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12. August 2009, 12:25 Uhr

Stromer läuft aus dem Ruder

Das Elektroauto-Prestigeprojekt "Volt" von General Motors sollte ein Elektromobil für Jedermann werden. Nun wird es deutlich teurer, als geplant.

Chevrolet Volt

Für den US-Normalverdiener wird der Volt zu teuer© Paul Sancya/AP

Die Manager träumten von einem Kampfpreis. 21.750 Dollar sollten auf dem Preisschild für das Elektroauto Chevrolet "Volt" von General Motors (GM) stehen, das im Herbst 2010 auf den Markt kommen soll. Die Branche wunderte sich darüber und mutmaßte, dass der Preis nie zu halten sein wird. So ist es nun gekommen. GM musste kleinlaut zugeben, dass sich der angepeilte Preis mit 43.000 Dollar inzwischen glatt verdoppelt hat. So berichtet es das US-Fachmagazin Automotive News. Die Gründe liegen vor allem in der Technik, die teuerer wurde als geplant. Zum Beispiel werden allein für die verwendete Lithium-Ionen-Batterie 8000 Dollar veranschlagt. 43.000 Dollar entsprechen in etwa 30.000 Euro, zu berücksichtigen ist allerdings, dass Kfz in den USA teilweise sehr viel billiger angeboten werden als in Europa.

Deutlich erhöht haben sich die Entwicklungskosten auch, weil keine fertigen Komponenten aus dem Konzernregal für das Projekt Volt übernommen werden konnten. Entwicklungschef Bob Lutz sagte: "In dem Autos gibt es keine Synergien, alles wurde eigens dafür entwickelt." Ob es den Entwicklern des sehr ambitionierten Projekts Volt gelingt, die Kosten bis zur Markteinführung in mehr als einem Jahr deutlich zu senken, ist unklar. Der Elektrowagen soll rein elektrisch fahren. Und immer dann, wenn der Ladezustand der Lithium-Ionen-Batterie einen kritischen Punkt unterschreitet, schaltet sich der ebenfalls eingebaute 1,4-Liter-Benziner hinzu, erzeugt Strom und lädt so die Batterie wieder auf. Das ist nach Angaben von GM etwa alle 40 Meilen der Fall. GM plant, auf Batterie und Antriebseinheit eine Garantie von zehn Jahren oder 150.000 Meilen zu gewähren.

Malte Lüer
 
 
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