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17. Mai 2008, 15:16 Uhr

Selbstmordkommando mit 200 PS

Kaum Kilometer, aber jede Menge Tote. Nichts ist gefährlicher als ein Bike, sagen die Unfallforscher der Versicherer. Dabei sind Motorradfahrer keineswegs immer das Opfer von unaufmerksamen Autofahrern. Besonders Sportpiloten beherrschen ihre hoch gezüchteten Maschinen nicht.

Tod eines 24jährigen Fahrers© Jürgen Mahnke/picture-alliance

Motorradfahrer lieben den Thrill. Für das Abenteuer auf zwei Rädern fährt man ein wenig gefährlicher, als wenn man in einer E-Klasse von Mercedes unterwegs ist. Das wusste man schon immer. Unbekannt war aber, um wie viel die Spritztour mit dem Zweirad tatsächlich gefährlicher ist. Das haben die Unfallforscher der Versicherer (UDV) ermittelt. Das Risiko, auf einem Motorrad getötet zu werden, ist demnach 14-mal höher als im Auto. Eine mörderische Rate, die man in anderen Gefahrensituationen kaum akzeptieren würde.

Reines Freizeitgefährt

Wenn man sich des enormen Risikos bewusst wäre, würde vielleicht der eine oder andere Biker ins Grübeln geraten. Die hohe Todesrate versteckt sich jedoch geschickt in der Statistik. Auch beim Motorrad sind die absoluten Zahlen der Getöteten und Verletzten in den letzten Jahren gesunken. Aber heute wird das Motorrad kaum noch benutzt. Früher war das Motorrad ein ganz normales Verkehrsmittel, genutzt für den Weg zur Arbeitsstelle und für tägliche Besorgungen. Entsprechende Kilometerleistungen kamen zusammen. Heute wird das Motorrad als Freizeitgerät nur noch für Sonnenscheinfahrten herausgeholt und auf diesen wenigen Kilometern geschehen dann erschreckend viele Unfälle.

Sicherheitsoffensive im Pkw

Der Stand der Sicherheitstechnik im Auto hat sich enorm verbessert: elektronische Fahrhilfen, Airbags und sichere Fahrzeugzellen haben geholfen, dass sich die die Zahl der Toten auf eine Million gefahrener Kilometer bei den Pkw um zwei Drittel von fast 14 auf knapp 5 von 1991 bis 2005 verringerte. An diesem Sicherheitsfortschritt nehmen die Motorräder nicht teil. Entsprechend verschlechterte sich ihre Risiko-Bilanz gegenüber dem Pkw von achtmal schlechter (1991) auf 14mal (2005). Während der Gesetzgeber Pkw in vieler Hinsicht in die Pflicht nimmt, herrscht angesichts der erschreckenden Entwicklung bei den Motorrädern Desinteresse. "Wenn andere Risikosportarten wie Bergsteigen, Drachenfliegen oder Kite-Surfen diese Getötetenraten hätten, hätte der Gesetzgeber sich längst zum Handeln gezwungen gesehen", sagte der Leiter der Unfallforschung der Versicherer, Siegfried Brockmann.

Falsche Opfermentalität

Laut der Untersuchung ist die unter Motorradfahrern verbreitete Opfermentalität völlig überzogen. "Vor allem sollten Motorradfahrer aufhören, sich als unschuldige Opfer zu sehen. Dann könnten sie auch ihr Verhalten ändern", fordert Siegfried Brockmann. Mehr als die Hälfte der Außerortsunfälle sind selbstverschuldet. Die Auffälligkeit der Sportmotorräder und der vielen Kreuzungsunfälle zeigt auch, dass Motorradfahrer selbst bei unverschuldeten Unfällen durch ihr eigenes Verhalten erheblich zur Abwendung oder zu einem glimpflicheren Unfallverlauf beitragen. "Fahrsicherheitstrainings dürfen nicht nur die Beherrschung der Maschine zum Ziel haben, sondern müssen dem Motorradfahrer auch seine Mitverantwortung aufgrund seiner schmalen Silhouette und seiner für Pkw-Fahrer nicht begreifbare Beschleunigung vermitteln", so Brockmann. Bis in die Sprache hinein verdrängen Motorradfahrer ihre Mitverantwortung. Wenn eine Maschine in der Kurve durch Schlamm, Steine oder Laub auf der Fahrbahn außer Kontrolle gerät, wird das in aller Regel als Schicksalsschlag interpretiert. Von überhöhter Geschwindigkeit ist nur selten die Rede.

