11. Februar 2013, 09:04 Uhr

Deutsprachige Islamisten-Webseite gelöscht

Über Monate hetzte der österreichische Islamist Mohamed Mahmoud im Internet gegen Regierung und Gesellschaft. Nach einer Morddrohung gegen die Kanzlerin hat der Betreiber die Seite nun abgestellt.

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In den letzten Monaten sorgen Salafisten - besonders konservative Islamisten - in Deutschland für Aufsehen©

Eine deutschsprachige Website radikaler Islamisten ist nach einem Drohvideo gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gelöscht worden. "Dieser Blog wurde archiviert oder entfernt aufgrund der Verletzung unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen", erklärte der Webseiten-Betreiber "Wordpress" nach Angaben der Zeitung "Die Welt" vom Montag. Die Seite ist demnach seit Freitag nicht mehr erreichbar.

Auf der Internetseite hatten radikale Islamisten den Angaben der "Welt" zufolge seit Monaten dschihadistische Propagandavideos und Hetzschriften veröffentlicht - darunter auch eine Morddrohung gegen Merkel. Die Seite sei von dem österreichischen Islamisten Mohamed Mahmoud und dessen deutscher Ehefrau Miranda K. betrieben worden, hieß es weiter unter Berufung auf Erkenntnisse deutscher Sicherheitsbehörden. Das Paar hatte demnach im hessischen Erbach gelebt, bis es im April 2012 nach Ägypten auswanderte.

Mahmoud gilt laut "Welt" als Anführer der in Deutschland verbotenen islamistischen Gruppierung "Millatu-Ibrahim". Von Ägypten aus betreibe er weiter aktiv Werbung für den Dschihad und rufe seine Anhängerschaft zum Kampf auf. Unter der Marke "Globale Islamische Medienfront" (GIMF) verbreitete Mahmoud demnach aus dem ägyptischen Exil heraus auf seiner Webseite in regelmäßigen Abständen islamistische Propagandavideos, Tonbandaufnahmen, Hetzschriften und Kampflieder. Deutsche Sicherheitsbehörden befürchten laut "Welt", Islamisten in Deutschland könnten die Gewaltaufrufe zum Anlass für Terroranschläge nehmen.

steh/AFP
 
 
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