Abnehmen heißt: weniger essen. Das denken viele - und scheitern. Denn dünner werden Sie nur, wenn Sie sich gleichzeitig auch bewegen. Es muss kein Schweiß-und Tränen-Sport sein. Tanzen, Wandern oder Schwimmen können schon ausreichen.

Ausdauersportarten wie Laufen, Radfahren oder Schwimmen sind die effektivsten Kilo-Killer© Colourbox
In den Köpfen vieler
Wenn dann tatsächlich die Pfunde schwinden, ist der Erfolg meist nur von kurzer Dauer: Spätestens nach wenigen Monaten schleppen sie die ungeliebten Begleiter wieder mit sich herum. Frustriert steigen sie von der Waage und starten den nächsten Versuch, diesmal mit Kartoffeln oder Reis - bis sie wieder scheitern.
Der Misserfolg ist oft absehbar, weil die Abnehmwilligen nach der Formel "Ernährung ändern = weniger Gewicht" rechnen. Und sich dabei verkalkulieren. Denn in dieser Gleichung fehlt das entscheidende Element: die Bewegung. Tatsächlich hängt der Erfolg einer Diät zu 50 bis 70 Prozent von der Bewegung ab, und nur zu 30 bis 50 Prozent von der Ernährung.
Das wissen die wenigsten. Denn zum einen spielt in vielen halbseidenen Blitzdiäten Sport überhaupt keine Rolle. Zum anderen fehlt zahlreichen Betroffenen eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen: das Bewusstsein, dass sie aktiv etwas tun müssen, um ihre Situation zu ändern. Und das heißt: sich aufraffen und Sport treiben, denn Abwarten verbrennt keine Kalorien.
Die Folgen der Trägheit lassen sich an den Zahlen des Robert-Koch-Instituts ablesen: Rund 55 Prozent der Frauen und sogar 68 Prozent der Männer in Deutschland sind zu dick. Die Statistik belegt auch, dass das Problem mit dem Alter wächst. Gleichzeitig lässt die Lust an der Bewegung kontinuierlich nach. Je älter die Menschen werden, um so weniger Sport treiben sie.
Wer auf eine Diät ohne Sport setzt und womöglich einfach nur noch die Hälfte isst, nimmt zwar auch ab, verliert das Gewicht jedoch an den falschen Stellen. Denn statt Fett baut der Körper zunächst Muskeln ab - ausgerechnet die Fettkiller Nummer eins im Organismus.
Bewegung erfordert Energie. Die holt sich der Körper aus seinen Zucker - und Fett speichern. Durch regelmäßigen Sport lernt der Organismus, auf seine Depots zurückzugreifen und sie abzubauen. Gleichzeitig bauen sich neue Muskelfasern auf - so organisiert sich der Körper allmählich um.
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