An Sicherheit nicht interessiert

Sicherheitsfragen spielen bei den Fahrern offenbar keine große Rolle. Im Pkw-Markt ist ein schlechtes Abschneiden beim Crash-Test ein Todesurteil für das Modell. Ein Wagen ohne den Bremsassistenten ABS wäre praktisch unverkäuflich, beim Motorrad wird dieser Helfer dagegen nur sehr zögerlich eingebaut. Da passt es ins Bild, wenn besonders sportliche Piloten und Maschinen noch häufiger verunglücken als normale Biker. Die Fahrer von Sportmaschinen gaben bei einer Umfrage von "Das Motorrad" offen zu, besonders flott unterwegs zu sein. In der Detailanalyse in der Unfalldatenbank der Versicherer sieht man die Folgen: Je schwerer die Verletzung, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um den Fahrer einer Sportmaschine handelt.

Schnell wird teurer

Die Versicherer werden Konsequenzen aus der Untersuchung ziehen. "Man könnte das Leistungsgewicht, also das Verhältnis von Kilowatt und Gewicht des Motorrads als Kriterium für die Versicherungsprämie nehmen", erläutert Jens Bartenwerfer von den Deutschen Versicherern (GDV). Dann würden "sportliche" Maschinen mit niedrigem Leistungsgewicht in der Versicherung deutlich teurer. Überfällig ist auch der serienmäßige Einbau eines Antiblockiersysteme. Die Unfallfallforscher fordern die Industrie auf, die alte freiwillige Selbstbeschränkung von 100 PS wieder zu beachten. Ein frommer Wunsch, zur Zeit arbeiten viele Maschinen an der 200-PS-Marke.

Kra/MID

 
 
KOMMENTARE (10 von 76)
 
