Erneut haben die USA und der Iran gegenseitige Angriffe durchgeführt. Die Verhandlungen über ein Rahmenabkommen bleiben zäh. Alles Wichtige im Newsblog.
Wichtige Updates
Mirjam Bittner

Iran setzt Verhandlungen mit den USA aus
Der Iran setzt die indirekten Kontakte mit den USA über Vermittler aus. Grund dafür seien die israelischen Angriffe auf den Libanon, meldet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Tasnim zufolge wird es erst dann wieder Gespräche zur Beendigung des seit drei Monaten andauernden Irankriegs geben, wenn die Forderungen des Irans erfüllt sind.
Dazu gehören ein sofortiges Ende der israelischen Militäreinsätze im Gazastreifen und im Libanon sowie der vollständige Abzug Israels aus den besetzten Gebieten im Libanon.
Dazu gehören ein sofortiges Ende der israelischen Militäreinsätze im Gazastreifen und im Libanon sowie der vollständige Abzug Israels aus den besetzten Gebieten im Libanon.
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Mirjam Bittner

Brüche der Waffenruhe
In den stockenden Gesprächen über eine Verhandlungslösung kommt es erneut zu gegenseitigen Brüchen der Waffenruhe. Nach US-Bombardierungen in der südlichen iranischen Provinz Hormusgan am Wochenende melden die iranischen Revolutionsgarden am Morgen einen Vergeltungsschlag. Die mächtige Elitestreitkraft beschoss nach eigenen Angaben einen Stützpunkt, von dem die US-Streitkräfte ihren Angriff geflogen hatten. Der Ort wurde nicht erwähnt.
Das US-Militär bombardierte eigenen Angaben zufolge Radar- und Drohnenkontrollzentren im Iran, nachdem Teheran zuvor eine amerikanische Drohne abgeschossen haben soll. Das US-Regionalkommando Centcom spricht auf der Plattform X von „Selbstverteidigungsschlägen“. Die US-Drohne vom Typ MQ-1 sei über internationalen Gewässern abgeschossen worden, heißt es weiter.
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Yannik Schüller
Bei einem israelischen Angriff in der Nacht wurden laut der libanesischen Staatsagentur NNA im Südlibanon acht Menschen getötet und 19 weitere verletzt. Die vom Iran unterstützte Hisbollah hat derweil ihre Angriffe auf Nordisrael verstärkt. Das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu hat am Morgen neue Angriffe auf Ziele der Miliz in den südlichen Vororten Beiruts angekündigt. Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz hätten der Armee unter anderem wegen der Angriffe auf israelische Orte eine entsprechende Anweisung gegeben.
Die als Dahija bekannten Vororte der libanesischen Hauptstadt gelten als Hochburg der Hisbollah, sind aber auch dicht bewohnt. Seit Beginn der Waffenruhe Mitte April griff Israels Armee dort bislang nur noch selten an - laut israelischen Medienberichten auf Wunsch der US-Regierung.
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Yannik Schüller
Im Golfstaat Kuwait ist wegen feindlicher Luftangriffe mit Raketen und Drohnen Alarm ausgelöst worden. Die Luftabwehr sei im Einsatz, teilt der Generalstab der Armee auf der Plattform X mit. Explosionsgeräusche hingen damit zusammen, dass Geschosse abgefangen würden. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, den Anweisungen der Sicherheitsbehörden Folge zu leisten.
Zur Herkunft der Drohnen und Raketen und den Zielen der Angriffe schwieg die Armee.
Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran Ende Februar feuern die Streitkräfte der Islamischen Republik jedoch schon mehrmals solche Geschosse auf Kuwait und andere Staaten am Persischen Golf. Dort unterhält das US-Militär zahlreiche Stützpunkte, die nur wenige Hundert Kilometer Luftlinie vom Iran entfernt sind. Trotz der Waffenruhe hatten auch die Golfstaaten zuletzt vereinzelt Beschuss gemeldet.
Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran Ende Februar feuern die Streitkräfte der Islamischen Republik jedoch schon mehrmals solche Geschosse auf Kuwait und andere Staaten am Persischen Golf. Dort unterhält das US-Militär zahlreiche Stützpunkte, die nur wenige Hundert Kilometer Luftlinie vom Iran entfernt sind. Trotz der Waffenruhe hatten auch die Golfstaaten zuletzt vereinzelt Beschuss gemeldet.
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Eugen Epp
US-Armee und Iran melden neuerliche Angriffe
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben am Wochenende iranische Radar- und Drohnen-Kommandozentralen in Goruk und auf der Insel Keschm angegriffen. Die Angriffe seien eine Reaktion auf aggressive Handlungen des Iran gewesen, darunter der Abschuss einer US-Drohne vom Typ MQ-1 über internationalen Gewässern, teilt das US-Zentralkommando (Centcom) mit. US-Kampfflugzeuge hätten demnach die Luftabwehr, eine Bodenkontrollstation und zwei Drohnen zerstört. US-Soldaten seien nicht zu Schaden gekommen.
Unterdessen erklären die iranischen Revolutionsgarden iranischen Medien zufolge, sie hätten einen Luftwaffenstützpunkt ins Visier genommen. Dieser sei von den USA für einen Angriff auf einen Telekommunikationsturm auf der Insel Sirik im Süden des Iran genutzt worden.
Unterdessen erklären die iranischen Revolutionsgarden iranischen Medien zufolge, sie hätten einen Luftwaffenstützpunkt ins Visier genommen. Dieser sei von den USA für einen Angriff auf einen Telekommunikationsturm auf der Insel Sirik im Süden des Iran genutzt worden.
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Thomas Krause
Irans Präsident Massud Peseschkian spricht sich für eine grundlegende Änderung des Führungsstils im Land aus. Zugleich weist sein Büro Rücktrittsgerüchte zurück.
Peseschkian sagte laut der den Revolutionsgarden nahestehenden Agentur Fars, die Führung könne nicht allein aus einer begrenzten Gruppe von Führungskräften und Beamten bestehen. Er verlangte stattdessen die Einbindung aller gesellschaftlichen Schichten, wirtschaftlicher Akteure und Wissenschaftler sowie der Bevölkerung.
Peseschkian gilt als Reformer. Seine Forderung steht im Kontrast zur Machtstruktur.
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Thomas Krause
Der Iran und die USA setzen ihre Gespräche und ihren Nachrichtenaustausch nach Angaben des iranischen Außenministers Abbas Aragtschi fort. Man könne die Verhandlungen nicht beurteilen, bis ein klares Ergebnis vorliege, sagt er staatlichen Medien. Spekulationen dürfe keine Bedeutung beigemessen werden.
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Thomas Krause
Die Bodentruppen der iranischen Revolutionsgarden greifen iranischen Staatsmedien zufolge Stützpunkte von Separatistengruppen im Nordirak an. Welche Orte genau von den Angriffen betroffen sind, ist zunächst unklar.
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Thomas Krause
Trump wegen Abkommen „nicht in Eile“
Nach Berichten über eine Einigung auf ein Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran tritt US-Präsident Donald Trump auf die Bremse: US-Medienberichten zufolge schickte Trump das fertig ausgehandelte Abkommen mit „härteren Bedingungen“ nach Teheran zurück. Dem Sender Fox News sagte Trump, er sei „nicht in Eile“.
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Thomas Krause
Iran verlangt Sicherheiten für Abkommen mit den USA
Der Iran will ein Rahmenabkommen mit den USA erst unterzeichnen, wenn konkrete Gegenleistungen gesichert sind. Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf, der als iranischer Chefunterhändler fungiert, erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna während einer virtuellen Parlamentssitzung, Teheran werde kein Abkommen akzeptieren, solange keine Gewissheit bestehe, dass die Rechte des iranischen Volkes gewahrt seien.
„Wir vertrauen weder auf Garantien noch auf Worte – nur Taten zählen. Es werden keine Maßnahmen ergriffen, bevor die andere Seite nicht handelt“, hatte Ghalibaf bereits am Freitag auf X erklärt.
