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Hintergrund: Sportliche Kompaktklasse: Klein, stark und willig

Auf einmal hatte es der legendäre Golf GTI mit echter Konkurrenz zu tun. Kadett GSi und Escort XR-3i rüttelten an seinem Thron, ohne dass dieser je hätte umfallen können. Die Langweil-Zeiten in der sportlichen Kompaktklasse haben sich längst gewandelt. Immer mehr Modellen im Trainingsdress treten gegen den Platzhirschen aus Wolfsburg an. Gerade die Asiaten haben ihre Liebe zum Leistungsschub entdeckt.

Mit der jüngsten Golf-Generation besann sich Volkswagen auf seine alten Tugenden. Der GTI wurde wieder ein echter Spaßmacher, eine erfolgreiche Marke in der Marke. Davon können Marketingabteilungen anderer Hersteller nur träumen. Opel und Ford ließen sich nicht lumpen und hatten mit Astra OPC (240 PS) und Focus ST (220 PS) in diesem Frühjahr ebenfalls einen eindrucksvollen Auftritt. Doch das Trio von einst ist eben kein solches mehr. Volkswagen legte mit dem grandios sportlichen Golf R32 hausintern noch einmal eine Schippe nach – sechs Zylinder, Allradantrieb und 250 PS. Das bietet übrigens auch der Audi A3 3.2 quattro, nur eine Spur eleganter. Da ließ es sich BMW nicht nehmen mit dem BMW 130i den derzeit wohl sportlichsten Spaßmacher ins Rennen zu schicken. Sein Vorteil: 265 PS und der immer junge Hinterradantrieb.

Doch auch Konkurrenten wie Honda und Mazda wollen mit jüngsten Errungenschaften Wirbel in die Klasse bringen. Der neue Honda Civic war noch nicht offiziell auf dem Markt, da konnte bereits vernehmen, dass der Type-R wieder eine besondere Rennmaschine werden sollte. Bisher nur auf dem Genfer Salon präsentiert, wollen es die Asiaten der starken Konkurrenz zeigen. Der neue im knackigen Rennanzug wird das Image der grenzenlosen Drehorgel weiterschreiben. Wer in dieser Klasse sportliche Fahrleistungen, einen kraftvollen Auftritt und Drehzahlen in Richtung 8.000 Touren möchte, kommt um den neuen Civic Type-R kaum herum. Marktstart Anfang 2007.

Nur wenige hatten beim Thema Sportlichkeit bisher Mazda auf der Rechnung. Gewiss, dynamisch waren die Nippons schon immer, aber der Spaßroadster MX-5 überstrahlte alles, was es bislang in Richtung Sportlichkeit gegeben hatte. Beim aktuellen Mazda3 wollte man auf eine imageträchtige Sportversion nicht länger verzichten. Wie der dynamische Sechser bekommt auch er den Zusatz „MPS“. Soll bedeuten, dass die knackige Rennsemmel mächtig Dampf unter der Haube hat. Er legt die Latte noch ein Stück höher, hat mir 260 PS sogar mehr Leistung als der omnipotente Golf R32. Bleibt abzuwarten, wie sich diese Motorleistung mit dem Frontantrieb verträgt.

Eine ausgeklügelte Elektronik mit Sperrdifferential soll sorgen, dass nicht zuviel an die geschundene Lenkachse kommt. Der Opel Astra OPC mit seinen 240 PS zeigt, dass über 200 PS an der Vorderachse nicht nur für Freude sorgen können. Mit dem Mazda3 MPS hat man ab Sommer einen weiteren Kraftmeier in der Gilde der Kompaktmodelle. Die wird in Sachen Image nach wie vor von Golf GTI und Mini Cooper S angeführt. Wer beim bayrisch-britischen Mini so richtig Gas geben möchte, entscheidet sich sogar für den M-Works-Kit.

Fast unbemerkt von der starken Konkurrenz dümpelt seit rund einem Jahr ebenfalls der Citroen C4 2.0 16v vor sich hin. Nicht so präsent wie die neuen Rennversionen aus Asien, aber mit seinem ungewöhnlichen Design und 130 kW / 177 PS allemal einen Augenkontakt wert. Dass sich die Verkaufszahlen im erwartet kleinen Rahmen halten, dafür sorgen die mittelmäßige Motorleistung und das allzu polarisierende Styling des Franzosen. Wenn es schon um geringe Stückzahlen geht, darf einer wie der Alfa 147 GTV nicht fehlen. Er bietet einen imposanten optischen Auftritt, 240 PS und den grandiosen Sound eines 3,2-Liter-Triebwerks mit den obligatorischen sechs Zylindern. Bleibt abzuwarten, wohin das Rennen in der Kompaktklasse in der nächsten Zeit geht. Ende des Jahres wird der Neuling Dodge Caliber SRT-4 vorgestellt – 300 PS stark.

Pressinform / PRESSINFORM

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.