Reynard (20.05.2008, 13:14 Uhr)
@Breadman
Leider ist Ihre Argumentation zu kurz gedacht.
Würde man ihr folgen, müßte man sicher zunächst das Rauchen komplett verbieten, da es die Sozialkassen deutlich mehr belastet, als ein paar Motorradunfälle.
Oder Haushaltsleitern und Selbstmordversuche (alles Kostenbringer für Rettungsdienste und Sozialkassen).
Sicher merken Sie, daß man mit dieser Art der Argumentation nicht sehr weit kommt.
So lassen Sie uns hier lieber über die spärlichen Reste individueller Freiheiten in unserer Gesellschaft sinnieren: Das Rauchen möchte ich als Nichtraucher niemandem verbieten. Aber lassen Sie mir bitte auch mein Motorrad mit all seinen Risiken.
Oder wollen wir nun beginnen, uns kleinlichst die Risiken im Leben des jeweils anderen vorzurechnen und zu verbieten?
Skandalartikel der obigen Art sind nicht weiterführend, werfen sie doch immer nur ein emotional gefärbtes Schlaglicht auf eine komplexe Situation. Statt hier nach dem Staat und Verboten zu rufen, sollte man lieber darüber nachdenken, wie die fortschreitende Beschneidung individueller Freiheiten endlich zu beenden wäre!
BreadMan (20.05.2008, 13:03 Uhr)
Nicht leicht zu entscheiden...
Aber ich denke, dass es einen Unterschied macht, auf einem 200 oder PS-mäßig noch höher gezüchteten Schlachtroß oder auf einer 50PS Maschine seinen Übermut auslebt. Das macht vielleicht für den Fahrer selbst keinen Unterschied, für die Allgemeinheit aber schon. Wer schon mal gesehen hat, wie ein Motorrad der "Höchstklasse" mit Schmackes seitlich in einen PKW einrastet, der kann sich vorstellen, warum das doch einen Unterschied macht. Denn von einem Fahrzeug ist beim Highspeed-Seitenaufprall nichts mehr übrig, das Ding wird durch die schmale Silouette des Motorrades einmal in der Mitte geteilt. Und mit ihm der Fahrer in viele kleine Teile. Ich kenne den Königsweg nicht, aber ich finde nicht, dass es eine Bevormundung darstellt, Maschinen jenseits von 100 PS (oder wo auch immer die Grenze zu ziehen ist) die Straßenzulassung zu verweigern. Wer so ein Ding fahren will, kann das ja dennoch tun - zu Sportkonditionen auf Strecken, auf denen z.B. kein Gegenverkehr stattfindet, die genau für den Zweck gebaut wurden. Man steckt in den Köpfen nicht drin, aber ich schrieb schon: Der Mensch ist nicht geschaffen, derartige Kräfte unter Kontrolle zu halten. Wer das von sich behauptet, macht sich selbst was vor. Das gilt unisono für Kraftfahrzeuge aller Art. Allerdings spricht die Letalitätsrate bei Verletzungen im Zusammenhang mit Motorradunfällen eine eindeutige Sprache, dass hier besonderer Handlungsbedarf gegeben ist. Dies mag auch für PKW gelten, wobei für diese durch elektronische Helfer inzwischen viel erreicht wurde. Aktiv wie passiv, während der Motorradfahrer noch fast steinzeitlich auf seinem Schleuderhobel sitzt und bei einem Aufprall stets dem Aufprallhindernis noch entgegenfliegt. Fakt ist, dass die Geschwindigkeit beim Unfall tatsächlich Nebensache ist, ob Du nun frontal mit dem Schädel bei 100 oder bei 200 gegen den Baum fliegst. Die Sauerei ist eine andere, die Folge wird gleich bleiben. Die Frage ist aber, ob es bei 100 zum Unfall gekommen wäre. Folglich ist diese Diskussion sinnlos, denn man muss den Blick auf die Ursache und nicht die Folge richten. Und bei einer Mäßigung der Geschwindigkeiten, Beschleunigungsverhalten usw. wirkt sich das direkt auf das Pre eines möglichen Unfalles aus. Um's nochmal klar zu sagen: Motorradfahren ist sicherlich toll, auch mit solchen Feuerstühlen. Aber eben nicht auf Straßen, die dafür schlicht und ergreifend nicht geschaffen sind. Nicht umsonst sind zahlreiche Strecken, die früher sehr beliebt waren, inzwischen für Motorräder gesperrt. Und das lag bestimmt nicht an diversen, unverschuldeten Unfällen. Was mir noch nicht beantwortet wurde: Wenn eigentlich, so der teilweise Kontext hier, ja eigentlich die Motorradfahrer in 2/3 der Fälle nicht Verursacher sind, warum ist dann die Vollkasko für ein Bike inzwischen nahezu unbezahlbar?
acitapple (20.05.2008, 11:27 Uhr)
@badmax
ich kenne auch einen, der es geschafft hat, während einer saison mit 17ps 4!unfälle zu fabrizieren. die maschinen sind im grunde immer geeignet, nur leider die fahrer nicht. ich denke mal darüber sind wir uns alle einig.
ich stimme aber zu, dass man nicht einfach alles gefährliche verbieten kann. selbst wenn nur noch motorräder bis 50ps erlaubt wären, gäbe es immer noch typen, die dann eben illegal mit 150ps rumfahren. ihr tod wäre dann zwar illegal, aber tot wären sie trotzdem...
@breadman: meine letzte war eine 1200er mit 140ps. man MUSS diese leistung aber nicht ständig abrufen. hab mich auch manchmal verleiten lassen, aber nur da wo es ungefährlich war und ich die strecke kannte. bei so einem teil hat man auch fahrspass, wenn man sich selbst bis 6000u/min diszipliniert...
Badmax (20.05.2008, 10:58 Uhr)
Ich kenne einige die es...
...erwischt hat. Fast immer ist es böse ausgegangen. Da währe ein Kumpel, der vor 8 Jahren mitten im Stadtzentrum einen Kavalierstart hinlegen musste, um anschließend mit ca. 130 Sachen gegen einen Benz zu donnern, der gerade aus einer Tiefgarage in die Straße einbog (ja ja Benz, wieso schaut er nicht, aber wieso fährt der Motorradfahrer mit 130 Sachen durch die Stadt?). Das der Kumpel tot ist, muss ich wohl nicht erzählen. Letztens hat es einen Freund erwischt: Yamaha Harley Imitat versus Leitplanke -> Jetzt bekommt er mit 31 Invalidenrente und ist halb querschnittsgelämt. Und da währe der Nachbarsson, der es fertig brachte, im Überholverbot als Fliegendreck an einem entgegenkommenden LKW zu enden. Motorradfahren ist nun mal sehr riskant, auch ich habe Lust dazu, aber meiner Selbstkontrolle bin ich mir nicht sicher: Weil, wenn es rummst, ist es immer GRAVIEREND.
Machienchen jenseits 100 PS und jenseits 200 Km/h sind für die öffentlichen Straßen nicht geeignet. Diese sind teilweise so schwer und schnell wie Geschosse, das im Falle eines Falles sogar die Autofahrer nicht mehr sicher sind.
peterhamburg (20.05.2008, 10:53 Uhr)
@ BreadMan:

