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Michael Sommer: "Bündnis für Arbeit" soll wiederauferstehen

Angela Merkel will es, die Industrie will es und DGB-Chef Michael Sommer auch: Die Reanimation des gescheiterten "Bündnisses für Arbeit" - allerdings unter einem anderen Namen.

Der DGB-Vorsitzende Michael Sommer hat sich für ein neues "Bündnis für Arbeit" unter einem anderen Namen ausgesprochen. "Dies setzt allerdings voraus, dass aus den Fehlern des 2003 beerdigten Bündnisses für Arbeit gelernt wird", sagte Sommer beim Gewerkschaftskongress der IG Bergbau, Chemie, Energie am Sonntag in Hannover.

Der Name für die Konsensgespräche von Bundesregierung, Arbeitgebern und Gewerkschaften müsse daher geändert werden. "Ein neuer sozialer Dialog könnte Chancen bieten, unser Land wirtschaftlich und sozial nach vorn zu bringen", sagte Sommer.

Nach "Spiegel"-Informationen plant auch die CDU-Vorsitzende Angela Merkel eine Neuauflage der arbeitsmarktpolitischen Gespräche. In Merkels Auftrag soll der CDU-Arbeitsmarktexperte Ronald Pofalla Ende September auf den Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes zugekommen sein. Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Jürgen Thumann, hatte ebenfalls angeregt, sich wieder an einen Tisch zu setzen, um bessere Rahmenbedingungen für mehr Beschäftigung zu schaffen.

Laut vorab veröffentlichtem Redemanuskript sagte Sommer in Hannover: "Es ist ja auch nicht so, als ob alle Gesprächsfäden zwischen den Wirtschaftsverbänden und dem DGB abgerissen wären. Sie zu verstärken und auszubauen, macht Sinn."

DPA / DPA