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Die Höhle der Löwen Twin Bottle - die Glasflasche mit Unkaputtbar-Trick

Twin Bottle
Die Zwillinge Denis und Matthieu Kanzler (28) präsentieren ihre Twin Bottle in der Höhle der Löwen
© vox
Die Zwillinge Denis und Matthieu Kanzler präsentieren am Dienstag in "Die Höhle der Löwen" die Twin Bottle - eine bruchsichere Glasflasche. Der Erfinder Denis erklärt im Interview, wie seine Innovation funktioniert und wer sie kaufen soll.

Herr Kanzler, wie sind Sie auf die Idee gekommen, eine bruchsichere Glasflasche zu erfinden?

Denis Kanzler: Ich saß bei Freunden und blätterte einen Katalog mit teuren Wasserfiltern durch. Plötzlich entdeckte ich im selben Katalog eine Kunststoffflasche. Und da dachte ich mir: Das ist doch jetzt nicht euer Ernst – ich soll das teuer gefilterte Wasser in einen Behälter füllen, der es von sich aus wieder mit Chemikalien verschmutzt? Es weiß doch eigentlich jeder, dass sich aus Kunststoffen Chemikalien in die Flüssigkeit hineinlösen. Warum macht ihr da nicht einen Glaseinsatz rein? Dann lagert die Flüssigkeit absolut rein in Glas und im Falle eines Glasbruches können keine Glasscherben austreten, weil der Kunststoffbehälter drum herum ist. Damit war die Idee geboren, Glas und Kunststoff geschickt miteinander zu verbinden.

Und sie entwickelten einen Prototypen.

Ich ging zu meinem Zwillingsbruder und wir fragten uns gemeinsam, wie die perfekte Trinkflasche aussehen muss. Dabei entstanden viele neue Ideen, insbesondere Kork zwischen Glas und Kunststoff zu machen, sodass es erst gar nicht zu einem Glasbruch kommt. Und er hatte den genialen Einfall mit dem besonderen Verschlussprinzip. 

Wie Twin Bottle sich auf Die Höhle der Löwen vorbereitet hat

Für wen ist die TwinBottle gedacht?

Unsere Zielgruppe sind all diejenigen, die gerne eine Glasflasche nehmen würden, es aber aufgrund der Gefahr eines Glasbruches nicht können oder dürfen. In erster Linie sind das Millionen Schüler, Sportler, gesundheitsbewusste Menschen und Individualisten.

Ist die Idee patentiert?

Ja, wir haben die Idee zum Patent angemeldet. Erst in Deutschland und dann international. So ein Prozess kann Jahre dauern, aber wir sind auf einem guten Weg.
Wie haben Sie sich auf „Die Höhle der Löwen“ vorbereitet

Wir haben uns einige Sendungen aus der letzten Staffel angesehen und für jeden Löwen einen technischen Prototypen gebaut, welcher das physikalische Prinzip hinter der TwinBottle zeigt. Und wir haben ein Stückchen Wiese in einem Leipziger Park ausgeliehen - später aber wieder liebevoll eingepflanzt und angegossen.

Auf welchen Investor haben Sie gehofft?

Vom Verstand her auf Ralf Dümmel, weil er Produkte macht,  aber vom Herzen her ganz klar auf Jochen Schweizer. Ich habe Jochen Schweizers Hörbuch gehört und er hat mich einfach durch seine Person an sich fasziniert.

Wie lief der Pitch aus Ihrer Sicht?

Durchwachsen, wild und auf alle Fälle ganz anders als erwartet. Nun ja… sie heißen nicht ohne Grund Löwen.

Die Löwen haben nicht angebissen. Wie geht es nun mit Twin Bottle weiter?

Wir haben für die TwinBottle eine völlig neue Website mit Interessentenliste aufgesetzt. Wenn wir genügend zusammen haben, starten wir. Bis dahin liegt unsere Priorität auf der Baby- und Kindergartenflasche. Kleinkinder brauchen am dringendsten eine sichere Glasflasche, da viele Mütter aus Angst vor einem Glasbruch immer noch zu Kunststoffflaschen greifen. Doch selbst aus BPA-freien Kunststoffen lösen sich Chemikalien heraus. Deshalb wollen wir da anfangen - ich mag Kinder einfach und möchte, dass sie gesund bleiben.

+++ Hier gibts alle News zu "Die Höhle der Löwen" +++


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