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Der neue VW Passat Das Erfolgskonzept heißt Biedermann

Dass es den Designern gelingt, soviel Platz in einer dynamische Form zu kleiden, verdient Anerkennung. Fraglos wird der nächste Passat wieder ein Erfolg, auch ohne die Herzen zu erobern.  Die Limousine wird es in Deutschland wie immer schwer haben, zumal sie zwischen dem Jetta und dem atemraubenden Passat Coupé namens CC behaupten muss. Hierzulande ist und bleibt der Variant der Erfolgsgarant. Beim Ladevolumen findet er kaum seinesgleichen. Hinzu kommt der gute Ruf und die schier endlose Palette an Motoren und Assistenzsysteme, die VW aufbieten kann.
Dass es den Designern gelingt, soviel Platz in einer dynamische Form zu kleiden, verdient Anerkennung. Fraglos wird der nächste Passat wieder ein Erfolg, auch ohne die Herzen zu erobern.
Die Limousine wird es in Deutschland wie immer schwer haben, zumal sie zwischen dem Jetta und dem atemraubenden Passat Coupé namens CC behaupten muss. Hierzulande ist und bleibt der Variant der Erfolgsgarant. Beim Ladevolumen findet er kaum seinesgleichen. Hinzu kommt der gute Ruf und die schier endlose Palette an Motoren und Assistenzsysteme, die VW aufbieten kann.
© Schulte-Design
Emotionen und Leidenschaft ruft auch der nächste Passat nicht hervor. Aber mit den folgenden Argumenten will der Verkaufsschlager von VW Familien und Dienstwagenfahrer überzeugen.

1. Zurückhaltendes Äußeres

Der Passat bleibt unspektakulär. Das war zu erwarten, denn noch niemals hat ein Passat leidenschaftliche Liebe geweckt. Geschadet hat dem Wagen seine Zurückhaltung noch nie: Seit 1973 wurden 22 Millionen Passat produziert. Vom aktuellen Modell liefen bisher 1,1 Million Fahrzeuge von den Bändern. Experimente darf man da nicht erwarten: Für optische Finessen ist das Edelcoupé CC zuständig, der normale Passat soll Hausmannskost bieten. So wie es die Kunden erwarten. Bei nahezu identischen Dimensionen hat das Familienmobil aus Wolfsburg um bis zu 85 Kilogramm abgespeckt und präsentiert sich mehr denn je mit Technik vollgestopft.

2. Assistenzsysteme aus der Oberklasse

Innovation kommt durch Elektronik: Das Mittelklassemodell ist das erste Fahrzeug seiner Klasse, das auf Wunsch mit einer komplett animierten Instrumenteneinheit in den Handel fährt. Tacho, Drehzahlmesser, Navigation und weitere Funktionen werden auf einem 12,3 Zoll großen Display wiedergegeben, das mit 1440 x 540 Pixeln gestochen scharf sämtliche Informationen darstellt. Wem das nicht reicht, der kann Limousine und Variant ergänzend mit einem Head-Up-Display ordern. Die Informationen werden hierbei wie schon bei Mazda und Peugeot auf eine ausfahrbare Glasscheibe projiziert. Doch Elektronik aus der Oberklasse lässt auch die Preise explodieren. Die teuren Extras wird sich gewiss nicht jeder Kunde leisten wollen.

3. Schöner Wohnen im Innenraum

Innen will die achte Passat-Generation beim Kunden punkten und klopft an die Tür zur Premiumliga. Die komplette Anmutung soll eine Klasse nach oben geschoben werden. Dazu kommen weitere Annehmlichkeiten. So gibt es unter anderem klimatisierte Komfortsitze mit Massagefunktion, Fond-Entertainment, LED-Leuchten rundum oder eine neue Generation von Entertainment- und Navigationssystemen mit entsprechender Vernetzung.

4. Riesiger Rauminhalt

Die bekannten Qualitäten von Innenraum, Laderaum und die Variabilität bleiben erhalten. Allerdings wächst das Fahrzeug nicht. Der 4,77 Meter lange VW Passat zeigt sich außen kaum verändert (zwei Millimeter kürzer, 1,4 Zentimeter flacher), hat aber 3,3 Zentimeter mehr Innenraum. "Das bedeutet mehr Beinfreiheit und auch ein größeres Kofferraumvolumen", sagt Volkswagen-Entwicklungsvorstand Heinz-Jakob Neusser. "Wir haben zum Beispiel 47 Liter Kofferraumvolumen beim Variant zulegen können." Dann stehen 650 bis 1740 Liter zur Verfügung.

5. Erhebliche Spriteinsparung

Das Antriebsgesamtpaket aus Front- und Allradlern - wahlweise mit Handschaltung oder Doppelkupplungsgetriebe - umfasst zunächst vier Dieseltriebwerke mit 1,6 sowie 2,0 Litern Hubraum in einem Spektrum von 88 kW/120 PS bis 176 kW/240 PS. Der Topdiesel verbraucht trotz seiner 500 Nm Drehmoment gerade einmal 5,3 Liter Diesel. Bei den Benzinern gibt es Vierzylinder mit 1,4, 1,8 und 2,0 Litern Hubraum. Die Leistungspalette liegt zwischen 92 kW/125 PS und 206 kW/ 80 PS. Zylinderabschaltung und zahlreiche Effizienzmaßnahmen sollen die Verbräuche um 20 Prozent reduzieren. "Für uns ist ein Fünftel weniger eine gnaze Welt", unterstreicht Entwicklungschef Neußer.

6. Mit Stromantrieben in die Zukunft

Mit etwas Verspätung reichen die Wolfsburger einen Benziner mit Plug-In-Hybrid-Antrieb nach, dessen Elektromodul eine Reichweite von bis zu 50 Kilometern realisieren soll. Seine Gesamtleistung liegt mit 211 PS knapp über der des VW Golf Plug-In-Hybrid.

Vom Plug-In-Passat verspricht sich Volkswagen einiges an Stoßkraft. Vor allem in Märkten, die sich nicht für den Diesel begeistern können, wird man ohne Stromantrieb nicht bestehen können. Wichtige Länder wie China akzeptieren nur noch Dienstwagen mit Mini-Motoren. Nur mit einem zusätzlichen Elektromotor können diese Modelle sportlich auftreten. "Im Jahre 2018 wollen wir der erfolgreichste Automobilhersteller der Welt sein", sagt Neusser, "auf dem Weg dahin ist der neue Passat eines der Kernfahrzeuge.

7. Alles ohne Preiserhöhung

Seine Weltpremiere feiert die achte Generation des VW Passat auf dem Pariser Autosalon im Oktober; zum November kommen Limousine und Variant in den Handel. Die Preise dürften sich trotz der gewollten Höherpositionierung aufgrund harter Wettbewerbssituationen kaum nach oben verändern. Preislich geht es aktuell für den 122 PS starken VW Passat 1.4 TSI als Limousinen-Handschalter derzeit bei 25.375 Euro los.

Press-Inform

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