28. November 2012, 07:00 Uhr

Rot-Grün und Schwarz-Gelb gleichauf

Die Grünen halten ihr Jahreshoch, während die FDP in der Wählergunst stagniert. Die Piraten verlieren in der jüngsten stern-Umfrage. Und Peer Steinbrück kommt nicht in die Gänge.

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Wird es im nächsten Herbst wieder für Schwarz-Gelb reichen? Wirtschaftsminister Rösler und Bundeskanzlerin Merkel können sich dessen zur Zeit noch nicht sicher sein.©

Nach dem Abflachen der Debatte um eine mögliche schwarz-grüne Koalition erholt sich die Union wieder leicht. Im stern-RTL-Wahltrend klettert sie um 1 Punkt auf 37 Prozent, liegt damit aber weiter unter ihrem Jahreshöchstwert von 39 Prozent. Die FDP verharrt bei 4 Prozent, so dass Schwarz-Gelb mit gemeinsam 41 Prozent keine Mehrheit hätte. Für die SPD unter ihrem Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück wollen sich unverändert 26 Prozent der Wähler entscheiden. Die Grünen verteidigen mit erneut 16 Prozent ihr Jahreshoch. Die Linke hält sich stabil bei 8 Prozent. Die Piraten fallen in der Umfrage, die vor ihrem Bundesparteitag in Bochum abgeschlossen wurde, um 1 Punkt auf 4 Prozent. Anderen kleinen Parteien wollen 5 Prozent der Wähler ihre Stimme geben.

Rösler-Abgang als möglicher Weg aus der Krise für FDP

Mit zusammen 42 Prozent haben SPD und Grüne zwar einen knappen 1-Punkt-Vorsprung vor Union und FDP, hätten bei einem derartigen Wahlergebnis jedoch ebenfalls keine eigene Mehrheit.

Obwohl die FDP im stern-RTL-Wahltrend seit zwei Monaten unter der Fünf-Prozent-Hürde liegt, geht Forsa-Chef Manfred Güllner von einem Wiedereinzug der Partei in den nächsten Bundestag aus. Dem Magazin stern sagte er: "Viele Deutsche wollen eine liberale Partei, nur nicht die real existierende. Sollte sie sich von ihrem Vorsitzenden Philipp Rösler trennen, könnte sie sieben, acht Prozent holen." Güllner: "Das Todesglöcklein der FDP ist noch nicht geläutet."

Datenbasis: 2504 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger vom 19. bis 23. November 2012. Nichtwähler/ Unentschlossene: 29 Prozent; Fehlertoleranz: +– 2,5 Prozentpunkte. Quelle: Forsa, statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte. Institut: Forsa, Berlin

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Matthias Weber
 
 
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