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Sensation aus "Die Höhle der Löwen": Volle Löwenpower: So ging es für eBall nach dem Mega-Deal weiter

Uli Sambeth schaffte mit seiner Erfindung eBall, was noch keinem vor ihm gelang: Er konnte alle fünf Investoren in der Höhle der Löwen für sich gewinnen. Dem stern erzählt er, wie es nach dem Mega-Deal weiterging.

eBall in Die Höhle der Löwen

Jochen Schweizer testet den eBall in "Die Höhle der Löwen"

So einen Auftritt hat es in der Geschichte der Gründer-Show "Die Höhle der Löwen" noch nicht gegeben. Im Outfit von Doc Brown, dem verrückten Professor aus "Zurück in die Zukunft",  fuhren Uli Sambeth und sein Sohn Joschua im Studio vor. Sie präsentierten den eBall, das weltweit erste Elektro-Gefährt auf einer Kugel. Die Löwen zeigten sich begeistert von der Erfindung - und zogen doch den Schwanz ein.

Zunächst wollte keiner die aufgerufenen 500.000 Euro locker machen, um den Prototypen serienreif zu bekommen. Jochen Schweizer, Carsten Maschmeyer, Frank Thelen und Ralf Dümmel - alle sagten nacheinander "Nein". Doch dann meldete sich die einzige Löwin in der Runde und redete den Herren ins Gewissen. Mit bemerkenswertem Erfolg: Auf Vorschlag von Jochen Schweizer entschieden sich die fünf Investoren, alle gemeinsam einzusteigen - jeder mit 100.000 Euro für zehn Prozent der Anteile.

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Nach "Die Höhle der Löwen": eBall-Erfinder behält 51 Prozent

In den Verhandlungen nach der Sendung einigten sich die Beteiligten darauf, dass jeder Löwe nicht zehn Prozent der Firma übernimmt, sondern nur 9,8 Prozent. So behält eBall-Erfinder Uli Sambeth mit 51 Prozent der Anteile die Mehrheit an seiner Firma.

Für Sambeth geht durch den beispiellosen Deal ein Traum in Erfüllung: Zweieinhalb Jahre hat er in der Garage an dem Prototypen gewerkelt, nun hat er fünf der bekanntesten Investoren des Landes an seiner Seite. Was allerdings auch Schwierigkeiten mit sich bringt: "Allein einen Termin mit allen fünf Löwen zu finden, ist fast unmöglich", sagt Sambeth im Gespräch mit dem stern. "Die haben so viele Projekte am Laufen, sind auf allen Kontinenten unterwegs." Trotzdem ist er heilfroh, alle fünf Investoren an Bord zu haben. "Das Wichtigste ist nicht das Geld, sondern wie sich jeder einbringt", sagt Sambeth.

eBall soll 2017 auf den Markt kommen

Von der unternehmerischen Power der Löwen ist der gelernte Medizin-Informatiker schwer beeindruckt. Handelsexperte Ralf Dümmel kümmert sich aktuell darum, die Produktion in China aufzubauen. Internetgeek Frank Thelen setzt eine Kickstarter-Kampagne auf. Jochen Schweizer will den eBall in der Event-Vermarktung groß machen, Judith Williams hat Social-Kanäle wie Youtube im Blick, während Carsten Maschmeyer die Internationalisierung des Elektrokugelgefährts anschieben soll.

Noch aber ist der eBall nicht auf dem Markt. Die Produktion werde voraussichtlich im Januar anlaufen, sagt Sambeth. Im Sommer sollen dann die ersten eBalls in Deutschland herumfahren. Sambeth hat die Zeit seit der Aufzeichnung der "Höhle der Löwen"-Sendung genutzt, um den eBall weiter zu perfektionieren. Das Gerät wiegt trotz der vier Motoren, die die Bewegung in jede Richtung ermöglichen, jetzt mit rund 20 Kilo nur noch die Hälfte der Version aus der Sendung und fährt aus Stabilitätsgründen nur noch zehn Km/h. Es soll voraussichtlich im Juni für knapp 1000 Euro in den Handel kommen und ist ab heute online vorbestellbar.

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