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12. Juni 2009, 23:10 Uhr

Piraten kapern deutschen Frachter

Vor der Küste Omans haben Piraten nach Angaben der Nato einen deutschen Frachter in ihre Gewalt gebracht. Laut einem Nato-Sprecher war es der erste derartige Angriff in den Küstengewässern Omans.

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In solchen leichten Booten führen die Piraten ihre Überfälle durch. Jetzt ist vor der Küste Omans ein deutscher Frachter in ihre Gewalt geraten

Piraten haben am Freitag nach Nato-Angaben einen deutschen Frachter vor der Küste Omans in ihre Gewalt gebracht. Wie ein Nato-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP am Abend sagte, handelte es sich um den ersten derartigen Angriff, der in den Küstengewässern Omans verzeichnet wurde. Derzeit befinden sich im Golf von Aden und im Indischen Ozean noch mindestens 14 Schiffe in der Gewalt somalischer Piraten, an Bord sind insgesamt rund 200 Seeleute.

Die Nato-Verteidigungsminister billigten derweil am Freitag einen neuen Einsatz gegen die somalischen Piraten. Die Mission "Ocean Shield" soll Anfang Juli starten, wie Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer in Brüssel mitteilte. Deutschland unterstützt den Einsatz mit der Fregatte "Karlsruhe".

Nach Angaben De Hoop Scheffers sollen sich sechs Länder an dem Einsatz im Golf von Aden beteiligen. Darunter sind laut Diplomaten die Türkei, Griechenland, Italien, Großbritannien und die USA. Dazu könnten Kanada und die Ukraine kommen. Die "Karlsruhe" wird weiter unter EU-Flagge fahren, da es für einen Nato-Einsatz deutscher Kriegsschiffe kein Bundestagsmandat gibt. Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) betonte in Brüssel, der Kampf gegen Piraten sei "im Interesse eines freien Seehandels und der Seesicherheit".

Die EU will ihre vor gut sechs Monaten gestartete Anti-Piraten-Mission "Atalanta" zudem bis Ende 2010 verlängern. Einen entsprechenden Beschluss würden die Außenminister am Montag in Luxemburg fällen, hieß es von EU-Diplomaten.

AFP
 
 
KOMMENTARE (10 von 14)
 
