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Start der NFL-Saison: Vollmer träumt vom Super Bowl

Football-Champion New Orleans konnte zum Auftakt der neuen NFL-Saison mit einem 14:9 gegen die Minnesota Vikings an die gute vergangene Spielzeit anknüpfen. Aber als Favoriten auf den Titel gelten andere Teams: Die New England Patriots zum Beispiel.

Von Daniel Barthold

Fünfte Jahreszeit in den USA: Mit dem Start der National-Football-League-Saison 2010 herrscht wieder Ausnahmezustand in ganz Amerika. Fünf Monate lang kämpfen 32 Teams, 16 in der AFC-Staffel und 16 in der NFC-Staffel, um die zwei Plätze im Super Bowl. Zum Auftakt konnte der Titelverteidiger New Orleans Saints seine Feierlichkeiten fortsetzen. Die Mannschaft aus dem "Big Easy" schlugen am Donnerstag die Minnesota Vikings im Louisiana Superdome mit 14:9. Das Team um Quarterback-Star Drew Brees startete also erfolgreich in die Mission Titelverteidigung. Das wird indes nicht ganz einfach, denn viele Klubs haben den Anspruch auf die Football-Krone. Den gefühlten achten Frühling erlebt dabei Minnesota-Vikings-Quarterback Brett Favre.

Der 40-Jährige scheint sich nicht so recht vom aktiven Geschehen trennen zu können und setzte seine Karriere trotz Rücktritts im Jahre 2009 fort – Michael Schumacher lässt grüßen. Favre hält mehrere NFL-Rekorde, darunter 181 gewonnene Spiele als Starting-Quarterback, und war in der vergangenen Saison in bärenstarker Form. Im NFC-Halbfinale deklassierte Favre mit den Vikings die Dallas Cowboys mit 34:3. Trotzdem scheiterte Minnesota im NFC-Finale knapp an New Orleans.

Dallas Cowboys stehen vor besonderer Saison

In Dallas sind die Erwartungen traditionell sehr hoch. Die Cowboys sind das reichste Team der NFL und gewannen den Super Bowl bereits fünf Mal. Mit ihrem Quarterback Toni Romo hat Dallas in dieser Saison viel vor. Immerhin findet der Super Bowl 2011 im neuen Cowboys-Stadion statt. Die 90.000-Zuschauer fassende Arena wurde 2009 eingeweiht und gilt als eines der faszinierendsten Stadien in den USA. Am Sonntag kommt es für die Cowboys gleich zu einem Traditionsduell bei den Washington Redskins. Dallas hat gegen die Hauptstädter die letzten drei Partien gewonnen und feiert die 50. Saison in der National Football League.

Ebenfalls stark einzuschätzen: Die Indianapolis Colts und die New England Patriots. Die Colts haben in ihren Reihen den wohl besten aktuellen Quarterback: Peyton Manning. Der vierfache Most Valuable Player (MVP) holte 2006 mit den Colts den Super Bowl und wurde von amerikanischen Sportjournalisten zum "Spieler des Jahrzehnts" gewählt. Zu Saisonbeginn geht es für Manning und Indianapolis zu den Houston Texans. Gegen die Texaner haben die Colts in 16 Spielen nur ein Mal verloren.

Deutsche Hoffnung Sebastian Vollmer

Deutsche Football-Fans werden vor allem die New England Patriots im Auge haben. Der Super-Bowl-Champion von 2001, 2003 und 2004 gehört immer zu den Favoriten auf den Titel. Mit Quarterback Tom Brady, mit 33 Jahren auch nicht mehr der Jüngste, will das verjüngte Team aus der Region Boston wieder angreifen. Im vergangenen Jahr verloren die Patriots überraschend in der ersten Playoff-Runde gegen die Baltimore Ravens. Damals mit dabei: Der deutsche Sebastian Vollmer. Der Düsseldorfer gilt als einer der besten Jungspieler der NFL und hat berechtigte Chancen, in dieser Saison für Furore zu sorgen. Der "Offensive-Tackle" hat mit 26 Jahren eine glorreiche Zukunft in den USA. Ob er der "Nowitzki des Footballs" wird, bleibt abzuwarten. Einen Stammplatz hat Vollmer immerhin schon sicher. Es wird eine aufregende Saison für ihn - hoffentlich ohne große Verletzungen.

Viel los wird auch in New York sein. Die Giants eröffnen am Sonntag gegen die Carolina Panthers das New Meadowlands Stadium. Das 82.566 Zuschauer fassende Stadion löst das legendäre Giants-Stadium ab. Auch beim traditionellen "Monday Night Football" zwischen den New York Jets und den Baltimore Ravens wird das Meadowlands im Fokus stehen. Spannung pur und viel Action erwartet die Football-Fans bis zum Super Bowl am 6. Februar in Dallas. Und vielleicht kommt es am Ende wieder zu einer Überraschung. Den ganz großen Wurf hatte man New Orleans in der vergangenen Saison ja auch nicht zugetraut.

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