongchang nur um wenige Sekunden an Olympia-Gold vorbeigeschrammt sind.

Kristina Vogel wird nach tragischem Unfall zum Vorbild

Wie belanglos letztlich die Farben von Medaillen sind, zeigt das Schicksal von Bahnradsportlerin Kristina Vogel. Die 28-Jährige war im August auf dem Oval in Cottbus mit einem anderen Radsportler zusammengeprallt. Wochenlang schwebte sie zwischen Tod und Leben, als sie aus dem Koma erwachte, war sie mit der Diagnose Querschnittslähmung konfrontiert. Aber statt zu verzweifeln und mit dem Leben zu hadern, hat die junge Frau ihr Schicksal angenommen und ist mit ihrem Optimismus und ihrer Lebensfreude zu einem Vorbild für alle geworden, die den Sport und seine emotionalen Momente so lieben.

Dass es für solche Momente eben nicht nur den Fußball braucht, zeigt unsere Fotostrecke, in der wir das Sportjahr 2018 noch mal "Paroli laufen lassen", wie es einst Horst Hrubesch, auch einer von diesen ewigen Sporthelden, so herrlich falsch formuliert hat.

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