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Chrysler Sebring: Global und günstig

Nicht alle Tage stellt Chrysler außerhalb der USA ein Auto vor. Der neue Sebring soll die Marke in der volumenstarken Mittelklasse wieder auf die Beine helfen.

Die bislang letzte Sebring-Generation ist in unseren Breiten meist nur als Cabrio antreffen. Nur ganz selten bekommt man mal einen Viertürer zu Gesicht. In den USA ist der elegant-offene Viersitzer Sebring als Cabrio seit Jahren sehr erfolgreich - wer in den USA ein Cabrio als Mietwagen fährt, hat meist die Wahl zwischen Mustang und Sebring. In Europa aber konnte er den Alpha-Tiere rund um BMW 3er, Audi A4 und Mercedes nie gefährlich werden.

Von dem ehemals propagierten Premium-Anspruch Chryslers hat sich der Sebring losgesagt. Er will auch geschlossen mit viel Auto für wenig Geld in erster Linie gegen Opel Vectra, Peugeot 407 und Citroen C5 ankämpfen. Seinen etablierten Kollegen hat er einiges voraus: Denn die Dimensionen des neuesten Sebring sind beeindruckend.

Für den europäischen Markt

Mit einer Länge von 4,84 Metern strebt der Fronttriebler bereits in Richtung Chrysler 300C. Das Platzangebot fällt entsprechend üppig aus. Erstmals ist das europäische Mittelklasse-Segment bei der Entwicklung eines Chryslers als Maßstab genommen worden. Thomas Hausch, Direktor für International Sales and Marketing der Chrysler Group: "Der neue Sebring ist nicht nur das erste D-Segment-Fahrzeug von Chrysler mit einem Dieseltriebwerk, sondern das erste, das auch als Rechtslenker zu bekommen ist. Das erlaubt es uns, Kunden in ganz neuen Märkten anzusprechen." Scheint so, als wollten es die Amerikaner noch einmal wissen.

Mehr Kontur als der Vorgänger

Das Design ist eher unauffällig. So orientiert sich die Front des gestreckt wirkenden Sebring am Sportroadster Crossfire. Ähnlich die Riefen und die Kante in der Motorhaube, dazu der abgerundete Grill mit obligatorischem Wabenmuster und der Chrysler-Spange. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger zeigt die leicht ansteigende Seitenlinie nun deutlich mehr Kontur.

Am untypischen Stummelheck kommen dagegen eher japanische Gefühle auf. Sebring-typisch verschwindet das hintere Kennzeichen in der rundlichen Heckschürze. Die zweiteiligen Rückleuchten ziehen dabei sich weit in die Seitenansicht hinein. "Der Sebring beinhaltet die bekannten Chrysler-Attribute ausdrucksstark, athletisch und leidenschaftlich", schwärmt Chefdesigner Trevor Creed.

Frühstück auf der Autobahn?

Der Innenraum zeigt sich im bekannten Chrysler-Stil. Von der Liebe zum preiswerten Kunststoff konnte sich das Designteam auch diesmal nicht lösen. Besonders Bedienelemente, Mittelkonsole und Lenkrad könnten auch in dem neuen Mittelklassemodell deutlich hochwertiger sein. Neu ist das Bildschirm- Navigationssystem mit 20-GB-Festplatte und USB-Port. Diejenigen, die ihr Frühstück am liebsten auf der Autobahn einnehmen dürfen sich freuen: Als erstes Auto auf dem deutschen Markt wird der Becherhalter nicht nur kühl-, sondern auch beheizbar sein - nie mehr kalter Kaffee im Stau. Die Rückbank lässt sich im Verhältnis 40:60 umklappen und der Stauraum somit deutlich erweitern. Leider lassen sich die Kopfstützen im Fond nicht verstellen.

Im Frühjahr 2007 soll der neue Sebring nach Europa kommen. Die Produktion für den US-Markt startet in den nächsten Wochen. Der Amerikaner soll bei uns in den beiden Ausstattungsvarianten Touring und Limited beim Händler stehen.

Wie im Dodge Caliber

Für den Antrieb sorgen zunächst drei Benziner und ein Diesel. Da ist einmal der Zweiliter-Benziner, der mit seinen vier Zylindern 112 kW/152 PS und 190 Nm leistet. Zudem werden ein 2,4-Liter-Aggregat mit 173 PS sowie ein 2,7 Liter V6 mit rund 200 PS verfügbar sein. Wie im Dodge Caliber kommt auch im Sebring der von Volkswagen eingekaufte Dieselmotor zum Einsatz. Das Zweiliter-TDI-Aggregat ist mit seinem Sechsganggetriebe besonders sparsam und leistet 140 PS und 310 Nm Drehmoment.

Zu einem späteren Zeitpunkt könnten ergänzend eine Allrad-, eine SRT-Sportversion und ein Cabriolet folgen. Für Sicherheit an Bord sorgen Front-, Kopf- und Seitenairbags, sowie ABS, ESP, Bremsassistent. Der Einstiegspreis steht noch nicht fest, dürfte für das Basismodell mit 152 PS jedoch bei rund 25.000 Euro liegen.

Pressinform / PRESSINFORM

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.