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Hintergrund: Pariser Salon: Mit großem Gepäck

Auf der Motor Show in Paris zeigen Hersteller das, was in den nächsten Monaten auf Europas Autokunden zurollen wird. Ob Facelift oder völlig neu gestylt – die meisten empfehlen sich vor allem durch Effizienz.

Alfa Romeo Die Italiener bringen eine noch dynamischere Version des Brera mit nach Paris. Der Neue heißt "Brera TI" und fährt mit extra-straff abgestimmtem Fahrwerk, edler Lederausstattung und ergonomisch geformten Sportsitzen vor. Blickfang sind die 19-Zoll-Alufelgen im Stil des 8C Competizione, die rotlackierte Bremssättel durchblitzen lassen. Für flotten Vortrieb liefert Alfa zwei Benziner – einen 2,2-Liter-Vierzylinder mit 185 PS und einen 3,2-Liter-V6-Motor, der "TI" mit 260 Pferdchen ans Limit von 250 km/h bringt.

Audi Am Audi-Stand feiert die nächste Generation des S4 Weltpremiere. Mit einem Durchschnittsverbrauch 9,7 Litern ist das Topmodell der Ingolstädter Mittelklasse um einiges bescheidener geworden. In Sachen Sportlichkeit müssen dank des neuentwickelten Drei-Liter-V6-Motors mit Direkteinspritzung und mechanischer Aufladung nicht mal Abstriche gemacht werden. 333 PS sind Kraft genug für flotte Beschleunigungsmanöver in 5,1 Sekunden. Zu den Händlern kommt der neue S4 im nächstem März.

BMW BMW stellt den neuen bereits vorab präsentierten 7er auf die Messebühne. Spannender wird’s daher, wenn die Hüllen des concept X1 fallen, mit dem die Gene der geländetauglichen X-Modelle in der Kompaktklasse angekommen sind.

Bentley Bentley schickt nach zehn Jahren den Arnage aufs Altenteil und feiert in Paris mit dem Sondermodel "Final Series" stilvoll Abschied vom Flagschiff. Äußerlich wurden nur ein paar Kleinigkeiten verändert. Auffälligste Retusche ist der Doppelrohrauspuff. Innen verschönern besonders edle Details wie klappbare Edelholztischchen und Minibar den Aufenthalt. Für souveränen Vorschub sorgt jetzt ein 6,75-Liter-V8-Motor mit 507 PS und 1000 Nm Drehmoment, der die 2,5 Tonnen-Limousine auf maximal 288 km/h beschleunigt und dafür durchschnittlich 19,5 Liter Superbenzin verlangt - ein englisher Gruß aus klimaproblemfreien Zeiten.

Ford Bei Ford lässt der neue Ka die Hüllen fallen. Mit frechen Farben und pfiffigen Details soll die Neuauflage vor allem junges Publikum begeistern. Zwei sparsame Motoren hält der Hersteller bereit: Einen 69 PS starken 1,2-Liter--Benziner und, erstmals in dieser Modellreihe, einen Turbodiesel mit 1,3 Liter Hubraum. Der entwickelt 75 PS und begnügt sich im Fahrzyklus mit 4,2 Litern. Geordert werden kann der Ka zu Preisen ab 9750 Euro. Noch sauberer präsentiert sich der Fiesta ECOnetic. 3,7 Liter Diesel - mehr will der Kleine im Durchschnittsbetrieb nicht. Übersetzt in CO2-Ausstoß heißt das: Vorbildliche 98 Gramm pro Kilometer. Nachgelegt hat Ford beim Kuga. Ab Frühjahr 2009 steht für den Crossover auch ein 200 PS starker Turbodiesel mit 2,5 Liter Hubraum zur Wahl, der durchschnittlich 9,9 Liter schluckt.

Russische Mechaniker haben einen Bentley-Panzer aus Luxuswagen und Kettenfahrzeug gebaut.

Honda Am Honda-Stand dürfte der für 2009 erwartete "Volkshybrid" Insight allen anderen Modellen die Schau stehlen. Noch hat das Modell mit dem umweltfreundlichen Doppelantrieb den Status einer Studie - die allerdings ganz nah an der Serie ist. Ein Facelift hat Honda seinem aktuellen Hybridfahrzeug spendiert. Leicht überarbeitet wurden Scheinwerfer, Rückleuchten und Frontschürze des Civic Hybrid. Beim Antrieb ändert sich hier aber nichts.

Hyundai Hyundai schickt den Getz-Nachfolger i20 in Paris auf die Bühne. Die sauberste Variante, i20 blue, wird in Paris vorerst noch als Studie präsentiert und kommt frühestens Ende 2009 zu den Händlern.

Infinity Infinity, die Luxusmarke von Nissan, ist endgültig in Europa angekommen. Am Vorabend des Pariser Autosalons eröffnet sie ihr erstes europäisches Autohaus in Paris. In den Messehallen wird die Premiere des 320 PS starken Hochleistungs-Crossover FX37 gefeiert.

