. .
Politik im Ausland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
12. Juni 2008, 12:27 Uhr

Deutschland will mehr Soldaten schicken

Frankreich hat angekündigt, seine Aufbauhilfe für Afghanistan zu verdoppeln. Deutschland beteiligt sich zusätzlich mit 420 Millionen Euro. Zudem will Verteidigungsminister Jung mehr deutsche Soldaten nach Afghanistan schicken - noch vor der Sommerpause soll die Entscheidung fallen.

3500 deutsche Soldaten sind derzeit in Afghanistan stationiert© Johannes Eisele/DPA

Zum Auftakt der Pariser Geber-Konferenz hat der afghanische Präsident Hamid Karsai die internationale Gemeinschaft um langfristige Hilfe gebeten. Landwirtschaft und Energie seien die dringendsten Aufgaben, sagte Karsai. Er appellierte an die Geber, die Hilfe besser mit der afghanischen Seite abzustimmen. "Derzeit gibt es parallele Strukturen, die den Aufbau afghanischer Institutionen behindern." Die technische Zusammenarbeit müsse dazu beitragen, Afghanen auszubilden und dürfe sich nicht in erster Linie auf ausländische Experten stützen. Allerdings räumte Karsai auch ein, dass Afghanistan mehr für den Kampf gegen Korruption tun müsse.

Frankreich verdoppelt Hilfe

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy kündigte unterdessen an, die französische Aufbauhilfe zu verdoppeln. "Sie soll in erster Linie für Landwirtschaft und Gesundheit verwendet werden", sagte Sarkozy. Zahlen nannte er jedoch keine. Ziel sei "ein Afghanistan ohne Terroristen und ohne Drogen". Weiter sagte er, dass Frankreich sich langfristig in Afghanistan engagieren wolle: "Wir lassen uns nicht von den Terroristen einschüchtern, wir bleiben so lange, bis wir gewonnen haben". Frankreich will in den kommenden Wochen seine Truppen in der Region um etwa tausend Mann aufstocken.

Deutschland zahlt 420 Millionen

Die afghanische Regierung will auf der Konferenz ihren Fünf-Jahres-Plan vorstellen, der Investitionen in Höhe von etwa 50 Milliarden Dollar vorsieht. Die USA hoffen, dass die Konferenzteilnehmer dafür 15 Milliarden Euro bereitstellen. Washington dürfte davon zehn Milliarden Dollar geben; Deutschland hat bereits 420 Millionen Euro bis 2010 zugesagt.

Mehr deutsche Soldaten für Afghanistan

Zudem bereitet die Bundesregierung eine Aufstockung des Bundeswehrkontingents für Afghanistan vor. Verteidigungsminister Franz Josef Jung sagte im Deutschlandfunk, die Anzahl zusätzlicher Kräfte solle noch vor der Sommerpause geklärt werden. Medienberichten zufolge soll die Truppe um 900 bis 1300 Soldaten vergrößert werden. Derzeit ist das Mandat für den Einsatz auf 3500 Soldaten ausgelegt. Jung wollte sich noch nicht auf eine Zahl festlegen.

Grundsätzlich für eine Erhöhung hatten sich zuvor Union und SPD ausgesprochen. Der Vize-Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Karl Lamers (CDU), hatte erklärt, das Truppenkontingent sei auf Dauer zu klein, um den Herausforderungen des Mandats gerecht zu werden. SPD-Außenpolitiker Hans-Ulrich Klose hält eine Aufstockung auf 4000 Soldaten für politisch durchsetzbar.

Der Schwerpunkt des Einsatzes bleibe aber wie bisher der Norden Afghanistans, sagte Jung. Im umkämpften Süden gebe es bereits den Einsatz der Aufklärungstornados. 37 Prozent der Flüge dienten der Aufklärung im Süden. Der Lufttransport und der Einsatz von Fernmeldern als Unterstützung komme verstärkt hinzu.

Deutschland ist in Afghanistan drittgrößter Truppensteller. Am Hindukusch werden derzeit rund 50.000 Nato-Soldaten eingesetzt.

DPA/Reuters/AP
 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
Preussin (13.06.2008, 06:39 Uhr)
Mohnfelder bewachen ?
Damit die Gesellschaft tüchtig Koksen kann.
Was wollen die wirklich dort unten ?
Die Hirachie die dort herrscht , kann nicht mit Demokratie aufgebrochen werden , dass muß anders und friedlich über Bildung und Wissensvermittlung geschehen.
ecomoc4u (12.06.2008, 21:26 Uhr)
bitte mal
auf youtube nach "zeitgeist" oder "zeitgeistinfo" nachschauen. es sind mehrere teile, und auch in deutsch vorhanden. mann kann auch direkt bei www.zeitgeistinfo.com den ganzen film sehen.
.
wer diesen film gesehen hat, weiss bescheid.
.
immerwieder löscht youtube teile. auch die deutschen medien machen meistens dicht, wenn der film empfohlen wird. aber da die community am wachsen ist, wird es zunehmend schwerer dieses zu verhindern.
Franzoesin (12.06.2008, 14:46 Uhr)
420 Millionen Euro von Deutschland
In Deutschland fehlen "angeblich" Gelder für Krippen, Kindergärten, Arbeitslose, sozial Schwache usw. - aber gleichzeitig unterstützt die Qiesling-Merkel-Regierung den Aufbau und die Sicherung der US-Erdöl
-Leitungen durch Afghanistan und Stationiering von US-Truppen an den Grenzen zur zu Russland und China ?
Wie dreckig muss es den Deutsch noch gehen , bis Sie reagieren ?!
MEHR ZUM ARTIKEL
Afghanistan Rosen statt Opium

90 Prozent des weltweit produzierten Opiums stammen aus Afghanistan. Ein deutsches Hilfsprojekt unterstützt Bauern dabei, andere Pflanzen anzubauen. Ein Besuch bei der Familie Wadam in der Provinz Nangarhar, die jetzt Rosen pflanzt. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe