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25. August 2007, 11:09 Uhr

Griechenland ruft Notstand aus

Die Waldbrände in Griechenland sind völlig außer Kontrolle geraten. Der Ministerpräsindet hat inzwischen den Notstand ausgerufen. Mehr als 170 Brände wüten, zumeist im Süden des Landes. Dutzende Menschen starben in den Flammen. Die Rettungskräften bargen aus Autos und Häusern die verkohlten Leichen von Brandopfern, die nicht rechtzeitig fliehen konnten.

Die Waldbrände in Griechenland zerstören ganze Landstriche© EPA/ORESTIS PANAGIOTOU

Angesichts der unkontrolliert wütenden Feuerstürme hat der griechische Ministerpräsident Konstantinos Karamanlis den landesweiten Notstand ausgerufen. Der Notstand gelte in allen Regionen, um "dieses Böse zu stoppen und sobald wie möglich mit der Reparatur der Schäden beginnen zu können", sagte der Regierungschef in einer Fernsehansprache.

Das Waldbrand-Inferno hat bis Samstag mindestens 44 Menschen das Leben gekostet. Die meisten Opfer - mindestens 38 - waren auf dem westlichen Peloponnes bei der Ortschaft Zacharo zu beklagen, wie die Feuerwehr mitteilte. Bei brütender Hitze wüteten die Feuer den zweiten Tag in Folge unkontrolliert weiter. Windböen fachten die Flammen immer wieder an. Die Polizei vermutete in einigen Fällen Brandstiftung.

Eingeschlossene Dörfer

Feuerwehrtrupps durchsuchten am Morgen ausgebrannte Häuser in den Dörfern um Zacharo. In dem Dorf Makistos wurden zehn Leichen gefunden, darunter vermutlich eine Mutter mit ihren vier Kindern. Es wurde befürchtet, dass die Zahl der Toten noch weiter steigt, wenn die Feuerwehrtrupps in der Nacht von den Flammen eingeschlossene Dörfer erreichen. Über dem Parlament und anderen Regierungsgebäuden in Athen wehten die Flaggen auf Halbmast.

Ministerpräsident Konstantinos Karamanlis rief einen Tag der nationalen Trauer aus. "Ich möchte meine tiefe Trauer über die verlorenen Leben ausdrücken", sagte der Regierungschef nach dem Besuch betroffener Gegenden. "Wir kämpfen an vielen Fronten und unter besonders harten Bedingungen." Der Vorsitzende der oppositionellen Sozialisten, Georgios Papandreou, beschrieb "Szenen biblischer Zerstörung". Die Regierung ersuchte die EU um jede erdenkliche Hilfe. Die Zeitung "Ta Nea" erschien mit der Schlagzeile: "Feuer-Albtraum ohne Ende." Brandstiftung vermutet Nach Einbruch der Dunkelheit brachen mindestens 25 neue Feuer aus, die Zahl der Brände stieg damit nach Angaben eines Feuerwehrsprechers landesweit auf mehr als 170. Die Behörden prüften, ob in einigen Fällen Brandstiftung vorlag. Heißer Wind mit Sturmböen verhinderte zeitweilig den Einsatz von Löschflugzeugen. Der starke Wind sollte nach Vorhersagen von Meteorologen bis zum Samstagabend anhalten. Auch in einem Park in der Hauptstadt Athen brach in der Nacht ein großes Feuer aus. Betroffen war das wohlhabende Viertel Filothei, einige Kilometer nördlich der Innenstadt. Zehn bis zwölf Löschzüge brachten die Flammen innerhalb von zwei Stunden unter Kontrolle. Auch dort vermutete die Polizei Brandstiftung. Die Flammen näherten sich der Hauptstadt auch von Osten her. Die Behörden schlossen vorsorglich eine Schnellstraße auf den Berg Ymittos und setzten vier Löschflugzeuge ein. Über der Stadt stieg dichter Rauch auf. In der Umgebung von Athen war der Himmel vom Schein der Flammen rot gefärbt.

In Bergdörfern auf dem westlichen Peloponnes waren in der Nähe der Ortschaft Zacharo hunderte Menschen von den Flammen eingeschlossen. Allein in der Gegend kamen neun Menschen ums Leben, nachdem ein Auto mit einem Löschwagen der Feuerwehr zusammengestoßen war und einen Stau verursachte, während Bewohner aus dem Gebiet flüchten wollten. Ein Brand auf der Insel Evia nördlich von Athen breitete sich über Nacht aus.

Die Behörden riefen in der Region den Notstand aus, wie die Bürgermeisterin der Ortschaft Styra, Sofia Moutsou, sagte. "Wenn wir es jetzt nicht stoppen, wird nichts übrig bleiben", sagte sie im Rundfunksender Antenna. Dutzende Häuser gingen landesweit in Flammen auf. Feuer wüteten von den Ionischen Inseln im Westen über Ioannina im Nordwesten bis zum Peloponnes im Süden. Am Samstag sollten rund 500 Soldaten und mehrere Militärhubschrauber die Löscharbeiten unterstützen. Frankreich entsandte zwei Löschflugzeuge in das Katastrophengebiet. Deutschland, Spanien und Norwegen boten Flugzeuge an. Zypern will Feuerwehrleute und Löschfahrzeuge schicken. Die griechische Fußballliga sagte ihre Spiele bis auf weiteres ab.

 
 
KOMMENTARE (10 von 16)
 
tripex (27.08.2007, 15:19 Uhr)
die Deutschen sind doch alle gleich und Italiener alles Mafiosis
Wenn ihr wüßtet wie mich Pauschalkritiker anwidern...
Martin.fr (26.08.2007, 11:00 Uhr)
"Lieber" Perseiden4
wenn Sie wüssten, wie die Deutschen mich anwidern!!! Daher Gott sei Dank nicht meht in diesem besch..... Land lebend!!
Holger566 (26.08.2007, 09:42 Uhr)
Wozu braucht Europa eine Armee?
Wie man sieht braucht Europa einen gut funktionierenden europäischen Katstrophenschutz und eine gute ausgerüstete Feuerwehr. Und eine effektive Polizei.
Waffen kann man gegen Feuer nur bedingt einsetzen.
Perseiden4 (26.08.2007, 09:32 Uhr)
P.S.
"Martin.fr (25.8.2007, 21:55 Uhr)
Mit verlaub.....
Mit verlaub die Herren/Damen oder was auch immer Prometheus90 und H.P., ihr seid Arschlöcher!!
Ich kann Kohlenns nur Recht geben!! Da sterben Menschen einen qualvollen Flammentod, uns Sie schwafeln vom Geld!! UNFASSBAR!! "
----------------------------------
Lieber Martin, Sie wiedern mich an.Ihre Art direkt so derb zu Beleidigen ohne nachzudenken ist unaustehlich!
Gerade DAS GELD läßt viele Menschen, nicht nur in Griechenland (Italien,Kanaren) zu Brandstiftern werden!Mitmensche die bewußt in kauf nehmen das Menschen sterben.
Dort sollten Sie die "A...löcher" suchen!Oder in Ihrem Spiegel!
Eine Tragödie sondergleichen...ausgelöst durch Profitgier...!.....Mit Verlaub...
H.P. (26.08.2007, 08:56 Uhr)
Typisch deutsch. . .
Ich denke mehr an Menschen wie manch einer hier im Forum und Geld ist mir persönlich nicht das Wichtigste, ich möchte in einer Welt wohnen wo Menschen friedlicher miteinander umgehen, sich gegenseitig mehr helfen als bekriegen, mehr nicht.
Es ist traurig und es ist schrecklich was in Griechenland derzeit passiert, dass Menschen grauenvoll durch diese Flammenhölle, die teile noch bewusst gelegt wurde von Menschen die auch nur an Geld denken, sterben müssen. Es ist nicht nur der Deutsche der an Geld und Geschäfte denkt. Uns Europäer ist doch sicherlich bewusst das viele Kinder in der Welt jeden Tag einen grauenvollen Hungertod sterben müssen. Nun haben wir die Brandkatastrophe in Europa wo keiner an Hunger sterben muss. Wir haben sehr viel Geld das eingesetzt wird um Kriegswaffen zu bauen und zu besitzen die keiner braucht, die nur ein Statussymbol der Macht darstellen. Der Klimawandel wird für uns Menschen ein weltweites Problem und es wäre wichtiger als alles andere Strategien zu erarbeiten und Geräte einzusetzen die den Menschen eine Hilfe sind und keine Militärjets und U- Bote die keinem helfen und kein Feuer löschen können höchstens eins entfachen.
Perseiden4 (26.08.2007, 08:22 Uhr)
Brandstifter
