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Jaguar Land Rover Special Vehicle Operations: Traumfabrik

Im englischen Coventry tüfteln 1.200 Spezialisten an außergewöhnlichen Jaguar- und Land Rover-Vehikeln. Dabei geht es um weit mehr als simples Werkstuning.

Wie im Science-Fiction-Film: auf einem 40,6 Zoll Riesen-Touchscreen können sich die Kunden ihr Auto zusammenstellen

Wie im Science-Fiction-Film: auf einem 40,6 Zoll Riesen-Touchscreen können sich die Kunden ihr Auto zusammenstellen

Oxford Road in Coventry. Ein quaderförmiges graues Gebäude. Modern, aber nichts Besonders. Auf den ersten Blick. Nur Ausgewählte dürfen hier rein. Kameras müssen abgegeben werden, Fotohandys werden verklebt und nur mit einer speziellen Karte schiebt sich eine schwere Wand lautlos auf die Seite. Die große weiße Halle dahinter wirkt fast aseptisch sauber, fast könnte man vom Boden essen. Fein säuberlich aufgereiht stehen einige Vehikel herum. Ein F-Type Project Seven hier, das orangeschimmernden Schurken-Auto Jaguar C-X75 aus dem James Bond-Abenteuer "Spectre" dort, daneben ein paar Land Rover mit Spezial-Lacken, darunter ein augenkrebserregendes Metallic-Giftgrün. Neben diesem Overkill geht der schwarze Range Rover ein paar Meter weiter fast unter. Bei genauerem Hinsehen fallen die kleineren Seitenscheiben ins Auge. Ein untrüglicher Hinweis, dass hier eine rollende Trutzburg steht. Bei so einem Gefährt wäre jede Auffälligkeit fahrlässig. Die Panzerung hält seitlichen Explosionen von 15 Kilogramm TNT stand, ebenso, wie dem direkten Beschuss von Kugeln mit dem Kaliber 7,62 Millimeter oder Handgranaten. In so einem Panzer im Gewand eines Straßenkreuzers fühlen sich die Reichen dieser Welt sicher vor Attacken. Der Preis für den ansehnlichen Bunker auf vier Rädern: rund 400.000 Euro.

Traumfabrik
Wie im Science-Fiction-Film: auf einem 40,6 Zoll Riesen-Touchscreen können sich die Kunden ihr Auto zusammenstellen

Wie im Science-Fiction-Film: auf einem 40,6 Zoll Riesen-Touchscreen können sich die Kunden ihr Auto zusammenstellen

"Wir erfüllen Träume", sagt Mark Stanton, der Chef von "Jaguar Land Rover Special Vehicle Operations" (SVO). Da ist der Spitzname Traumfabrik für diese Fertigungsstätte nicht allzu weit hergeholt. Der tonnenschwere Range Rover ist nur ein Produkt des neuen Geschäftsbereichs des englischen Autobauers. Die Angebotspalette unter diesem Dach ist breit gefächert. Die Tempo-Division SVR nimmt BMW M und Mercedes AMG mit Autos, wie dem 575-PS-Geschoss F-Type SVR, aufs Korn. Bei "Luxury" haben sich die Briten Rolls-Royce, Bentley und Ferrari im Visier. Wie sich Jaguar Land Rover das vorstellt, sieht man an den Range Rover Autobiography-Modellen, die mit den feinsten Stoffen und ausgesuchten Luxus brillieren, aber auch die Kleinigkeit von 167.000 Euro kostet.

"Capability" (dt.: Fähigkeit) dürfte vor allem bei den Offroad-Fans die Erwartungen schüren. Was genau wann kommen wird, ist noch ein großes Geheimnis. Dass aber Geländegängigkeit gepaart mit PS-Power eine Rolle spielen wird, darf angenommen werden. Dem zunehmenden Trend zur Individualisierung trägt der Bereich Personalisation Rechnung. "Wir kennen unsere Produkte am besten. Also glauben wir, dass wir einen besseren Job machen, als andere Veredler", meint Greg Clark, der bei Jaguar Land Rover die Personalisierungsabteilung leitet. Es geht um nicht weniger, als die Steigerung der Exklusivität und überbordenden Luxus. Im Durchschnitt lassen sich die Land Rover Fahrer die individuelle Note ihres Fahrzeugs 25.000 englische Pfund kosten (rund 29.330 Euro).

"Capability" (dt.: Fähigkeit) dürfte vor allem bei den Offroad-Fans die Erwartungen schüren. Was genau wann kommen wird, ist noch ein großes Geheimnis. Dass aber Geländegängigkeit gepaart mit PS-Power eine Rolle spielen wird, darf angenommen werden. Dem zunehmenden Trend zur Individualisierung trägt "Personalisation" Rechnung. "Wir kennen unsere Produkte am besten. Also glauben wir, dass wir einen besseren Job machen, als andere Veredler", meint Greg Clark, der bei Jaguar Land Rover die Personalisierungsabteilung leitet. Es geht um nicht weniger, als die Steigerung der Exklusivität und überbordenden Luxus. Im Durchschnitt lassen sich die Land Rover Fahrer die individuelle Note ihres Fahrzeugs 25.000 englische Pfund kosten (rund 29.330 Euro)

Luxus erwarten auch die Kunden bei SVO. In der "Commissioning Suite", einem virtuellen Showroom der Sonderklasse, nehmen die Käufer auf super bequemen weißen Leder Sofas Platz und stellen sich ihr Wunsch-Fahrzeug zusammen. Preise jenseits der 200.000 Euro sind keine Seltenheit, eher die Regel. "Wir haben Kunden, die verbringen den ganzen Tag hier und andere nur eine Stunde", erzählt Greg Clark, der in einem maßgeschneiderten Anzug durch sein Reich führt. Damit die Kauflaune auch ungebrochen bleibt, kredenzt der Michelin-Sternekoch Graham Edwards kulinarische Köstlichkeiten, auf Wunsch mit Champagner - versteht sich. An den Wänden hängen Leder- und Lackproben, doch das zentrale Konfigurations-Werkzeug ist ein 40,6-Zoll großer Touchscreen, der wie ein riesiges Tablet funktioniert. Das Zusammenstellen des Autos macht Spaß: Legt man eine rautenförmige Lackprobe auf den Monitor nimmt das Auto auf dem Bildschirm in 4K-Auflösung die entsprechende Farbe an. Mit einem Drehrad und Bedienflächen kann man das Fahrzeug aus jedem Blickwinkel betrachten und alle Optionen durchspielen. Auch die beliebte Zweiton-Lackierung ist kein Problem: einfach eine weitere Farbprobe auf den Touchscreen legen.

Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Rund 15.000 Farbtöne kann die Lackiererei, die nur einen Steinwurf weit entfernt ist, umsetzen. Die Farbgebung erfolgt nach modernsten und ökologischen Methoden. Die Roboter bewegen sich um das Auto herum, das erhöht die Qualität und überflüssige Farbe wird recycelt. Die gasbetriebenen Trockenöfen sind so sparsam, dass man mit dem gewonnenen Brennstoff über 65 000 Haushalte ein Jahr lang heizen könnte und die wiederverwertbaren Kartonfilter sparen jährlich bis zu 2,6 Millionen Liter Wasser. Luxus bedeutet also nicht immer Verschwendung.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.