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Job: Überstunden - und trotzdem glücklich: Wann wir gerne mehr arbeiten

1,7 Milliarden Überstunden haben die Deutschen 2016 geleistet, so die Bundesregierung. Mehr als die Hälfte davon war unvergütet. Mehrarbeit als Mitarbeiter-Ausbeutung? Nicht unbedingt, denn Überstunden können auch glücklich machen.

Überstunden

1,7 Milliarden Überstunden haben die Deutschen 2016 gemacht.

Die Deutschen haben 2016 rund 1,7 Milliarden Überstunden geleistet. Das ergab eine kleine Anfrage der Links-Fraktion an die Bundesregierung, so die "Bild". Mehr als die Hälfte davon, nämlich 947 Millionen Stunden (56 Prozent), war unbezahlt. Pro Mitarbeiter sind das 31,5 nicht bezahlter Arbeitsstunden. Vor allem Männer schuften länger, 69,2 Prozent der Überstunden wurden von männlichen Mitarbeitern geleistet. Häufiger Grund für die Überstunden: Die Arbeit ist nicht in der vorgegebenen Zeit zu schaffen (33 Prozent). Nur bei sechs Prozent der Mitarbeiter, die Überstunden machen, ist der Zuverdienst der Antrieb.

"Überstunden schaden uns allen", erklärte dazu die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jutta Krellmann gegenüber "AFP". "Die einen arbeiten bis zum Umfallen, die anderen haben keine oder zu wenig Arbeit." Die Zahl der Überstunden entspricht einer Million Vollzeitstellen.

Unbezahlte Überstunden 

Unbezahlte Mehrarbeit, weil das Pensum nicht in der Arbeitszeit zu bewältigen ist - also modernes Lohnsklaventum? Ganz so einfach lässt sich das Phänomen Überstunden nicht zusammenfassen. So zeigt eine Umfrage des Softwareanbieters Qualtrics, dass Überstunden sogar glücklich machen können. Tatsächlich zeigt auch die Untersuchung der Bundesregierung, dass 18 Prozent Spaß an der Arbeit als Grund für die Überstunden angaben. Wer nun glaubt, dass das einfache Mehrarbeiten schon für mehr Jobzufriedenheit ausreicht, irrt. 

Bei der Umfrage von Qualtrics waren Mitarbeiter, die zwischen 55 und 60 Stunden pro Woche arbeiten, zu 72 Prozent auch am zufriedensten, berichtet "Haufe". Einer der Gründe: Wer eh schon gerne arbeitet, tut das auch gerne länger. Überstunden sind also Folge der Jobzufriedenheit und nicht der Grund.

Wann uns Überstunden glücklich machen

Wichtig für diese Zufriedenheit: Mitarbeiter wollen, dass ihre Arbeit gesehen und gewürdigt wird. Unliebsame Fleißaufgaben bis in den späten Abend? Das macht niemanden glücklich. Weitere Punkte, die Einfluss auf die Jobzufriedenheit haben - und somit auf die Bereitschaft, Überstunden zu leisten -, sind eine angemessene Bezahlung und Karrieremöglichkeiten. Auch die Möglichkeit, mit der Mehrarbeit einen Beitrag dazu zu leisten, die Unternehmensziele zu erreichen, wird als Motivation für Überstunden genannt.

Dr. Birte Gall über Arbeit in der der Zukunft
kg
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.