Meist beginnt ein Asthmaanfall mit Husten und dem Gefühl, nicht richtig atmen zu können. Schnell kommt es zu Luftnot.
Besonders typisch für Asthma bronchiale ist, dass die Beschwerden nicht immer gleich stark sind. Sie schwanken zwischen morgens und abends, von Tag zu Tag, und bleiben nicht selten über Wochen oder Monate einfach aus. Wer aber regelmäßig eines oder mehrere der folgenden Symptome beobachtet, sollte sich an einen Arzt wenden:
Asthmatikern fällt vor allem das Ausatmen schwer. Die verkrampfte Muskulatur lässt die verbrauchte Luft nur schwer passieren. Und je weniger alte Luft beim Ausatmen ausströmt, desto weniger frische findet beim Einatmen Platz. Gesunde können dieses Gefühl nachvollziehen, wenn sie ein paar Züge lang durch einen Strohhalm atmen (am besten dabei die Nase zuhalten). Nach kurzer Zeit entsteht der Drang, wieder tief durchzuatmen - Atemnot, wie sie für einen Asthmaanfall typisch ist.
Bei vielen Asthmatikern, deren Beschwerden durch Allergien ausgelöst werden, läuft der Asthmaschub in zwei Phasen ab. Unmittelbar nach dem Kontakt mit dem Allergen setzt die Frühreaktion ein: Dabei verkrampft die Muskulatur der Bronchien, es folgen Enge in der Brust, Kurzatmigkeit und Luftnot. Etwa vier bis sechs Stunden später tritt die Spätreaktion ein. Die Atemwege reagieren mit einer Entzündung, die Bronchien verschleimen und der Atem ist flach, brummt oder pfeift. Der Schleim lässt sich nur schwer abhusten.
Bei Kindern wird Asthma bronchiale oft lange nicht erkannt. Das liegt zum einen daran, dass sie schwerer zu untersuchen sind und es entsprechend wenige klinische Daten gibt. Kleine Kinder können zudem andere Krankheiten mit ähnlichen Symptomen haben oder Symptome falsch interpretieren. Eltern sollten zum Arzt gehen, wenn ihr Kind häufig an Bronchitis erkrankt und danach über eine längere Zeit auffällig atmet.
Früher wurden Asthmatiker in eine von vier Krankheitsstufen eingeordnet, je nach Schwere und Häufigkeit der Symptome: von leichtem über mittelschweres bis hin zu schwerem, anhaltendem Asthma. In der aktuellen "Global Initiative for Asthma" (Gina) wird seit einigen Jahren eine neue Einteilung empfohlen. Sie orientiert sich vielmehr daran, wie gut bestimmte Asthmasymptome klinisch unter Kontrolle gebracht wurden. Dafür wurden bestimmte Kriterien festgelegt, zum Beispiel, ob und wie oft der Patient tagsüber und nachts Symptome hat, ob er in seinen Aktivitäten eingeschränkt ist und wie oft er eine Notfallbehandlung braucht. Für diese Kriterien sind jeweils Grenzen definiert, und je nachdem, wie viele Kriterien erfüllt sind, spricht man von "kontrolliertem", "teilweise kontrolliertem" oder "nicht kontrolliertem" Asthma. Diese Einteilung berücksichtigt, dass der Schweregrad einer Erkrankung auch davon abhängt, wie gut ein Patient auf eine Behandlung anspricht - und nicht nur, wie schwer die Symptome sind.
Wird Asthma richtig behandelt, können Betroffene Anfälle meist schnell mit Notfallmedikamenten abschwächen oder verhindern. Dennoch kann es zu schweren Asthmaanfällen kommen. Wenn der sich auch mit Notfallmedikamenten nicht in den Griff bekommen lässt oder sich sogar verschlechtert, droht der Status Asthmaticus: ein stundenlanger, schwerster Anfall, der sogar die Herzfunktion stören und das Leben gefährden kann.
Anzeichen für einen schweren Asthmaanfall sind: