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4. April 2006, 11:44 Uhr

Condoleezza Rice am Boden

Auf einem gemeinsamen Flug überließ die US-Außenministerin Condoleezza Rice ihrem britischen Kollegen Jack Straw das einzige Bett an Bord - während sie selbst auf dem Boden nächtigte. Die Briten sind "not amused" ob des unhöflichen Verhaltens Straws.

Jack Straw legte sich ins gemachte Bett, Kollegin Rice musste mit dem Boden Vorlieb nehmen© David Fürst/AFP

Kann das wirklich ein Brite sein, der eine Lady auf dem Boden schlafen lässt und sich selbst das kuschelige Bett gönnt? Diese Frage stellen sich Bewohner des Königreichs nachdem das für viele "empörende" Verhalten ihres Außenministers Jack Straw an Bord des Flugzeugs seiner amerikanischen Amtskollegin Condoleezza Rice bekannt wurde.

Die US-Politikerin hatte dem müde wirkenden Briten am Wochenende beim gemeinsamen Flug in den Irak das einzige Bett an Bord ihrer Boeing 757 überlassen. Überraschte Flugbegleiter fanden Rice später schlafend auf dem Boden vor der Kabine, in der sich Straw erheblich bequemer gebettet hatte. "Eine Schande, so etwas tut doch kein echter Gentleman!", sagte eine Londoner Radiohörerin.

Der "Faux Pas" des Ministers, den Teile der britischen Medien gar in Anlehnung an den "Watergate-Skandal" als "Bedgate" bezeichneten, werde keinesfalls kommentiert, hieß es im Londoner Außenamt. Unbekannt blieb zunächst auch, ob Premierminister Tony Blair die "Flugbettaffäre" zur Sprache brachte, als er Abend in London für Rice vor deren Weiterflug nach Washington ein Abendessen gab.

DPA
 
 
 
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