Ich denke das Prometheus ein paar ganz vernünftige Argumente hat.Traurig das er dafür direkt als "A...loch" beschimpft wird.Traurig das sich hier einige als von Gott schon fast "auserwählt" fühlen.
Als vor 1-2 Monaten schonmal große Brände getobt haben, war das THW vor Ort! Was geschah?Sie wurden von "Pontius nach Pilatus" geschickt.Die Verständigung war eine Katastrophe!Nichts lief...man wollte sie teilweise garnicht helfen lassen.
Soviel dazu.
Nicht unerwähnt sollte man die menschenverachtenden Praktiken vieler griechischer Grundstücksspekulanten lassen die absichtlich Brände legen!!! Das ist eine Tatsache!!!Das ist Mord!
Ich unterscheide hier nicht zwischen guten/bösen Deutschen oder guten/bösen Griechen. Dieses Verhältnis ist in beiden Ländern gleich und hier nicht wert weiter diskutiert zu werden.
Aber die Ursachen,die sind bekannt!
Skaf (26.08.2007, 00:58 Uhr)
Ebenfalls...
...möchte ich hoffen, dass man bald auch einen Plan für den Aufbau eines landesweiten Frühwarnsystems u.Ä. beginnt. Technisch ist doch so Vieles möglich. Hoffentlich fällt das Thema nach den Wahlen im September nicht unter den Tisch.
apollon (26.08.2007, 00:05 Uhr)
Nationale Tragödie
Lieber greek1123
ich weiss prometheus90 hat vieleicht etwas mit dem Geld übertrieben, aber man sollte nicht gleich so über die Deutschen herziehen und alle in eine Schublade stecken. Die meisten Deutsche die ich kenne sind korreket Leute. Meine Frau ist Deutsche aber im Herzen mehr Griechin als manche Griechen. Momentan sollte man als Europär zusamenhalten und helfen diese schreklichen Brände zu löschen die in ganz Südeuropa wüten. Und nicht an Hilfe sparen. Warum schickt Deutschland nur drei??? Hubschrauber ?Sie haben bestimmt mehr zu bitten. Wo bleibt das THW?
Hilfe die Menschen verbrennen da unten.Man sollte lieber an eine europaische Feuerwehr denken die jederzeit einsatzbereit ist. Es gibt ja mittlerweile leider genug Feuer zu löschen in ganz Südeuropa.
Und zum Schluss noch ein Kommentar zu prometheus90. Ja Griechenland muss seine Feuerwehr besser ausrüsten da haben Sie recht aber Löschflugzeuge haben die Griechen 45 eine der grössten europaischen Flotten. Aber wen in Griechenland mommentan um dei 200 Brände wütten, wo sollen sie überall hin? Und alle können nicht eingesetzt werden wegen den starken Winden.
Hoffen wir das bald mehr Hilfe kommt um diese schreklichen Brände zu löschen.
Prometheus90 (25.08.2007, 23:04 Uhr)
Richtigstellung
Es ging mir nur darum zu sagen das in Griechenland Menschen ums Leben kommen, weil die Feuerwehr gar nicht genügend Löschfahrzeuge, Löschflugzeuge und Personal hat und ich denke das so ein U-Boot was für Griechenland nur ein Statusobjekt ist und nur im Hafen liegt und wahrscheinlich nie gebraucht wird gekauft wird, anstatt dieses Geld in den Katastrophenschutz zu stecken. In Europa braucht nicht jedes "Pupsland" eine Armee, sondern wir brauchen eine europäische Armee, das wäre auch für uns Deutsche ein vorteil da "unsere" Truppe gut ausgestattet wäre. Die restlichen Milliarden würde ich ja gerade in den Umweltschutz bzw. den Katastrophenschutz stecken, mir tun die Menschen in Griechenland auch leid und es macht mich wütend das so viel Geld ins Militär gepumpt wird anstatt es den Einrichtungen zugute kommen zu lassen die es wirklich brauchen, um z.B. Brände zu löschen und Menschenleben zu retten.
tripex (25.08.2007, 23:02 Uhr)
@Prometheus90
auch wenn Du (evtl.) Recht haben solltest, etwas am Topic vorbei, oder???
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