Das Kabinett hat den zweiten Teil des Klimapakets beschlossen. Mit diesem Programm sollen die ehrgeizigen deutschen Ziele erreicht werden. Allerdings konnte sich das Kabinett nicht bei allen Punkten einigen. stern.de beantwortet die wichtigsten Fragen rund um die neuen Gesetze.

Ein Kraftwerk bei Gelsenkirchen. Mit dem Klimaschutzpaket der Bundesregierung sollen die Treibhausgasemissionen gesenkt werden© Kirsten Neumann/DDP
Die Bundesregierung hat den zweiten Teil ihres Klimaschutzprogramms auf den Weg gebracht. Das Kabinett beschloss unter anderem, ab 2009 die Lkw-Maut deutlich zu erhöhen und die Energiestandards für Häuser drastisch zu verschärfen. Umweltminister Sigmar Gabriel sprach vom größten Klimaschutzprogramm weltweit.
Wochenlager Streit
Dafür sollen die Deutschen in den kommenden zwölf Jahren 313 Milliarden Euro investieren. Über den zweiten Teil des Integrierten Klima- und Energieprogramms, das die Große Koalition im Sommer 2007 verabredet hatte, war in der Regierung wochenlang gestritten worden. Sie musste den Kabinettsbeschluss deshalb verschieben und die umstrittene Umstellung der Kfz-Steuer auf CO2-Werte auf 2010 vertagen. Beschlossen wurden nun fünf Maßnahmen.
Neben der Erhöhung der Maut und den verschärften Energiestandards geht es um eine Umstellung der Heizkostenabrechnung, die Einführung "intelligenter" Stromzähler und den raschen Ausbau der Stromnetze, um den Transport von Ökostrom sicherzustellen. Oberstes Ziel des Pakets ist dabei das Energiesparen. So sollen die sinkenden Energiekosten dann auch über einen längeren Zeitraum die getätigten Investitionen wieder aufwiegen.