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+++ Nachrichten im Überblick +++: US-Studie: Zika-Virus kann auch Gehirne Erwachsener angreifen

Zika-Virus nicht nur schädlich für Ungeborere +++ Wöchentliche Feuerpausen in Aleppo +++ Störungen im Telekom-Netz +++ Tödliches Unglück am Montblanc +++ Die Nachrichten des Tages im Überblick.

Das Zika-Virus ist vor allem in Südamerika vebreitet

Das Zika-Virus ist vor allem in Südamerika vebreitet - die Gelbfiebermücke überträgt es.

 Die Nachrichten des Tages im Überblick:

+++ 19:56 Uhr: Zika-Virus kann laut US-Studie auch Gehirne Erwachsener angreifen +++

Das Zika-Virus kann sich nicht nur schädlich auf Ungeborene, sondern auch auf das Gehirn von Erwachsenen auswirken. Das geht aus einer am Donnerstag in der US-Fachzeitschrift "Cell Stem Cell" veröffentlichten Studie hervor, die sich auf Experimente an Mäusen stützt. Demnach können erwachsene Zellen, die für Lernen und Erinnerung zuständig sind, durch das Virus zerstört werden. Bisher war vor allem bekannt, dass das Virus bei Babys zu Mikrozephalie führen kann.

+++ 19.12 Uhr: US-Justizministerium will von privaten Gefängnissen abrücken +++

Die US-Regierung will von privat betriebenen Gefängnissen abrücken. Das geht aus einem Schreiben der stellvertretenden Justizministerin Sally Yates an die Gefängnisbehörde hervor, das der "Washington Post" vorliegt. Die USA waren schon in den 1980er Jahren weltweit Vorreiter bei der Privatisierung von Haftanstalten. Die privaten Gefängnisse würden nicht die gleichen Ergebnisse bei der Resozialisierung wie staatlich geführte Anstalten erzielen. Außerdem seien sie kaum kostensparender, vor allem aber nicht so sicher, heißt es in dem Schreiben des Ministeriums.

+++ 18.55 Uhr: Millionenstrafe gegen Harley Davidson +++

Die US-Justiz zieht den Motorradhersteller Harley-Davidson wegen Abgas-Betrugs zur Rechenschaft. Gegen das Unternehmen sei eine Strafe von 12 Millionen US-Dollar (10,6 Mio Euro) verhängt worden, teilte das Justizministerium am Donnerstag in Washington mit. Zusätzlich solle Harley-Davidson drei Millionen Dollar für Projekte gegen Luftverschmutzung zahlen. Dem Hersteller der in der Biker-Szene beliebten und als Kultobjekte gehandelten Harley-Motorräder wird vorgeworfen, seit 2008 etwa 340 000 Motor-Tuner verkauft zu haben, die zu erhöhtem Schadstoffausstoß führen und gegen die Luftreinhaltegesetze verstoßen. 

+++ 18.50 Uhr: Slowakei: Regierung fördert Bären-sichere Mülltonne +++

Neue Bären-sichere Müllcontainer sollen die Tiere in der Slowakei von der Nahrungssuche in Wohngebieten abhalten. Umweltminister László Solymos habe dafür bei einem Besuch im Tatra-Nationalpark anderthalb Millionen Euro an Fördermitteln zugesagt, berichtete der Nachrichtensender TA3 am Donnerstag. "Es ist keine Lösung, einzelne Tiere abzuschießen, bevor nicht alles versucht wurde, sie von ihren Streifzügen abzuhalten", so der Politiker. Ein sogenannter Problembär wurde dieses Jahr abgeschossen. In der Slowakei leben nach Schätzungen insgesamt 600 bis 900 Braunbären.

+++ 18.32 Uhr: Schusswechsel mit SEK: Mann bei missglückter Festnahme getötet +++

Bei einer versuchten Festnahme durch die Polizei ist in Dortmund ein 53 Jahre alter Mann erschossen worden.
Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) lieferte sich am Donnerstag einen Schusswechsel mit dem als gewalttätig geltenden Mann. Nach bisherigen Erkenntnissen habe der Mann zuerst geschossen, sagte Staatsanwältin Sandra Lücke. Es spreche einiges dafür, dass er anschließend durch die Schüsse der Polizisten gestorben sei. Gewissheit werde von der Obduktion der Leiche am Freitag erwartet. Auch ein Polizist war bei der Schießerei leicht verletzt worden.

