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Maske-Comeback: "Wir können den Scheiß auch lassen!"

Henry Maske hat sich mit einem Testkampf vor seinem Comeback den Unmut seines Rivalen Virgil Hill zugezogen. Maske soll damit die Vertragsbedingungen für das Duell gebrochen haben.

Der amerikanische WBA-Weltmeister im Cruisergewicht beschuldigte Maske in der "Bild"-Zeitung, sich nicht an die Vertragsbedingungen für das Duell am 31. März in München zu halten. "Wir können den Scheiß auch lassen", soll Hill gewütet haben. Maske hatte vor wenigen Tagen in Frankfurt (Oder) in einem Testkampf unter Ausschluss der Öffentlichkeit den Amerikaner Berry Lee Butler durch technischen K.o. in der siebten Runde bezwungen. Der Kampf wurde von belgischen Ringrichter Daniel van der Wiele geleitet, der auch für das Duell gegen Hill vorgesehen war.

Anwälte eingeschaltet

Hill erklärte, im Vertrag mit Maske sei vereinbart worden, dass "vor dem 31. März keiner von uns unter Wettkampfbedingungen kämpft". Er habe deswegen Kämpfe abgesagt und die Pflichtverteidigung seines WM-Titels verschoben. "Ich hatte großen Zoff mit dem Weltverband. Und Henry macht mal eben einen Kampf ohne Kopfschutz und mit Referees - unglaublich! Ich dachte, er sei ein echter Sportsmann, aber das ist großer Mist!", klagte der ebenso wie Maske 43 Jahre alte Hill und meinte: "Wenn er die Bedingungen nicht einhält, können wir den Scheiß auch lassen!" Er wolle den Vorgang von seinen Anwälten prüfen lassen.

Sparring und kein Wettkampf

Maskes Manager Werner Heinz verteidigte den Testkampf. "Hill will ja schließlich einen anständigen Gegner haben. Deshalb muss sich Henry auch ordentlich vorbereiten", sagte er. "Das war ein offenes Sparring und kein Wettkampf. Im Dezember hatten wir in den USA schon einmal so einen Test." Der ehemalige Halbschwergewichts-Weltmeister Maske hatte seinen letzten offiziellen Kampf 1996 gegen Hill nach Punkten verloren. Das Kampfgericht mit Ringrichter van der Wiele werde laut Heinz "auf keinen Fall" in München agieren. "Die WBA stellt ein anderes Kampfgericht", sagte er.

DPA

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