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Thomas Krause
Der Iran nimmt die Förderung auf drei Offshore-Plattformen im Gasfeld Süd-Pars wieder auf, nachdem diese infolge israelischer Angriffe auf Verarbeitungsanlagen an Land gestoppt werden musste. Die Plattformen selbst seien nicht beschädigt worden, sagt der Chef der Pars Oil and Gas Company, Turadsch Dehgani, staatlichen Medien. Das geförderte Gas werde nun zu anderen Verarbeitungsanlagen in der Region umgeleitet, während die Reparaturen an den beschädigten Einrichtungen andauerten.
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Thomas Krause
Die USA sind nach den Worten von Verteidigungsminister Pete Hegseth bereit, die Angriffe auf den Iran wieder aufzunehmen, sollte keine Einigung im Atomstreit erzielt werden. „Wir sind mehr als fähig, wenn nötig, wieder anzugreifen“, sagt Hegseth in Singapur. Die USA hätten genug Waffen in den Lagern, sowohl vor Ort als auch weltweit. „Wir sind also in einer sehr guten Position.“
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Thomas Krause
Trump hat nach einem rund zweistündigen Treffen im Weißen Haus noch keine Entscheidung über eine Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran getroffen. Das teilt ein Vertreter des Weißen Hauses mit. Trump werde nur einem Abkommen zustimmen, das gut für Amerika sei. Der Iran dürfe niemals eine Atomwaffe besitzen. Einem hochrangigen iranischen Insider zufolge steht eine Einigung über eine Verlängerung der Waffenruhe um 60 Tage kurz bevor, sei aber noch nicht gebilligt.
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Rune Weichert
Der Iran und die USA haben einem iranischen Insider zufolge eine politische Übereinkunft im Irankrieg erzielt, eine Vereinbarung aber noch nicht endgültig abgeschlossen. Die Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, die USA würden das Uran des iranischen Atomprogramms in der Islamischen Republik ausfindig machen, träfen nicht zu, erklärt der Insider weiter. Eine mögliche Absichtserklärung zwischen Teheran und Washington beinhalte keine Nuklear-Themen.
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Rune Weichert
Der Iran wirft US-Präsident Donald Trump vor, zentrale Vereinbarungen des geplanten Rahmenabkommens zu verzerren oder zu ignorieren. Die den Revolutionsgarden nahe stehende Nachrichtenagentur Fars schreibt unter Berufung auf informierte Kreise, Trump versuche, einen vorgetäuschten Erfolg zu inszenieren. Außerdem befinde sich der Vertragsentwurf noch in einer abschließenden Genehmigungsphase.
Konkret widerspricht der Iran Trumps Aussagen in drei Punkten: Erstens habe Trump ignoriert, dass unmittelbar nach Unterzeichnung zwölf Milliarden Dollar aus eingefrorenen iranischen Auslandskonten freigegeben werden müssten. Ohne diese Freigabe werde der Iran in keine weiteren Verhandlungsphasen eintreten.
Zweitens enthalte das Abkommen keine Bestimmung zur gebührenfreien Öffnung der Straße von Hormus, hieß es weiter. Drittens weise der Iran die Aussage zurück, das angereicherte Uran solle abgebaut oder vernichtet werden – die Absichtserklärung enthalte keine solche Bestimmung.
Konkret widerspricht der Iran Trumps Aussagen in drei Punkten: Erstens habe Trump ignoriert, dass unmittelbar nach Unterzeichnung zwölf Milliarden Dollar aus eingefrorenen iranischen Auslandskonten freigegeben werden müssten. Ohne diese Freigabe werde der Iran in keine weiteren Verhandlungsphasen eintreten.
Zweitens enthalte das Abkommen keine Bestimmung zur gebührenfreien Öffnung der Straße von Hormus, hieß es weiter. Drittens weise der Iran die Aussage zurück, das angereicherte Uran solle abgebaut oder vernichtet werden – die Absichtserklärung enthalte keine solche Bestimmung.
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DPA · AFP · Reuters · SID
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