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Spitzenvertreter der Bundesliga bunkerte halbe Milliarde

Es geht um ein Vermögen in dreistelliger Millionenhöhe, versteckt auf einem Schweizer Nummernkonto. Nach stern-Informationen wird das Geld einem Spitzenvertreter der Bundesliga zugeschrieben.

  Auf Schweizer Nummernkonten werden viele Millionen vor dem Fiskus versteckt. Auch Spitzenvertreter der Bundesliga sind wohl im Visier der Fahnder.

Auf Schweizer Nummernkonten werden viele Millionen vor dem Fiskus versteckt. Auch Spitzenvertreter der Bundesliga sind wohl im Visier der Fahnder.

Ein Spitzenvertreter der deutschen Fußball-Bundesliga soll ein Vermögen in dreistelliger Millionenhöhe auf einem Schweizer Nummernkonto versteckt haben. Das Konto wurde nach Informationen des stern bei der Privatbank Vontobel geführt.

Noch liegen die Namen, denen das Vermögen wirtschaftlich zuzuordnen ist, im Dunkeln. Allerdings gibt es konkrete Hinweise zu dem Konto mit dem Nummernkürzel "40...A" selbst.

Vontobel-Klientel erstmals im Visier der Fahnder

Danach beziehen sich die vorliegenden Angaben auf die Jahre 2000 bis 2009. In dieser Zeit sollen längerfristig Wertpapiere und Barvermögen in Höhe von 600 Millionen Schweizer Franken gebunkert gewesen sein. In der Spitze sollen Konto und Depot um die 800 Millionen Franken schwer gewesen sein. Das waren selbst zu dem damals noch schwächeren Frankenkurs umgerechnet rund eine halbe Milliarde Euro. Nach heutigem Kurs entspricht diese Summe bis zu 650 Millionen Euro.

In letzter Zeit gerieten die Kunden gleich mehrerer Schweizer Institute ins Visier ausländischer Steuerbehörden. Bei der Bank Julius Bär war es ein Ex-Mitarbeiter, der über die Methoden der Bank auspackte. Die Großbank UBS wird von der US-Justiz in die Zange genommen. Und von der Credit Suisse sind Kundendaten auf CD im Umlauf, die gegenwärtig von Steuerfahndern aus Nordrhein-Westfalen abgearbeitet werden. Die Klientel der Schweizerischen Privatbank Vontobel war zuvor hingegen offensichtlich unter dem Radar hiesiger Fahndungsstellen geblieben. Das ändert sich nun.

Bank verweigert Kommentar

Ob das Geld auch heute noch in der Schweiz liegt, ist unklar. Bei der Vontobel wurden die Millionen den Angaben zufolge ab 2008 sukzessive abgezogen – just zu einer Zeit also, als der damalige Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) den Druck auf die Steuerbastion Schweiz erhöhte und die hiesigen Steuerbehörden begannen, mit gekauften Bankdaten-CDs Jagd auf Steuerhinterzieher zu machen.

Die Bank Vontobel lehnte einen Kommentar ab: "Das Schweizer Bankkundengeheimnis verbietet unter Androhung strafrechtlicher Konsequenzen die Beantwortung bzw. die positive oder negative Bestätigung vermuteter oder tatsächlicher Geschäftsbeziehungen."

Johannes Röhrig/print
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