znew (13.06.2009, 17:43 Uhr)
Liebes Kugellager,
also ist illegeales Leerfischen legal? Nikolaus Cusanus hätte seine Freude an so einer schönen Coincidentia Oppositorum.
Und wehren darf man sich nicht, wenns den Abgewehrten was kostet?
Lustig.
Stammtischparole (13.06.2009, 17:42 Uhr)
Rundumschlag
Immer die gleichen tollen Ideen. Die eine prangert die Ausnutzung der lokalen Fischer an. Der nächste will zivile Handelsschiffe bewaffnen und dann kommt noch der unermüdliche Schlag gegen die Ausflaggung deutscher Schiffe durch Heuschrecken-Reeder.
Einsatz des KSK: Wer die Berichterstattung in der Presse verfolgt wird schnell feststellen, dass das KSK enorme Nachwuchssorgen hat und seine hochspezialisierten Einsatzkräfte sicher nicht für Wachaufgaben auf hunderte Schiffe verteilen kann.
50 U-Boote und ein paar Hubschrauber: Irgendwie kann ich die Verbindung zwischen einer riesigen Anzahl an U-Booten und dem Wort "Kostengünstig" nicht nachvollziehen. Vielleicht hilft mir ja jemand?
Bewaffnung von Schiffen: Prinzipiell wär es sicher möglich die Besatzung zu bewaffnen. Diese könnten dann leider die meisten Häfen nicht mehr anlaufen da die Gesetzeslage in diesem Bereich doch eher sehr restriktiv ist. Ganz davon abgesehen das es unglaublich gefährlich für die Besatzung wäre.
Ursache - Wirkung - Prinzip: Ständig die selbe Leier. Wenn, wenn, wenn... Natürlich würden die Fischer an Somalias Küsten besser leben wenn westliche (oder auch fernöstliche) Fangflotten nicht in ihren Gewässern rauben würden. Aber legitimiert dies wirklich die Piraterie? Ein Millionengeschäft? Sind es denn einfache unzufriedene Fischer die diese unglaublichen Summen brüderlich teilen und ihrer Familie damit einen Sack Reis kaufen?
Fragen über Fragen. Aber eines ist sicher. Pamelas Geheule und Kugellagers, auf N24-Dokus, basierendes Wissen werden dieses Problem nicht lösen.
Kugellager (13.06.2009, 15:20 Uhr)
@ Pamela_1971
Auch wenn das mit den Fischereiflotten nicht gerecht war/ist darf man nicht mit illegalen Mitteln dagegenhalten.
Klar ist es eine Art von Notwehr sich so zu verhalten. Wenn dabei aber Millionenbeträge erpresst werden dann sind das nicht die Armen Fischer die sich beleigt fühlen.
Diese setzen durch ihre Gewalt und die Entführungen auch Menschenleben aufs Spiel undzwar um Geld zu erwirtschaften.
Sich wehren ist die eine Sache aber so vorzugehen die andere.
Das ist kein "Hilferuf" mehr sondern ein Geschäft und das muss man auch so sehen und dagegen vorgehen.
Pamela_1971 (13.06.2009, 14:48 Uhr)
Sowas kommt von sowas...
Man sollte nie vergessen Ursache und Wirkung zu erwähnen: ZUERST haben internationale Fischereiflotten damit begonnen, die somalischen Küstengewässer ILLEGAL leer zu fischen - DANN erst haben die somalischen Fischer angefangen, sich dagegen zu wehren, indem sie sich - ebenfalls illegal - der Entführung internationaler Frachtschiffe zuwandten. Und wenn hier jemand ernsthaft die "Versenkung" von Piratenbooten fordert - dann müsste er/sie ebenso konsequent die Versenkung internationaler Fischerei-Schiffe vor Somalia fordern. Tut aber bezeichnenderweise niemand hier. -- Mal ganz davon abgesehen, dass es sämtlichen humanistischen und rechtsstaatlichen Prinzipien zuwiderläuft, MENSCHENLEBEN zu vernichten, um bloße materielle SACHWERTE zu schützen.
Reality (13.06.2009, 13:11 Uhr)
Und ich habe mich schon gewundert warum...
man solange nichts von dieser Seifenoper gehört hat.
Na endlich erwachen die Piraten wieder.
Endlich wieder was los dort wo ganze Armaden von Kriegsschiffen unterwegs sind.
Die Verblödung der Menschheit erlebt einen weiteren Akt in dem Theater das uns die Geheimdienste geben.
unglaeubiger (13.06.2009, 11:50 Uhr)
deutscher frachter
keine gefahr der befreiung,
pünktliche zahlung,
und verständnis der netten deutschen für die ach so armen piraten die ja nicht anders können.
in zukunft nur noch deutsche schiffe!!!
mupfeline (13.06.2009, 09:51 Uhr)
Ei Schau, das Geschäft funktioniert bestens
Aber ganz sicher werden wir jetzt wieder die Mär von den armen Fischern hören die sich nicht anders zu helfen wissen und dem pösen, pösen Westen nur das wegnehmen was ihnen von Rechts wegen zusteht. Was hat die deutsche Marine gemacht? Den Piraten Geleitschutz gegeben?
balldurian (13.06.2009, 08:27 Uhr)
Man sollte lieber ans "MS.Hansa Stavanger" denken ...
... denn im unterschied ausgeflaggter flotten südoldenburgischer finanzhassadeure weht da die deutsche flagge in somalischer gefangenschaft ...
Kugellager (13.06.2009, 07:38 Uhr)
KSK
Die Schiffe bzw deren Besatzung selber zu bewaffnen könnte auch Peobleme geben.
Einfach vom KSK auf jedem Schiff 10-15 Leute positionieren.
DIese Leute können mit verschiedensten Waffen umgehen und beherrschen Nahkampftechniken.
Den Piraten udn anderen Klar machen, dass das Feuer eröffnet wird sobald sie näher als 200m am Schiff sind und das auch durchziehen.
Bei den Jungs kommt dann keiner mehr so schnell auf die Schiffe.
Juris1 (13.06.2009, 07:09 Uhr)
50 U-Bote würde sicherlich weiter helfen.
Mit den modernen Kriegwaffen sollte das Problem kurzfristig in den Griff zu bekommen sein. Ein paar Hubschrauber und 50 U-Boote dürften das Mittel der Wahl sein. - Kostengünstig und effektiv.
- Piraten gehören einfach versenkt.-
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