Der mutmaßliche Zuhälter sollte mit einem von der Staatsanwaltschaft Kleve erwirkten Haftbefehl festgenommen werden. Gegen den Mann wurde wegen Zuhälterei, gewerbsmäßigen Betrugs und weiterer Delikte ermittelt. Zudem soll er Geld einer Prostituierten unterschlagen haben. Als die Polizisten die Tür zu seiner Wohnung in einem Mehrfamilienhaus gewaltsam öffneten, habe der 53-Jährige in Richtung des SEK geschossen. Daraufhin habe sich ein Schusswechsel entwickelt, bei dem der 53-Jährige noch in der Wohnung starb.

+++ 17.48 Uhr: "Abrafaxe"-Schöpfer Lothar Dräger gestorben +++

Lothar Dräger, Schöpfer der Comic-Helden "Abrafaxe in der Zeitschrift "Mosaik", ist tot. Er starb am 9. Juli im Alter von 89 Jahren in Potsdam, wie der Mosaik Steinchen für Steinchen Verlag am Donnerstag in Berlin mitteilte. Dräger, ausgebildeter Opernsänger, arbeitete zunächst als Text- und Ideenmitarbeiter beim "Mosaik". Von 1976 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1990 war er künstlerische Leiter. Mit seiner klassischen Bildung und seinem enzyklopädischen Wissen, gepaart mit urwüchsigem Humor, habe Dräger seit den 50er Jahren das Bild des Comics entscheidend mitgeprägt, erklärte der Verlag.

+++ 16.34 Uhr: Moskau zu wöchentlicher 48-stündiger Feuerpause in Aleppo bereit +++

Russland hat sich angesichts der humanitären Krise in Aleppo zu einer wöchentlichen 48 Stunden langen Feuerpause in der nordsyrischen Stadt bereit erklärt. Die Feuerpause solle ab nächster Woche gelten und Hilfslieferungen ermöglichen, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Die Regierung in Moskau geht damit auf eine entsprechende Forderung der Uno angesichts der intensivierten Kämpfe in Aleppo ein. Sie hatte am Dienstag vergangener Woche von den Konfliktparteien in Aleppo "wöchentliche 48-stündige humanitäre Pausen" verlangt, um die zahlreichen hilfsbedürftigen Menschen in Aleppo mit Nahrungsmitteln und Medikamenten zu versorgen.

Aleppo ist geteilt zwischen Regierungstruppen auf der einen Seite und Rebellen sowie mit ihnen verbündeten Dschihadisten auf der anderen Seite. In Erwartung der entscheidenden Schlacht um die einstige syrische Wirtschaftsmetropole haben die Konfliktparteien weitere Kämpfer und Waffen in der Großstadt zusammengezogen. Zahlreiche Zivilisten sind in Aleppo eingekesselt.

+++ 14.59 Uhr: Bundesweite Störungen bei der Telekom +++

Im Netz der Telekom ist es seit dem Morgen offenbar zu erheblichen Einschränkungen gekommen. Zahlreiche Telekom-Nutzer meldeten auf dem Portal allestörungen.de Zugangsprobleme zum Internet. "Unsere Techniker sind informiert und arbeiten bereits an einer Lösung. Ein Störungsende ist uns im Moment noch nicht bekannt", schrieb die Telekom auf ihrer Internetseite.

+++ 13.38 Uhr: Kugelblitz tötet Jungen in russischer Jurte +++

Ein seltener Kugelblitz hat im hohen Norden Russlands einen siebenjährigen Jungen in einer Jurte getötet. Der Unglücksfall ereignete sich nach Behördenangaben auf der Jamal-Halbinsel nördlich des Polarkreises. Der leuchtende Blitz sei in die Hütte gerollt, wo ein Hund nach ihm geschnappt habe. Beim Kontakt mit dem Kugelblitz kamen der Junge und der Hund ums Leben, zwei Mädchen erlitten Verbrennungen. Das teilten die Behörden in der Gebietshauptstadt Salechard der Agentur Interfax zufolge mit.

In der Tundra der Jamal-Halbinsel leben viele halbnomadische Rentierhalter vom Volk der Nenzen. Das Naturphänomen der Kugelblitze wird immer wieder beobachtet und beschrieben. Es gibt in der Wissenschaft aber kaum gesicherte Erkenntnisse darüber, wie sie entstehen. 

+++ 13.04 Uhr: ICE wegen verdächtigen Koffers gestoppt +++

Wegen eines vergessenen Koffers ist am Mittwochabend ein ICE in Fulda gestoppt worden. Beim Halt des Zuges auf dem Weg von Berlin nach Basel wurde der betroffene Waggon aus Sicherheitsgründen geräumt. Zwölf Menschen mussten ihre Plätze verlassen. Das verdächtige Gepäckstück wurde von Spezialisten untersucht. Von dem Koffer ging aber keine Gefahr aus, wie die Bundespolizei berichtete. Der Zug konnte um wenige Minuten verspätet weiterfahren.

