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Motorsport DTM - Mattias Ekström siegt auf dem Nürburgring


Mattias Ekström konnte auf dem Nürburgring zwar den vierten Saisonsieg für Audi einfahren, der DTM-Gewinner hieß aber Bruno Spengler. Der Mercedes-Fahrer baute seine Führung nach Platz zwei aus.

Audi hat im Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) durch Mattias Ekström den vierten Saisonsieg gefeiert. Aber ausgerechnet der Titelkandidat der Ingolstädter, Martin Tomczyk, erlebte beim teilweise turbulenten Rennen auf dem Nürburgring einen Rückschlag.

Während der zweifache Champion Ekström beim sechsten von zehn Saisonläufen seinen ersten Sieg in diesem Jahr feierte und sich in der Zeit von 1:11:19.980 Stunden vor dem in der Gesamtwertung führenden Mercedes-Rivalen Bruno Spengler (Kanada) durchsetzte, wurde der Rosenheimer nur Fünfter.

Spengler konnte noch in der vorletzten Runde Tomcyzks Marken-Gefährten Mike Rockenfeller überholen und einen Rang gutmachen. Der Altnauer hatte lange hinter Ekström gelegen, musste Spengler nach einem Bremsfehler jedoch vorbeiziehen lassen und belegte Platz drei.

Sieben Punkte Vorsprung

Damit baute Spengler den Abstand auf Verfolger Tomczyk etwas aus und kann mehr denn je vom ersten itel träumen. Der 27-Jährige hat nun 47 Punkte und liegt damit sieben Zähler vor Tomczyk (40). Der in einem A4-Modell von 2008 fahrende Jahreswagen-Pilot konnte seine angekündigte Attacke auf den Rivalen, der in einer neueren C-Klasse von 2009 unterwegs ist, nicht in die Tat umsetzen.

"Ich habe gesehen, dass Rockenfeller Probleme mit den Reifen hatte", erklärte Spengler. "Mein Auto war sehr, sehr gut. Ich bin sehr zufrieden mit dem zweiten Platz und mit diesen acht Punkten." Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug meinte, dass sich sein Schützling als "Gewinner des heutigen Tages fühlen" könne. "Wichtig ist, dass Bruno als Zweiter seine Führung in der Meisterschaft um weitere vier Punkte ausgebaut hat."

Gewinner Ekström fühlte sich ebenfalls "fantastisch. Ich genieße diesen Sieg mehr als alle meine anderen Siege", meinte der 33-Jährige, der zuvor in diesem Jahr nicht richtig in die Gänge gekommen war. "Ich habe schon gezweifelt an dem, was ich mache."

Selbstvertrauen nach 24 Stunden-Sieg

Während Ekström nur eine Woche nach seinem Triumph bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps einen souveränen Start-Ziel-Sieg und seinen insgesamt 15. DTM-Erfolg herausfuhr, entwickelten sich hinter ihm rasante Duelle. Der von Rang drei gestartete Rockenfeller machte schnell einen Platz gut, auch Spengler fuhr vom vierten auf den dritten Platz vor. Tomczyk beschädigte dagegen sein Fahrzeug in der abwechslungsreichen Anfangsphase, fiel danach aber nur leicht zurück. Der 29-Jährige nutzte jedoch den ersten Pflicht-Boxenstopp, um direkt an Meisterschafts-Konkurrent Spengler heranzufahren.

Doch wenige Runden später zeigte sich, dass Tomczyk nicht genug Tempo auf die Strecke brachte, um Spengler wirklich angreifen zu können. So änderten sich die Positionen auf den 49 Runden à 3,629 Kilometer fortan nur wenig. Das lag auch daran, dass es im Unterschied zur Qualifikation, bei der es immer wieder regnete, trocken blieb. Den Turbulenzen der ersten Phase ließ das Feld beim Beginn der zweiten Saisonhälfte ein ruhiges Rennen folgen, in dem sich nur noch wenig tat.

Für Ralf Schumacher war das Wochenende im Mercedes dagegen völlig verkorkst. Der frühere Formel-1-Pilot aus Kerpen startete nach einem verpfuschten Qualifying von Rang 17 und schied in Runde zwei aus.

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