Smartphone-Diebstahl:
Was tun, wenn das iPhone weg ist?
Smartphones sind nicht nur teuer, in ihnen steckt häufig auch das gesamte digitale Leben ihres Besitzer. Gehen sie verloren, ist die Katastrophe groß. Was man tun kann, wenn das Superhandy in die falschen Hände gerät.
Wem ein Smartphone abhanden kommt, hat oft noch mehr Ärger als beim Verlust oder Diebstahl eines herkömmlichen Handys. Der Dieb oder Finder erhält Zugang zu sozialen Netzwerken, zu Bank- und E-Mail-Konten und zu privaten oder geschäftlichen Daten. Doch wer mit Schutz-Programmen und Sperren vorsorgt, kann den Datenverlust vermeiden und Fremdzugriff verhindern.
Wer sein Smartphone nicht mehr findet, sollte immer zunächst versuchen, es anzurufen. Bleibt der Anruf erfolglos, sollte der nächste Schritt die sofortige Sperrung der Sim-Karte sein, damit Finder oder Dieb nicht mit dem Smartphone telefonieren können und die nächste Telefonrechnung zur bösen Überraschung wird. Die Sperrung kann über das Online-Kundenportal oder über bestimmte Service-Rufnummern des jeweiligen Mobilfunkanbieters erfolgen, die auf den Internetseiten oder in den Vertragsunterlagen zu finden sind. Bei einem Anruf empfiehlt es sich, gleich eine neue Sim-Karte zu bestellen.
Um im Falle eines Diebstahls Anzeige erstatten zu können, benötigt die Polizei die Seriennummer des Handys. Damit lässt sich das Gerät einwandfrei identifizieren, falls es im Zuge der Ermittlungen wieder auftaucht oder im Fundbüro abgegeben wird. Die 15-stellige sogenannte IMEI-Nummer ist auf dem Typenschild des Handys zu finden, meist unter dem Akku, oder auf dem Lieferkarton. Beim Eintippen der Tastenkombination *#06# erscheint die IMEI auch im Display des Mobiltelefons.
Hierfür gibt es je nach Anbieter spezielle Schutz-Programme, die zum Teil kostenpflichtig sind. Sie können das Handy per GPS lokalisieren sowie den Zugriff sperren und die Daten verschlüsseln. Bei manchen Handy-Betriebssystemen sind ähnliche Funktionen bereits vorhanden, die noch aktiviert werden müssen. Einige Programme informieren den rechtmäßigen Besitzer per Email, sobald im gestohlenen Telefon die Sim-Karte ausgetauscht wird, und er erfährt die neue Rufnummer und den Standort des Smartphones. Für das iPhone beispielsweise bietet Apples kostenpflichtiger Synchronisationsdienst MobileMe sowohl die Möglichkeit, das Gerät zu suchen, als auch aus der Ferne zu löschen und unbrauchbar zu machen. Ein solches Programm für Android-Telefone und Nokias Symbian-Betriebssystem ist zum Beispiel "Theft Aware", es kostet einmalig knapp zehn Euro.
Geheimnummern schützen besonders im Falle eines Diebstahls vor einem Fremdzugriff auf ihr Handy. Der Pin-Code, der beim Einschalten des Mobiltelefons eingegeben werden muss, ist dabei nur eine Möglichkeit. Smartphone-Besitzer sollten sich überlegen, eine automatische Tastensperre mit Geheimnummernfunktion zu aktivieren. Häufig haben Handys eine Funktion, die das Telefon auch verriegelt, sobald eine fremde Sim-Karte eingelegt wurde. Diese muss aber meist vorher aktiviert werden.
Damit beim Verlust des Handys nicht alle Adressen, Fotos, Dokumente und E-Mails auf dem Gerät verloren sind, sollten die Daten regelmäßig außerhalb des Smartphones gesichert werden. Dafür gibt es spezielle Programme, die meist mit dem Handy mitgeliefert werden. Mit der Software lassen sich die persönlichen Daten vom Handy auf den Computer überspielen. Mittlerweile gibt es auch einige Online-Dienste, bei denen die Sicherheitskopie der Daten in einer Internet-Datenbank gespeichert wird.
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