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7. Mai 2009, 19:38 Uhr
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Wer ist die Frau an Müntes Seite?

Der breiten Öffentlichkeit war Michelle Schumann, 29, völlig unbekannt - bis die Medien berichteten, dass sie mit SPD-Chef Franz Müntefering verbandelt sei. In der Partei jedoch ist die junge, redegewandte Politikerin schon lange eine Größe. Was Peer Steinbrück zu einer interessanten Prophezeihung veranlasste.

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Michelle Schumann: Die 29-Jährige aus Herne soll ihr Glück an der Seite von Franz Müntefering gefunden haben© Eventpress

Für Interviews ist sie derzeit nicht zu erreichen: Michelle Schumann schweigt zu den Schlagzeilen, die Donnerstagmorgen überall zu lesen waren. "Münte: Sie ist sein neues Glück", stand auf dem Titelblatt der "Bild-Zeitung." Die "Bunte" schrieb in ihrer Online-Ausgabe: "Müntes neue Liebe bewegt die Republik". In den vergangenen Monaten waren viele Beobachter im politischen Berlin erstaunt über SPD-Chef Franz Müntefering: Mit wie viel Energie er seine Arbeit anging. Wie zuversichtlich er trotz mieser Umfragewerte und der Wahlschlappe in Hessen war. Glaubt man den nun erschienenen Berichten, hat sein Tatendrang auch private Gründe: Michelle Schumann soll die neue Frau an seiner Seite sein.

Steinbrücks Prophezeihung

Die 29-jährige Westfälin arbeitet seit 2008 als wissenschaftliche Mitarbeiterin in Münteferings Büro und schreibt als Journalistin für das SPD-Parteiorgan "Vorwärts". Sie gilt als großes politisches Nachwuchstalent innerhalb der nordrhein-westfälischen Sozialdemokraten. Schon vor der aktuellen Berichten stand sie mehrere Male im Blickpunkt - weil sie schon in jungen Jahren eine sehr erfolgreiche Parteikarriere hingelegt hat. Peer Steinbrück prophezeite bereits 2005: "In zehn Jahren ist Michelle Landesvorsitzende."

Geboren wurde Michelle Schumann 1980, aufgewachsen ist sie als Älteste von drei Geschwistern in Herne. Der Vater ist Kleinunternehmer. In einem Interview mit der Initiative "Pro Dialog", das auf Youtube abrufbar ist, sagt sie, dass ihr Elternhaus "eher konservativ" geprägt sei. "Ich bin nicht automatisch in die SPD reingewachsen, ich habe mich dafür entschieden - ganz bewusst." Ihre Wortwahl klingt wenig förmlich, dafür sehr natürlich.

Die Bundestagswahl 1998 beschreibt sie selbst als Schlüsselerlebnis für ihr politisches Engagement. Bis dahin sei sie "nicht festgelegt" gewesen, sagt Schumann. Ein paar Freunde seien bei den Jusos gewesen, und in der Diskussion habe sie schnell gemerkt, dass die CDU Positionen vertreten habe, die ihr "die Zukunft sehr schwer gemacht" hätten. Deshalb sei sie Sozialdemokratin geworden.

"Hände in den Sternen"

Während ihrer Schulzeit absolvierte Schumann eine Ausbildung zur Kinderpflegerin. Direkt im Anschluss daran holte sie auf dem zweiten Bildungsweg ihr Abitur nach. Sie habe damals schon gewusst, dass sie studieren wolle, sagt Schumann. 2007 machte sie ihren Abschluss im Studiengang "Journalismus und PR" mit Schwerpunkt Wirtschaft. Danach war sie in der PR- und Öffentlichkeitsarbeit tätig.

Zu diesem Zeitpunkt war vielen Sozialdemokraten schon die Begabung der braunhaarigen Nachwuchspolitikerin aufgefallen. Bereits im Jahr 2004 gewann sie einen Rhetorik-Wettbewerb der Deutschen Rednerschule. In der Jury saß damals unter anderem der damalige SPD-Generalsekretär Klaus Uwe Benneter. Die erste Aufgabe war eine persönliche Vorstellung in einer Minute. Schumann brauchte laut "Spiegel" nur 19 Sekunden: "Meine Damen, meine Herren, Michelle Schumann, das bin ich, ich bin 24 Jahre alt. Als Mädchen des Ruhrgebiets habe ich die Hände in den Sternen, die Beine auf dem Boden, die Gedanken bei der Gemeinschaft und mein Herz bei Schalke 04. Glückauf." Benneter soll begeistert gewesen sein. Als politisches Vorbild soll sie damals Gerhard Schröder angegeben haben - und eben Franz Müntefering.

Politik bis zum 70ten

Von 1999 bis 2004 war sie Juso-Vorsitzende des Unterbezirks Herne. Auch in der SPD übernahm sie schon früh Verantwortung: Seit 2002 ist sie stellvertretende Vorsitzende der Herner Sozialdemokraten. Zwei Jahre später wurde sie sogar in den Landesvorstand des mächtigen SPD-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen gewählt. Dort kümmert sie sich schwerpunktmäßig um die Themen Soziales, Wirtschaft und Kommunales. Außerdem ist sie Stadtverordnete in Herne.