Kia Kia stellt die Serienversion seiner Studie "Soul" vor. Gleich in sieben Versionen wird das Crossover-Modell präsentiert. Der Soul kann als Diesel oder Benziner geordert werden. Die 1,6-Liter-Motoren leisten jeweils 126 PS. Die sparsamste Variante verbraucht durchschnittlich 5,1 Liter Kraftstoff, was einem CO2-Ausstoß von 137 Gramm pro Kilometer entspricht. In ihrer "Green Zone" präsentiert der Hersteller seine neuesten Errungenschaften auf dem Gebiet umweltfreundlicher Technologien. Während es sich bei dem Kia Soul Hybrid, dem cee’d Hybrid und dem Brennstoffzellenfahrzeug Sportage FCEV noch um Studien handelt, wird der cee’d ISG mit dem neuen Start-Stopp-System schon bald auf der Straße zu sehen sein.

Mercedes-Benz Mercedes hat endlich die Antwort auf japanische Hybridtechnologie parat - den S 400 BlueHybrid. Benzin- und Elektromotor mobilisieren zusammen 299 PS. Aus dem Stand auf 100 kommt die Limousine in 7,3 Sekunden. Bei effizienter Fahrweise lässt sich der Verbrauch auf 7,9 Liter reduzieren. Fans offener Sportwagen werden dagegen am neuen Roadster hängen bleiben. Kurz bevor die Produktion des SLR ganz ausläuft, legt Mercedes jetzt nach und bringt die Modellvariante SLR McLaren Roadster 722 S mit noch straffer abgestimmtem Fahrwerk, verbesserter Aerodynamik und 650 statt 626 PS. Und Staatsmänner aufgepasst: Die Stuttgarter empfehlen sich einmal mehr als Produzenten luxuriöser Sicherheitskarossen. In Paris fährt der 6,63 Meter lange S 600 Pullman Guard vor. Rundumgepanzert bietet er Insassen höchstmöglichen Schutz - selbst gegen großkalibrige Gewehrkugeln und Granatsplitter. Ein 5,5-Liter-Biturbo-Zwölfzylinder mit 517 PS und 830 Nm treibt die mobile Trutzburg an.

Mazda Mazda packt nicht nur eine schicke Studie namens Kiyora aus. Erstmals zeigen die Japaner den aufgefrischten Roadster MX-5. Diskrete Änderungen gibt es vor allem an der Frontpartie.

Nissan Star am Nissanstand ist der fünftürige Kleinwagen Pixo. Seine Maße: 3,57 Meter lang, 1,47 Meter hoch und 1,60 Meter breit. Als Triebwerk ist ein kleiner 1,0-Liter Dreizylinder an Bord. Ab Mitte 2009 soll Pixo auf den europäischen Märkten kräftig mitmischen.

Opel Opel stellt den neuen Kombi Insignia Sports Tourer vor. Zwei neue Insignia-Motoren haben die Rüsselsheimer ebenfalls im Messegepäck. Der 2,0-Liter-TwinTurbo-Diesel mit Clean-Tech-Verbrennungsverfahren entwickelt 190 PS, der 1,6-Liter-Turbobenziner 180 PS. Darüber hinaus gewährt Opel einen ersten Blick auf den neuen Insignia mit Öko-Antrieb ecoFLEX.

Porsche Porsche zeigt den Cayenne S Transsyberia, den alltagstauglichen Ableger des mehrfachen Rallye-Champions. 405 PS beschleunigen ihn auf 253 km/h, Ralley-Feeling im Alltag lässt sich zu Preisen ab 77.558 Euro erleben.

Renault Beim Heimspiel in Paris feiert Renault Premiere des neuen Mégane. Für mehr Überraschung sorgt allerdings ein SUV namens "Stepway", für den unverkennbar Dacia Sandero Pate stand. Zunächst soll sich das Modell aber nur auf den Märkten Südamerikas tummeln.

Toyota Toyota lässt in Paris gleich drei Neuheiten vom Stapel laufen: Den neuen Avensis, der demnächst in dritter Generation die Modelloffensive der Japaner eröffnen soll. Ebenfalls Weltpremiere feiert der serienreife Kleinstwagen iQ. Mit weniger als drei Metern Länge ist er derzeit kürzester Viersitzer der Welt und punktet mit vorbildlich geringem CO2-Ausstoß von nur 99 Gramm pro Kilometer. Dritter im Bunde ist der kompakte Allradler Urban Cruiser, unverkennbar kleiner Bruder des RAVA4, den Agilität und vor allem eine erfreuliche Umweltbilanz auf Erfolgskurs bringen sollen.

Volkswagen Bei VW huldigt man derweil dem unverwüstlichen Dauerbrenner: Der sechsten Generation GOLF GTI.

Susanne Kilimann / pressinform / PRESSINFORM

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