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Schwangere sollten nicht in Ausbruchsgebiete reisen

In Lateinamerika grasiert das Zika-Virus, das bei ungeborenen Kindern zu Fehlbildungen führen könnte. Deutsche Behörden raten Schwangeren deshalb von einer Reise in die Ausbruchsgebiete ab.

  Ein Stich mit Folgen: Das Zika-Virus wird durch Stechmücken übertragen.

Ein Stich mit Folgen: Das Zika-Virus wird durch Stechmücken übertragen.

Wegen der grassierenden Zika-Viren raten auch deutsche Experten Schwangeren vor Reisen in die betroffenen Länder Lateinamerikas ab. Die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin (DTG) und das Auswärtige Amt empfehlen, Reisen in die Ausbruchsgebiete "möglichst zu vermeiden". Sollten Reisen unvermeidlich sein, müssten sich Schwangere konsequent vor Mückenstichen schützen.

Auf die DTG-Empfehlung verwies das Berliner Robert Koch-Institut (RKI) jüngst im seinem Bulletin. Da es für Reisehinweise selbst nicht zuständig ist, empfiehlt das Institut Schwangeren, sich vor einer Reise medizinisch beraten zu lassen. Wenn sie bereits in betroffenen Gebieten unterwegs gewesen seien, sollten sie ihren Frauenarzt bei der Vorsorgeuntersuchung darauf hinweisen.

Gefahr für Ungeborene

Zika-Infektionen verlaufen bei Erwachsenen in der Regel relativ harmlos, mit leichtem Fieber und Hautausschlag. Für Embryos im Mutterleib scheint das Virus dagegen gefährlich zu sein. Experten nehmen an, dass der von Mücken übertragene Erreger bei Neugeborenen zu Schädelfehlbildungen führen könnte. Geistige Behinderungen sind die Folge. Zuletzt wurden Fälle von Zika-Infektionen aus mehreren Ländern und Regionen Mittel- und Südamerikas gemeldet, darunter Brasilien, Kolumbien und Mexiko.

ikr/DPA
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