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Chevrolet Cruze 1.6 LS: Solide, günstig und unspektakulär

14.990 Euro verlangt Chevrolet für sein Kompaktklassemodell Cruze. Das ist ab sofort auch als fünftürige Schrägheckversion zu bekommen.

Chevrolet ging einen ungewöhnlichen Weg in der Kompaktklasse und führte den neuen Cruze zunächst in der hierzulande wenig geliebten Stufenheckversion ein. Jetzt kommt der Cruze als Fünftürer mit Schrägheck und für viele Kunden fährt er damit erst ins Rampenlicht. Das Design des Cruze ist zurückhaltend und massenkompatibel. Gerade das Heck wirkt angesichts der gigantischen Konkurrenz uninspiriert und dröge. Hier hätte man sich mehr Charakter gewünscht. Schließlich gibt es kaum Stammkundschaft für Chevrolet. Da kann man schon einmal mehr riskieren. "Wir glauben, dass die Fließheck-Version des Cruze uns die große Chance bietet, Chevrolets Präsenz und Marktanteil in diesem Segment weiter auszubauen", so Wayne Brannon, Präsident von Chevrolet Europe, "der große Erfolg der Cruze-Limousine, die 2010 Chevrolets meistverkauftes Modell war, stimmt uns sehr zuversichtlich, dass auch das Fließheck-Modell einen signifikanten Beitrag zu unserem Wachstum leisten wird."

Der nunmehr fünftürige Chevrolet Cruze hat zwei nennenswerte Stärken. Zum einen sein günstiger Basispreis und ein üppiges Platzangebot. Das könnte angesichts einer Gesamtlänge von 4,51 Metern durchaus noch größer sein. Doch vorne und hinten geht es bequem zu, sodass man meint, in einem Mittelklassemodell Platz genommen zu haben. Angesichts dieser Dimensionen alles andere als übertrieben. Auch der Kofferraum profitiert davon, dass der Cruze 20 bis 30 Zentimeter länger als die Konkurrenz vom Produktionsband fährt. 413 Liter Volumen sind mehr als ordentlich. Wer die Rückbank (40:60) umklappt, kann knapp 900 Liter nutzen. Wermutstropfen: Die Ladekante könnte niedriger sein.

Im Innenraum haben sich die Chevrolet-Designer mehr Mühe als am Heck gegeben. Auch wenn die Materialien noch Wünsche offen lassen, hat das Cruze-Interieur Hand und Fuß. Große Textilelemente an Armaturenbrett und Türtafeln überspielen große und wenig sehenswerte Kunststoffflächen. Die Sitze sind ordentlich und auch an die Schalteranordnung braucht man sich kaum gewöhnen. Eine glatte Fehlbesetzung ist jedoch das winzige LCD-Band über der Mittelkonsole, wo die Radiosender angezeigt werden. Wenig vorbildlich ist auch das Geräuschniveau von Motor und Aerodynamik. Während Konkurrenzmodelle wie VW Golf, Opel Astra oder ein Peugeot 308 viel Wert auf eine exzellente Geräuschdämmung legen, ist man bei Chevrolet hier weniger detailverliebt. Überdecken lassen sich die präsenten Geräusche bei schneller Autobahnfahrt auch nicht mit hörenswertem Radioklang. Boxen und Soundsystem genügen - zumindest beim Basismodell - nur geringsten Ansprüchen.

Auf der Autobahn wird es laut

Bei den Motoren dürften sich schon aus Kostengründen viele Kunden für das Basismodell entscheiden. Der 1,6 Liter große Benziner mit 124 PS ist allemal kraftvoll genug, um mit der Masse mit zu schwimmen. Der Vierzylinder ist dabei kein Leisetreter und besonders wer das maximale Drehmoment von 154 Nm bei 4.200 U/min ausnutzt merkt, dass auch bei der Geräuschdämmung gespart wurde. Die 0 auf Tempo 100 in zwölf Sekunden sind ein Indiz für die Trägheit des Triebwerks. Eine manuelle Fünfgangschaltung möchte man sich auch in dieser Klasse ersparen. Gerade ab Tempo 110 bis 120 fehlt die dringend benötigte sechste Schaltstufe. Eine Schaltpunktanzeige ermahnt die Piloten derweil zu effizienter Gangart. Wer es darauf anlegt, soll den Cruze mit 6,6 Litern auf 100 Kilometern bewegen können. Wer sparsamer unterwegs sein will, sollte zu einem der beiden Diesel mit 1,7 und 2,0 Litern Hubraum greifen.

Das Chevrolet-Fahrverhalten ist ordentlich, jedoch werden Unebenheiten in der Fahrbahn oder grobe Stöße an die Insassen weitergegeben. Auch die Bremsen des 1,3 Tonnen schweren Kompaktklassemodells könnten etwas bissiger sein. Die Chancen stehen jedoch nicht schlecht, dass der günstig eingepreiste Cruze zum Chevrolet-Markenerfolg beiträgt. Der Basispreis des Cruze LS 1.6 liegt bei 14.990 Euro. Dafür gibt es ESP, sechs Airbags, ABS und das allerdings bemitleidenswerte Soundsystem.

Stefan Grundhoff/Press-Inform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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