+++ 12.55 Uhr: Buschfeuer in Kalifornien weiten sich aus +++

Die Buschfeuer in Südkalifornien breiten sich weiter aus. Mehr als 10.000 Hektar des Gebietes im Bezirk San Bernardino wurden laut einem Bericht der "Los Angeles Times" bis zum Mittwochabend von den Bränden zerstört. Nur vier Prozent der Feuersbrunst waren unter Kontrolle, berichtete die Zeitung unter Berufung auf die örtliche Forstbehörde. Demnach nährten sich die Feuer durch starke Winde, trockenes Gehölz und Temperaturen um die 40 Grad. Mehr als 80.000 Menschen mussten bislang in Sicherheit gebracht werden. Rund 34 500 Häuser und Wohnungen wurden evakuiert. Die 1800 Meter hoch gelegene Ortschaft Wrightwood musste komplett geräumt werden.

+++ 11.25 Uhr: Ire auf Mallorca erschossen +++

Auf der spanischen Urlauberinsel Mallorca ist ein Ire mitten auf der Straße erschossen worden. Der Mann sei am Mittwochabend in Costa de la Calma, rund 20 Kilometer südöstlich von Palma de Mallorca, von Schüssen in den Rücken getroffen worden und wenig später seinen Verletzungen erlegen, sagte eine Polizeisprecherin. Der Täter konnte demnach unerkannt flüchten. Er habe gezielt auf sein Opfer geschossen, sagte die Sprecherin.

Das Motiv für die Tat war zunächst unklar. Berichten der Lokalpresse zufolge könnte der Ire irrtümlich Opfer eines Vergeltungsakts geworden sein. Der Täter habe ihn möglicherweise verwechselt.

+++ 11.01 Uhr: Drei Tote am Montblanc +++

Ein deutscher Bergführer und zwei Frauen sind bei einem Unglück im Montblanc-Massiv in den französischen Alpen ums Leben gekommen. Die mit Seilen verbundenen Bergsteiger wurden nach Angaben der Behörden am Mont Maudit mitgerissen, als Blöcke aus Gletschereis abstürzten - diese Eistürme sind als Séracs bekannt. Die beiden Kundinnen des Bergführers waren eine Slowakin und eine Frau mit britischer und polnischer Staatsbürgerschaft, wie eine Sprecherin der Präfektur des Verwaltungsbezirks Haute-Savoie sagte. Das Unglück ereignete sich bereits am Mittwoch, die Hochgebirgs-Gendarmerie soll nun die Umstände klären. 

+++ 10.24 Uhr: Studie: Hamburg zählt zu zehn lebenswertesten Städten der Welt +++

Hamburg zählt nach einer neuen Studie zu den zehn Städten mit der höchsten Lebensqualität weltweit. Wie das Londoner Institut Economist Intelligence Unit mitteilte, rückte die Hansestadt auf Platz 10 der 140 untersuchten Städte. Die australische Metropole Sydney fiel auf Platz 11. Hintergrund sei die gefühlte Bedrohung durch Terrorismus. Dieser Faktor hielt auch Berlin und Frankfurt außerhalb der Spitzengruppe. Die lebenswerteste Stadt bleibt der Untersuchung zufolge die australische Stadt Melbourne, knapp vor der österreichischen Hauptstadt Wien und der westkanadischen Stadt Vancouver. 

+++ 8.52 Uhr: Innenminister Jäger kritisiert Verbot der Vollverschleierung scharf +++

Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger hat das in der Union diskutierte Verbot der Vollverschleierung scharf kritisiert. "Ein Burka-Verbot bringt nicht mehr Sicherheit, sondern ist nur den Wahlkämpfen in einigen Bundesländern geschuldet," sagte Jäger im Bayerischen Rundfunk. Wer Burkas verbiete, der müsse auch verbieten, "dass sich Menschen als Nikolaus verkleiden".

Jäger stellte klar, er persönlich lehne die Burka ab. Sie sei "ein Zeichen mangelnder Integration", aber kein Zeichen mangelnder Sicherheit.   Aus dem Kreis der Landesinnenminister von CDU/CSU war im Zuge der Debatte um eine Stärkung der inneren Sicherheit die Forderung nach einem Verbot der Vollverschleierung laut geworden. 

+++ 7.41 Uhr: Polizist verfolgt Flüchtigen auf Kinderrad +++

In Bayern haben sich ein Polizist und ein 27-Jähriger eine ungewöhnliche Verfolgungsjagd geliefert. Wie die Polizei berichtet, war der Motorradfahrer in Bamberg vor einer Verkehrskontrolle geflohen. An einer Kleingartenkolonie stellte der Mann sein Motorrad ab und rannte zu Fuß weiter. Die Polizisten kamen mit ihrem Einsatzwagen nicht weiter - also schnappte einer von ihnen sich kurzerhand ein nicht abgeschlossenes Kinderrad und verfolgte den Flüchtenden. Kurz darauf konnte dieser gestellt werden. Die Beamten fanden Rauschgift im Rucksack des 27-Jährigen. Er hatte außerdem keinen Führerschein und stand unter Alkohol- und Drogeneinfluss, heißt es.

+++ 6.33 Uhr: Kinderporno-Prozess gegen Magier Jan Rouven erneut verschoben +++

Der Prozess gegen den deutschen Magier Jan Rouven, der sich den USA wegen Besitzes von Kinderpornografie verantworten muss, ist zum vierten Mal verschoben worden. Das Verfahren in Las Vegas soll nun erst am 17. Oktober beginnen. Dies teilte eine Gerichtssprecherin mit.

Der zunächst für Anfang Juni angesetzte Prozessauftakt sollte nach mehreren Verschiebungen eigentlich am kommenden Montag (22. August) stattfinden. Aus Gerichtsdokumenten geht hervor, dass die Verteidiger mehr Zeit benötigen, um neues Beweismaterial zu sichten.

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+++ 6.23 Uhr: Staatsschutz ermittelt nach Durchsuchung in Brandenburg +++

Nach einem SEK-Einsatz in einer Wohnung in Brandenburg hat der Polizeiliche Staatsschutz die weiteren Ermittlungen übernommen. Bei der Durchsuchung war in Eisenhüttenstadt ein 27-Jähriger wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz festgenommen worden. Die Fahnder fanden allerdings nach Angaben des Innenministeriums "lediglich geringe Mengen pyrotechnischer Erzeugnisse". Gleichzeitig hieß es in einer Mitteilung: "Es gibt aber auch Hinweise auf eine mögliche Nähe zum Islamischen Staat."

Vor diesem Hintergrund hat der Staatsschutz die weiteren Ermittlungen gegen den Deutschen ohne Migrationshintergrund übernommen. Bei dem 27-Jährigen stießen die Ermittler auf Material, das den IS verherrlicht. "Die Beamten fanden: 7 Poster mit ISIS-Symbolen, eine Softair-Kalaschnikow, Tarnanzug, Schutzweste, Gasmaske, 37 teils verbotene Knallkörper mit Schwarzpulver und Cannabis", sagte Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke der "Bild"-Zeitung. Im Sender RBB ergänzte Mörke, der Verdächtige habe im Internet Fotos gepostet, auf denen er vermummt und im Tarnanzug mit der Softair-Kalaschnikow und mit arabischen Zeichen posiert. Konkrete Verbindungen zum IS seien aber nicht gefunden worden. 

+++ 6.17 Uhr: Zahl der Todesofper in Louisiana steigt auf 13 +++

Seit Tagen hat der südliche US-Staat Louisiana mit schweren Überschwemmungen zu kämpfen. Die Zahl der Todesopfer ist laut dem US-Senders ABC mittlerweile auf 13 gestiegen. Mehr als 30.000 Menschen und 1000 Haustiere wurden nach Behördenangaben bislang aus überfluteten Häusern und Fahrzeugen gerettet, seit heftiger Regen am Freitag einsetzte. Zehntausende Menschen sind ohne Strom. Tausende mussten in Notunterkünften übernachten.


+++ 6.15 Uhr: Mindestens drei Tote bei Bombenanschlag in Südost-Türkei +++

Bei der Explosion einer Autobombe im Südosten der Türkei sind drei Menschen getötet und 40 weitere verletzt worden. Der Anschlag habe einem Polizeihauptquartier im Zentrum der Stadt Van gegolten, zitierte die Nachrichtenagentur Anadolu Vertreter der Regionalregierung. Als Urheber beschuldigten sie eine "regionale Terrorgruppe"; mit diesem Begriff wird in der Regel die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) bezeichnet.

Die drei Getöteten waren den Angaben zufolge Zivilisten; unter den 40 Verwundeten seien zwei Polizeibeamte. Auch der mutmaßliche Täter sei verletzt worden, er sei festgenommen worden und werde verhört.

kis / DPA / AFP