BreadMan, Du schreibst schlau und differenziert, hast in vielen Punkten recht. Doch: Wo beginnt die Bevormundung? Wo endet die Freiheit?
Wieviel PS reichen für ein Motorrad?
Wieviel PS reichen für ein Auto?
Wie lang darf ein Küchenmesser sein?
Wieso dürfen Menschen rauchen?
Wieso ist Alkohol erlaubt?
Warum gibt es keine Helmpflicht auf Fahrrädern?
Ist Duschen nicht gefährlicher als Baden?
Bitte, nenne mir die Grenze. Motorradfahren ist natürlich gefährlicher als Autofahren. Verbieten wir deshalb Motorräder? Und Fahrräder, Rollschuhe und Bollerwagen gleich mit?
Die Gefahr des Motorrades ist auch schon mit 27 PS gegeben, da braucht man nicht die reißerischen 200 PS vom Stern-Schreiberling. Mit 27 PS hälst Du bis 100 km/h mit einem 911er mit. Also? Motorrad verbieten? 911er auch gleich?
Willst Du wirklich in so einer Gesellschaft leben? Übergewicht, Rauchen, Trinken, zu wenig Sport - auch damit belasten einzelne (viele!) Mitbürger die Gesellschaft bewusst. Was wird da gemacht?
BreadMan (20.05.2008, 09:31 Uhr)
@Reynard
Falsch - es nicht ihr Problem. Es bleibt ein gesellschaftliches Problem. Es ist zwar Ihr Hintern, der im Krematorium endet, aber es sind öffentliche Gebühren, die für ihre Rettung aufgewendet werden müssen, zumindest deren Versuch. Es sind Versicherungsleistungen fällig, ein Straßenbaum kostet Geld, es gibt Angehörige, es gibt Feuerwehrleute und Polizisten, die den Matsch, wo früher ein Kopf war, aus dem Helm schaben müssen. Und das ist beim besten Willen nicht angenehm, nicht mal dann, wenn man sich sagen kann: Er / Sie war selber schuld. Allein den Geruch wird man einige Tage nicht los. Es ist also beim besten Willen nicht nur ihr Problem, es ist ihres als Leiche sogar nur am Rande. Denn der Rest darf für Ihren Unfug und Verantwortungslosigkeit büßen, der Tote hat den leichtesten Job dabei. Der Mensch, der physisch und psychisch in der Lage ist, ein 300PS Motorrad zu beherrschen, ist noch nicht geboren und dürfte wohl nur unter Einsatz von Gentechnik herstellbar sein. Lediglich die eigene Vernunft steht zwischen Katastrophe und Nichtkatastrophe, wobei mir persönlich das erheblich zu wenig ist. Ich fände z.B. ein amtliches Kennzeichen am Motorrad VORN sehr angebracht, um effektive Geschwinidigkeitsüberwachung möglich zu machen - zu Lasten aller Vk-Teilnehmer. Aber das geht ja wegen der Optik nicht, wenn schon mein lieber Kollege über sein "Kuchenblech" (Kennzeichen) hinten wettert, das die Aerodynamik stört. Würde sich jeder an die StVO halten, wenigstens im Großen und Ganzen, gäbe es all diese Probleme nicht. Was die Motorradfahrer angeht, sei gesagt: Nur getroffene Hunde bellen. Ich persönlich habe keinen Motorradführerschein und das liegt daran, dass ich weiß, dass ich wohl zu denen gehören würde, die sich vom Fahrgefühl, der Freiheit und dem Wind verleiten lassen. Und das, wo ich mich tatsächlich als völlig entspannten, ruhigen Autofahrer sehe. Denkt mal drüber nach, statt aufeinander einzudreschen, mal vor der eigenen Türe zu kehren. Wer heizen will, soll zum Sachsenring, Nürburgring oder sonstwo fahren. Die Landstraße und Autobahn dient nicht dem Sport sondern dem Verkehr, so sollte man sich dort auch benehmen. Ungeachtet, ob nun Motorrad, Auto oder LKW.
Reynard (20.05.2008, 08:00 Uhr)
Verdammtes Pampersdenken !
Es ist in erster Linie mein Risiko. Ich brauche weder Staat noch Polizei, um mich zu schützen. Will ich das Risiko gehen, ist das mein Ding und geht niemanden etwas an.
Es ist ein Irrtum, das der Gesetzgeber jedem vor allem schützen muß und dazu alles und jedes verbietet. Mir war 1980 selbst die Helmpflicht schon zu viel, Terror des Staates gegen den Bürger.
Reynard (Hayabusa mit Turbo und 300 PS)
peterhamburg (19.05.2008, 20:00 Uhr)
Ich fasse mal schnell zusammen...

