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Horst von Buttlar: Der Capitalist: Trump gegen Erdogan: Diesen Krieg wird der US-Präsident gewinnen

Der Konflikt zwischen den USA und der Türkei in diesen Tagen ist bemerkenswert, denn der US-Regierung könnte gelingen, was kein anderer Staat geschafft hat: Recep Tayyip Erdogan in die Knie zu zwingen.

Noch sind die Töne groß und großspurig, wie gewohnt. "Macht Euch keine Sorgen", rief der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan diese Woche in Rize am Schwarzen Meer seinen Anhängern zu. Das Ganze sei eine Kampagne der USA: "Beachtet sie nicht." Und dann die typische, religiöse Erdogan-Abschlussfanfare: "Vergesst nicht, wenn sie ihre Dollars haben, dann haben wir unser Volk, unseren Gott."

Doch in diesen Tagen klingen diese Fanfaren und Parolen noch unglaubwürdiger als sonst, hohl, verzweifelt, folgenlos. Frei nach Hollywood: Gott kennt Gnade, die Märkte nicht.

Seit Wochen nun ringen die USA und die Türkei miteinander, ein wichtiger Streitpunkt ist die Freilassung eines US-Pastors, der in der Türkei erst im Gefängnis war und nun unter Hausarrest steht. Ankara, so wurde gemutmaßt, verfolgte das bereits bekannte "Geiselprinzip", das Deutschland intensiv erleben durfte – denn seit dem Putsch fordert Erdogan die Überstellung des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen. Nach dem Motto: Prediger gegen Prediger. 

Droht eine neue Wirtschaftskrise?

 Aber: Es gibt keinen Deal. Die Reise einer türkischen Delegation diese Woche brachte kein Ergebnis. Mit Sanktionen gegen zwei türkische Minister und den bekannten Drohungen aus den USA wurde die Lira auf Talfahrt geschickt, allein am Freitag brach sie zwischenzeitlich um 19 Prozent ein. Seit Jahresbeginn hat die türkische Währung mehr als 35 Prozent gegenüber dem Dollar an Wert verloren. Investoren trennten sich seit Tagen in Massen von türkische Aktien und Anleihen. Und: Die USA verschärfen die Sanktionen. Donald Trump hat eine Verdopplung der Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus der Türkei angeordnet.

Die Türkei, immerhin noch Nato-Partner, steht nun an der Schwelle zu einer neuen Wirtschaftskrise. Heute will der Finanzminister, der interessanterweise auch Erdogans Schwiegersohn ist (irgendwie haben Schwiegersöhne unter den vielen neuen Autokraten erstaunliche Karrieremöglichkeiten) einen "neuen ökonomischen Plan" ankündigen. Was aber kann er tun?

Die Türkei hat nur wenige Optionen, wenn sie nicht einlenkt: Sie kann die Zinsen anheben (was sie ohnehin müsste, denn die Inflation liegt bei über 15 Prozent); sie könnte den IWF zu Hilfe rufen (wäre eine Erniedrigung für Erdogan); Ankara könnte Kapitalkontrollen einführen (Wäre kaum hilfreich, so eine Analyse der "Financial Times", denn die Türken schicken ihr Geld gar nicht panisch ins Ausland) – oder sie sitzt das Ganze aus und akzeptiert ein schwächeres Wachstum, lässt also das Volk leiden, während Erdogan sein Großer-Sultan-Theater noch etwas schriller inszeniert. Im Mai hat er ja in einem legendären Bloomberg-Interview schon gezeigt, dass er sich auch Zentralbank zutraut, indem er erklärte, dass hohe Zinsen zu hoher Inflation führen. (Das Gegenteil ist richtig: Niedrige Zinsen erhöhen in der Regel die Inflation.)

Die Macht der Investoren ist gut

Was wir Europäer erleben müssen: Sanktionen sind für die USA zum Mittel Nr. 1 in einem Mehrfrontenkrieg geworden, der auf ganz unterschiedlichen Schlachtfeldern geschlagen wird – gegen China, den Iran, Russland oder die Türkei. Und in der Regel haben die Amerikaner durch ihre Wirtschaftskraft die besseren Karten.

Die Unberechenbarkeit von Donald Trump ist hier sogar ein taktischer Vorteil: Die anderen Länder wissen nicht, wie weit die USA wirklich gehen werden. Allein China könnte gegenhalten, Russland hat nicht viel zu verlieren – aber Länder wie der Iran oder die Türkei haben keine Chance. Die USA haben derzeit Erfolg, die Türkei steht unter massivem Druck – im Iran steigt der Unmut der Bevölkerung gegen das Regime. 

Die Märkte lassen sich von Autokratendonner nicht einschüchtern. Sie schauen auf Perspektiven und Risiken und benötigen Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Selbst Menschen, die dem Treiben "der Märkte" sonst skeptisch gegenüber stehen, müssen bekennen: Man ist in diesen Tagen immer öfter froh, sie zu haben. 

US-Streitkräfte im Weltall: Trumps "US Space Force" – seine Anhänger sollen über das Logo bestimmen
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.