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AUTO: Führerschein-Falle für Fußball-Fans

Pech für Fußball-Fans: Der ADAC weist jetzt darauf hin, dass die deutschen und europäischen Führerscheine in Japan und Korea nicht akzeptiert werden.

Neben der Sprache, der Zeitumstellung und dem Wetter kommt auf europäische Fußball-Fans, die ihre Team zur Weltmeisterschaft nach Japan und Korea begleiten, noch eine weitere Hürde zu. Der ADAC weist jetzt darauf hin, dass die deutschen und europäischen Führerscheine in Japan und Korea nicht akzeptiert werden. Um im Land er aufgehenden Sonne einen Mietwagen zu bekommen, sollte man, so der ADAC, einige Vorbereitungen treffen.

Übersetzung nicht in Deutschland

Wichtig ist vor allem eine japanische Übersetzung des jeweiligen, nationalen Führerscheins. Das gilt auch für die neuen, internationalen Führerschein-Karten. Zuständig für die Übersetzung sind die Deutsche Botschaft in Tokio oder auch die Japan Automobile Federation (JAF). Nach ADAC-Informationen kann diese Übersetzung allerdings nicht in Deutschland vorgenommen werden, da weder die japanischen Konsulate noch die Geschäftsstellen der Automobilclubs Übersetzungen ins Japanische anfertigen. Das heißt, wer nach Japan fährt und mit dem Auto zu den Spielen möchte, sollte entweder Zeit für die Führerschein-Formalitäten einplanen oder den Postweg wählen.

45 Mark Gebühr

Für die Übersetzung bei der Botschaft müssen der Originalführerschein oder eine beglaubigte Kopie vorgelegt werden. Die Bearbeitungsgebühr beträgt etwa 2.400 Yen (45 Mark). Eine Bezahlung in Mark ist nicht möglich. Für die Rücksendung des übersetzten Dokuments nach Deutschland müssen selbst adressierte und ausreichend mit deutschen Briefmarken frankierte Rückumschläge beigelegt werden. Die Bearbeitungszeit beträgt etwa drei Tage, die Papiere sind vom Tag der Ausstellung ein Jahr lang gültig. Hat man es dann geschafft, lauert auch schon die nächste Hürde: in Japan herrscht Linksverkehr!

Auch in Korea muss übersetzt werden

Überstehen die deutschen Kicker die Vorrunde, ist ein Umzug ins zweite Austragungsland Südkorea möglich. Auch hier steht man einzig mit der deutschen Fahrerlaubnis auf dem Schlauch. In Korea muss der nationale Führerschein in einen koreanischen umgeschrieben lassen. Für Korea-Fahrer gibt es jedoch Hoffnung: Der ADAC bemüht sich bis zum Beginn der Fußball-WM um eine direkte Anerkennung eines deutschen internationalen Führerscheins ohne zusätzliches Umschreibe-Erfordernis.

Wichtige Adressen und Telefonnummern:

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

4-5-10 Minato-ku

Tokyo 106-0047

Japan

Tel. (00 81 3) 57 91 77 00

Fax (00 81 3) 34 73 42 43

Deutsches Generalkonsulat in Osaka

Umeda Sky Building, Tower East 35th Fl.

1-1-88-3501 Oyodonaka Kita-ku

Osaka 531-6035

Tel. (00 81 6) 64 40 50 70

Fax (00 81 6) 64 40 50 80

Deutsche Botschaft in Seoul

C.P.O. Box 1289

Seoul 100-612

Republic of Korea

Tel. (00 82 2) 7 48 41 14

Fax (00 82 2) 7 48 41 61

E-mail: dboseoul@kornet.net

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.