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Opel Astra - der Allrounder ist das Auto des Jahres

In Genf ist heute das Auto des Jahres 2016 gekürt worden. Gesiegt hat der Opel Astra - in einer Wahl, die selten so spannend verlief wie in diesem Jahr. Der siegreiche Wagen lag nur knapp vor den anderen sechs Finalisten.

  Der Opel Astra hat es geschafft: Er wurde Auto des Jahres 2016.

Der Opel Astra hat es geschafft: Er wurde Auto des Jahres 2016.

Karl-Thomas Neumann ist pünktlich: Schon eine viertel Stunde vor der Verleihung des "Car of the Year"-Awards ist er im abgedunkelten Saal der Messe in Genf. Und man spürt seine Aufregung. "Ich wüsste zu gerne, wer gewonnen hat", sagt der Opel-Boss zu Marketing-Chefin Tina Müller. "Aber es ist ja nichts rauszubekommen." Sein Opel Astra konkurriert mit sechs weiteren Nominierten um den bedeutendsten Automobil-Preis der Welt. 

Opel Astra bestimmt Schicksal des Autobauers

Für Neumann geht es um einiges: Der Astra ist das Brot-und-Butter-Auto von Opel in Europa. Mit ihm will Neumann die angeschlagene Marke zu neuen Ufern führen und endlich wieder profitabel werden. Der kompakte Astra muss deswegen ein Erfolg werden. Bisher wurden 130.000 Stück verkauft. Mit einem Preis könnte es Rückenwind geben. 

Aber die Konkurrenz ist stark: Neben dem Astra sind der Audi A4, der BMW 7er, der Jaguar XE, der Mazda MX 5, der Skoda Superb und der Volvo XC 90 nominiert. Zur Sicherheit hat Neumann zur Verleihung einen ganzen Schwung Kollegen von Opel mitgebracht. Als der Astra als einer der Kandidaten vorgestellt wird, johlen sie ordentlich. "Meine Fans", sagt Neumann stolz.

Spannende Auszählung

Dann beginnt die Stimmenauszählung. Das geschieht länderweise, wie beim Eurovision Song Contest. Österreich, Austria auf Englisch, beginnt: 16 Punkte von zwei Jurymitgliedern für den Astra. "Puh, das ist schon mal gut", sagt Neumann erleichtert und starrt gebannt auf die Monitorwand. Kurz darauf stimmen die Franzosen ab: "Von denen haben wir ja fast gar nix bekommen", sagt Neumann enttäuscht. Es ist ein Wechselbad der Gefühle: Mal liegt der Astra vorne, mal der Volvo XC 90, dicht gefolgt von Mazda und Audi.

Am Ende ist das Ergebnis entsprechend knapp: 309 Punkte für den Astra, 294 für den Volvo. "Jaaa", brüllt Neumann und klatscht seine Mitarbeiter ab. Er hat schweißnasse Hände und gesteht: "Mann, das war spannend." Der Mazda bekommt 202 Punkte, der Audi 189, gefolgt von Jaguar (163), Skoda (147) und BMW (143).

Der Opel Astra ist das Auto des Jahres 2016. "Sie können sich gar nicht vorstellen, wie glücklich ich bin", sagt Neumann auf der Bühne und reckt den Preis in die Höhe. "Es waren starke Konkurrenten: Viele bewundernswerte Autos toller Marken", sagt er – und ist sichtlich stolz, sich gegen sie durchgesetzt zu haben.


Begehrte Auszeichnung

Die Auszeichnung "Car oft the Year" gilt als renommiertester Preis der Automobilwelt, weil die Jurymitglieder unabhängig sind, die verschiedenen Anforderungen aller europäischen Automobilmärkte von Russland bis Portugal in die Bewertung einfließen und weil alle Bewertungen öffentlich gemacht werden. So sind Manipulationen ausgeschlossen.

Der Preis wird vom stern zusammen mit den Magazinen Auto (Italien), Autocar (Großbritannien), Autopista (Spanien), Autovisie (Niederlande), L´automobile (Frankreich) und Vi Bilägare (Schweden) vergeben. 58 Fachjournalisten aus 22 europäischen Ländern wählen jedes Jahr im Herbst sieben Autos der vergangenen 12 Monate aus, die dann von allen ausgiebig getestet und miteinander verglichen werden. Dann vergeben sie ihre Punkte, die dann in Genf, am Vortag des Automobil Salons, ausgezählt werden.

Nach all der Aufregung feiert Karl-Thomas Neumann übrigens ganz Privat beim Abendessen mit seiner Frau. Der Abend dürfte teuer werden: Er hatte vorher angekündigt, die teuerste Flasche Wein von der Karte zu ordern, falls der Astra gewinnt.

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