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Rallye Dakar: Kleinschmidt auf Platz 5

Die Deutsche Jutta Kleinschmidt steuert auf die vorderen Plätze zu. Selbst ein Reifenschaden konnte sie nicht bremsen. Indes überschattete ein Unfall mit zwei Schwerverletzten die achte Etappe der Wüstenrallye.

Ein Unfall mit zwei schwer verletzten Fahrern hat am Donnerstag die 8. Etappe der Rallye Dakar überschattet, auf der Jutta Kleinschmidt ihre Aufholjagd fortsetzte. Auf dem 727 km langen Tagesabschnitt von Ghat nach Sabha in Libyen war der Japaner Kenjiro Shinozuka mit seinem Nissan gegen einen Stein geprallt und hatte sich mit seinem Fahrzeug mehrfach überschlagen. Dabei erlitt auch sein französischer Co-Pilot Thierry Delli Zotti Verletzungen.

Schwere Schädelverletzungen
Der japanische Pilot, der die Rallye 1996 gewonnen hatte, zog sich bei dem Crash eine schwere Schädelverletzung zu. Sein Zustand wurde von den Ärzten als «sehr ernst» bezeichnet. Der 54 Jahre alte Shinozuka, der vor der achten Etappe aussichtsreich auf dem dritten Platz gelegen hatte, wurde im Hospital im Etappenziel in Sabha versorgt, ehe er zur weiteren Behandlung nach Tunis geflogen werden soll. Delli Zotti zog sich bei dem Unfall Rückenverletzungen und eine Nackenstauchung zu.

Shinozukas einstige Mitsubishi-Teamkollegin Kleinschmidt kämpfte sich bei ihrer Premiere im VW Tarek auf den fünften Platz vor. Auch auf der achten Prüfung über 497 Kilometer zeigte die Dakar-Siegerin von 2001 eine ähnliche konstante Leistung wie am Vortag und erreichte den sechsten Tagesplatz. Selbst ein Reifenschaden zur Mitte der Etappe konnte die Kölnerin nicht bremsen.

An der Spitze halbierten die Vorjahressieger Hiroshi Masuoka/Andreas Schulz (Japan/München) ihren Rückstand auf 6:39 Minuten auf ihren führenden Mitsubishi-Kollegen Stéphane Peterhansel (Frankreich). Den dritten Platz mit bereits 1:07:12 Stunden Rückstand belegen die Belgier Gregoire de Mevius/Alain Guehennec im vom deutschen X-Raid-Team eingesetzten BMW X 5.

Andrea Meyer auf Platz 28


In der Motorrad-Wertung übernahm erstmals der italienische Vorjahressieger Fabrizio Meoni die Führung. Der KTM-Pilot verwies seinen lange vorne liegenden KTM-Markenkollegen Richard Sainct (Frankreich) um 34 Sekunden auf den zweiten Platz.

Die Vorjahres-Zweite Kleinschmidt und ihre italienische Co-Pilotin Fabrizia Pons sind mit ihrem VW Tarek bestes Team mit einem zweiradgetriebenen Fahrzeug. Zur Hälfte der Gesamtdistanz der 25. Rallye Dakar lag die VW-Debütantin 1:33:06 Stunden hinter Spitzenreiter Peterhansel mit seinem technisch überlegenen Allrad- Mitsubishi Pajero. Die zweite deutsche Pilotin Andrea Mayer (Kaufbeuren) verbesserte sich bei ihrer Mitsubishi-Premiere nach ihrem Pech auf der sechsten Etappe, auf der sie wegen Antriebsproblemen mehr als drei Stunden verlor, auf den 28. Platz.

Toni Hoffmann / DPA

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