Hier die Management Summary für alle neu hinzukommenden Leser:
1.) Es gibt viele hirnlose Motorradfahrer
2.) Es gibt viele hirnlose Autofahrer
3.) Es gibt viele hirnlose Kommentar-Schreiber
4.) Es gibt zumindest einen hirnlosen Stern.de-Journalisten
Habe ich jemanden vergessen?
AlteMoehre (19.05.2008, 17:17 Uhr)
logisch...
die moppedfahrer von heute sind alte säcke mit motorleistungen, die alterstypische potenzverluste kompensieren sollen. schon klar.
die jungen sind nicht mehr auf'n bock zu bekommen weil handy usw. hipper sind und der führerschein incl. 1200er kuh viel zu teuer ist. ganz logisch.
motorradfahren als solches ist ein sinnloses sprit-abfackeln bei schönem wetter zu lasten der krankenkassen.
glauben sie mir: es gibt noch echte motorradfahrer, ganzjahresfahrer mit korrekter kleidung, verantwortungsbewußte, die alljährlich ihr sicherheitstraining absolvieren, zum heizen auf den kringel fahren - solche, denen bei der lektüre dieses klischeebeladenen artikels die mahlzeiten der letzten tage hochkommen.
natürlich gibt es immer und überall deppen - sie ausschließlich auf seiten der biker zu suchen wirkt nicht so wahnsinnig professionell.
sorry, ich lese den STERN wirklich gerne. bei diesem artikel fand ich die recherche schon recht einseitig.
Mystifix (19.05.2008, 14:21 Uhr)
Naund?
Ich fahre selber seit Jahren eine Chopper (20000 km/Jahr) bei absolut jedem Wetter. Wenn andere meinen, sie müssten bei Sonnenschein, ihre fahrerische Inkompetenz beweisen (da das Maschinchen ja bei Regen und Schnee immer schön in der Garage steht), ist mir das egal!
Was mir nicht egal ist: Wenn man für jede meschliche Dummheit, ein neues Gesetz/Regel erschaffen zu müssen. WIR HABEN VIEL ZU VIELE REGELN/GESETZE! Menschen haben (oder sollten haben) ein Gehirn, das sie benutzen können. Das funktioniert ganz ohne ein Regelbuch... (Wer sich selber mit ner 200 PS Maschine abschiesst, fällt halt einfach unter natürliche Auslese...!)
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