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11. Dezember 2011, 11:10 Uhr

Das peinliche Duell der US-Republikaner

Sie haben ein gemeinsames Ziel: Obama soll weg, und jeder für sich möchte ihn beerben. Seit Tagen liefern sich Polit-Veteran Newt Gingrich und Ex-Gouverneur Mitt Romney eine peinliche Wortschlacht. Es dürfte das entscheidende Republikaner-Duell werden.

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Gerieten in einer Debatte kräftig aneinander: Die Republikaner Mitt Romney (l.) und Newt Gingrich (r.)© AFP

Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner läuft augenscheinlich alles auf ein Wettrennen zwischen Newt Gingrich und Mitt Romney hinaus. Bei einer Debatte der Bewerber am Samstag (Ortszeit) in Des Moines (US-Staat Iowa) gerieten beide Spitzenkandidaten kräftig aneinander. Dabei ging es um den persönlichen Werdegang und die aktuelle Nahost-Politik. In Iowa beginnen am 3. Januar die Vorwahlen der Republikaner. Gingrich führt derzeit die Umfragen klar an, gefolgt mit einigem Abstand von Romney.

Gingrich, Mitte der 90er Jahre republikanischer Parlamentschef, verteidigte bei der Debatte seine umstrittene Äußerung, nach der die Palästinenser ein "erfundenes Volk" seien. Diese Sicht sei "historisch wahr", erklärte er. Kontrahent Romney nannte die Äußerung einen Fehler. "Man spricht nicht im Namen von Israel", sagte er.

Die Palästinenser reagierten mit scharfer Kritik auf die Worte Gingrichs. Seine Äußerungen "werden für lange, lange Zeit die Munition für die Bin Ladens und alle Extremisten liefern", sagte der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat dem US-Sender CNN. Gingrich sagte hingegen: "Jemand muss den Mut haben, die Wahrheit zu sagen. Über den Nahen Osten gibt es zu viele Lügen".

"Nie als Lobbyist gearbeitet"

Auch beim persönlichen Werdegang stritten sich die beiden Spitzenbewerber. Gingrich warf Romney vor, dass er lediglich wegen einer verlorenen Wahl um einen Senatssitz von Massachusetts 1994 gegen Ted Kennedy kein Karrierepolitiker geworden sei. Romney erwiderte, was das Land am wenigsten brauche, seien Politiker, die ihr ganzes Leben in Washington zugebracht hätten.

Gingrich verteidigte auch Honorarzahlungen des inzwischen verstaatlichten Immobilienfinanzierers Freddie Mac von 1,6 Millionen Dollar (1,2 Millionen Euro). Er sei nur für "strategische Beratung" bezahlt worden. Nie habe er als Lobbyist gearbeitet.

Nach einem von der Webseite realclearpolitics.com ermittelten Durchschnitt verschiedener Umfragen führt Gingrich das Feld derzeit souverän mit über 33 Prozent Zustimmung an. Dahinter folgt mit weitem Abstand Romney mit rund 21 Prozent. Experten erwarten, dass der Sieger frühestens am 6. März feststeht, dem "Super Tuesday", an dem in zahlreichen Staaten die republikanische Kandidatenkür stattfindet.

Auch in Iowa liegt Gingrich in den Umfragen klar vorn. Eine Erhebung des Senders ABC und der "Washington Post" sieht den 68-Jährigen bei 28 Prozent, Romney bei lediglich 18 Prozent.

fro/DPA
 
 
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