Für ihren Job im Büro von Franz Müntefering zog sie vergangenes Jahr nach Berlin, sie lebt in einer Wohnung im bunten Stadtteil Kreuzberg. Die Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Büro des Parteivorsitzenden gilt als Karrieresprungbrett. Und offenbar plant Schumann für eine lange Laufbahn als Politikerin: "Ich will Politik machen, bis ich 70 bin", sagte sie im August vergangenen Jahres einem Reporter der "WAZ". Damals firmierte sie schon als "Mitarbeiterin von Franz Müntefering". Und der bereitete just zu diesem Zeitpunkt sein Polit-Comeback vor. Mit 68.

chr
KOMMENTARE (7 von 7)
 
chatahootchee (08.05.2009, 13:43 Uhr)
IST ER AUFGEWACHT,
der alles kontrollierende, oder besser, zensierende Admin? Ist ihm der Loeschgriffel aus der Hand gefallen? Ich dachte, diese Art von Zensur ist mit dem Fall der Mauer Vergangenheit geworden.
Sich auf 'Bild.de' berufen, aber saubere Kommentare loeschen. Admin, wo sind Sie gelandet....
Gisella (08.05.2009, 10:34 Uhr)
Die Löschkolonne war
wieder tätig. Wäre der Herr Müntef. ein normaler, alter Rentner, dann würde sich keine 29 jährige für ihn interessieren- was ist es Macht?Geld? oder was sonst??? Alles andere ist ihm, dem Münte zu gönnen-hauptsache glücklich-wer will schon alleine sein???
Westerle.Merkwelle (08.05.2009, 08:32 Uhr)
Ein Traumpaar
So,so, das also ist die neue Strategie der SPD: Wenn es inhaltlich nicht mehr klappt mit der Überzeugzng der Wähler, dann produziere man doch mal etwas düe die Regenbogenpresse. Neue Wählerschichten erschliessen ist überfällig bei dieser SPD!
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Von den liberalen Konkurrenten belächelt und von den Wählern verlassen: In einen Scherbenhaufen haben die Brandt Enkel die einst stolze Partei verwandelt. Ihr Wahlprogramm ist profillos und könnte genauso von dem CDU - Demagogen Rüttgers stammen.
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Mit Müntefering an der Spitze und Steinmeier als Kanzlerkandidat hat sich die SPD endgültig von ihrer alten Klientel verabschiedet.
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Die SPD wurde in den letzten 25 Jahren von neoliberalen Kräften gekapert und als zweite Brigade der FDP/CDU umprogrammiert. "Reformen" sind heute das Gegenteil dessen, was Sozialdemokraten wie Willy Brand einmal wollten.
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Diejenigen SPD Mitglieder, die es gemerkt haben, sind aus der Partei ausgetreten. Der Rest begreift entweder nicht, was läuft oder will nicht der Realität ins Auge sehen: Die SPD ist keine Partei mehr für die normalen Menschen, sondern vertritt konsequent die Interessen der Großindustrie. Diese Partei ist an den Neoliberalismus verloren.
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Die neue sozialdemokratische Partei heißt "Die Linke" und hat einen Vorsitzenden, der einst Vorsitzender der SPD war, bis er feststellte, dass er gegen Gerhard Schröders Industrieagenda 2010 keine Chance hatte.
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In seinem Buch "Politik für alle" knüpft er an den Geist der ehemaligen SPD an. Wer wirkliche sozialdemkratische Politik haben will, kommt um das Wahlprogramm der Linken (die-linke.de/fileadmin/download/wahlen/20090324_btwp09_entwurf.pdf) nicht herum. Hier sind alle wichtigen Aussagen enthalten, die nicht den Profit von wenigen, sondern die soziale Gerechtigkeit, den normalen Menschen und das Gemeinwohl in den Mittelpunkt der Politik stellen.
manesse (08.05.2009, 00:38 Uhr)
Ihr
seid doch bloß neidisch auf den Münte! Und das Mädel will lieber einen gemachten Mann an Ihrer Seite als ein Jüngelchen, das noch nicht trocken hinter den Ohren ist. Was geht das eigentlich uns an?????? .... Nix!!!!!!!!!
Xennia (07.05.2009, 23:27 Uhr)
rasante Statuserhöhung
Das ist wieder das übliche Tauschgeschäft: Jugend und Sex gegen
Geld, Macht und rasante Statuserhöhung! Eben typisch naive Frau aus einfachen Verhältnissen und typisch alternder Politiker, der in einer Reihe zu sehen ist mit Joschka Fischer
und Gerhard Schröder, deren Weiber auch immer jünger wurden.
starmax (07.05.2009, 20:46 Uhr)
pitiplatsch - Moment mal...
die beiden sind zusammen 98 Jahre alt, die Differenz beträgt 30 Jahre.
ine im Wortsinn widernatürliche Liaison, die aber gerade vorteilsgeilen Politikern Nutzen stiftet: Ihm poussierts das Alter Ego, sie hat künftige Versorgungsvorteile und einen schnellen Karrieresprung durch upper class connections.
Manche nennen das Liebe; Immanuel Kant hat gesagt: "Die Ehe ist der jeweils wechselseitige Gebrauch von Geschlechts- und Vermögensteilen des anderen." (STERN-Zitat)
pitiplatsch (07.05.2009, 20:01 Uhr)
Wer ist die Frau an Müntes Seite
ein Mensch den man nur bemitleiden kann. Einfältig dem es vor nichts graut. 80 Jahre Altersunterschied wenn das nichts heißt, aber jedem das seine.
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