Japan vertreibt Taiwans Boote mit Wasserwerfern

25. September 2012, 08:28 Uhr

Der Streit um eine unbewohnte Inselgruppe zwischen Japan, China und Taiwan spitzt sich zu. Am Dienstag drangen taiwanesische Patrouillenboote in japanische Gewässer ein. Es kam zum Wasserwerferduell.

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Demonstration der Stärke: Japans Küstenwache verteidigt die Hoheitsgewässer gegen das Eindringen der taiwanesischen Fischerflotte©

Die japanische Küstenwache hat im Streit um eine unbewohnte Inselgruppe Wasserwerfer gegen taiwanische Schiffe eingesetzt, die in das von Japan und China beanspruchte Gebiet vorgedrungen sind. Die rund 40 taiwanischen Fischerboote sowie die acht Patroullienboote der taiwanischen Küstenwache hätten daraufhin die Hoheitsgewässer wieder verlassen, teilte die japanische Küstenwache am Dienstag mit.

Bildern des Senders NHK zufolge verteidigte sich ein taiwanisches Patrouillenboot ebenfalls mit Wasserwerfern. Die Regierung in Tokio legte Protest ein. Einen Tag zuvor hatten sich drei chinesische Schiffe vorübergehend nahe der umstrittenen Inseln im Ostchinesischen Meer aufgehalten.

Japan, Taiwan und China beanspruchen Inseln

Taiwan erhebt wie Japan und China Anspruch auf die Felseninseln, die in fischreichen Gewässern liegen und unter denen umfangreiche Gas- und Ölvorkommen vermutet werden. Die Inselgruppe - in China Diaoyu und in Japan Senkaku genannt - sorgt seit Längerem für schweren politischen Streit. Der Konflikt eskalierte, nachdem die japanische Regierung kürzlich trotz eindringlicher Warnungen Chinas einen Teil der Inselgruppe einem privaten, japanischen Besitzer abkaufte.

Derzeit hält sich der japanische Vize-Außenminister Chikao Kawai zu Gesprächen über das Streitthema in Peking auf. Der Streit hatte in China zu massiven anti-japanischen Protesten geführt. Zwar ist China Japans größter Handelspartner, die Beziehung zwischen beiden Staaten ist bis heute jedoch von der japanischen Besatzung im Zweiten Weltkrieg geprägt, während der Millionen Chinesen getötet wurden.

Konflikt beeinflusst Toyotas Lexus-Produktion

Inzwischen beeinflusst der Konflikt auch die Produktion des japanischen Autobauers Toyota. Einem Zeitungsbericht zufolge kürzt das Unternehmen die Herstellung seines Luxus-Modells Lexus um 20 Prozent. Grund seien die anti-japanischen Proteste in China, die dort zu einem Absatzeinbruch geführt hätten, berichtete das japanische Wirtschaftsblatt "Nikkei" am Dienstag. In einigen der chinesischen Filialen sei Toyotas Absatz um 30 Prozent zurückgegangen.

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