27. März 2013, 12:00 Uhr

Quentin, der Große

Dass Quentin Tarantino einmal seinen 50. Geburtstag feiern würde, hat der Kultregisseur wahrscheinlich selbst nicht für möglich gehalten. Eine Rückschau auf das Werk des professionellen wilden Jungen. Von Sophie Albers

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Quentin Tarantino feierte mit "Pulp Fiction" seinen großen Durchbruch. Bei den Filmfestspielen in Cannes gab die Goldene Palme, und den Oscar für das beste Drehbuch obendrauf. Fast 20 Jahre ist das her, in denen Tarantino seine ganz eigene Marke in Hollywood und der ganzen Welt geworden ist. Und nicht nur das: Tarantino hat damals den Anfang des Nerd-Trend gesetzt. Plötzlich war es cool, ganz genau Bescheid zu wissen, schlau zu sein, seine Nächte mit Comics und Filmen zu verbringen. Denn so hatte Tarantino angefangen, nachdem er mit 15 die Schule abbrach: in einem Video-Laden. "Wenn Leute mich fragen, ob ich auf der Filmschule war, antworte ich 'Nein, ich war im Kino'".

Die comichafte Gewalt, die schwallige Eloquenz seiner Figuren und popkulturelle Referenzen bis zum Anschlag gehören zu seinen Markenzeichen, die wortwörtlich Schule gemacht haben. Nun wird der Herr des "Tarantinoesken", Hollywoods professioneller wilder Junge, allen Ernstes 50 Jahre alt. "Ich sage ja nicht, dass ich nicht heiraten und Kinder haben will, bevor ich 60 bin. Aber ich habe mich entschieden, diesen Weg allein zu gehen, denn es ist meine Zeit, um Filme zu machen".

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