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Mercedes S 500 Plug-In Hybrid: Heckansicht

Die beste Limousine der Welt will ab Herbst noch ein Stück besser werden. Die erste Plug-In-Version in der Mercedes S-Klasse soll den Abstand zur Konkurrenz weiter vergrößern und zeigen, dass sparen auch Spaß machen kann.

Gigantischer als die Mercedes S-Klasse konnte man kaum starten. Etwas mehr als ein Jahr auf dem Markt, fährt das Vorzeigemodell aus dem Hause Daimler der Konkurrenz weltweit um die Ohren. Wenn es normal weiterläuft, erscheint eine Jahresverkaufszahl von 100.000 Stück alles andere als unmöglich. Keine Chance für BMW 7er und Audi A8, die in der Luxusklasse alles andere als Kanonenfutter sind. Neben aktuell drei Radständen folgen zwei weitere Langversionen; dazu Cabrio und Coupé. Das Motorenprogramm, das derzeit vom 2,2 Liter großen Dieselhybrid bis zum 630 PS starken V12 reicht, bekommt im Herbst erneut Zuwachs. War die Variante des S 400 Hybrid bisher nur unwichtiger Nebendarsteller, so soll der Mercedes S 500 Plug-In Hybrid das Thema Teilelektroantrieb endlich auch bei den Stuttgartern begehrlich machen. "Unsere Hauptmärkte werden die USA und China sein", so Produktmanager Matthias Kuchenbecker, "aber auch in Europa versprechen wir uns einiges."

Mercedes S 500 Plug-In Hybrid: Heckansicht
Mercedes S 500_Plug-In Hybrid 2015

Mercedes S 500_Plug-In Hybrid 2015

Der doppelt aufgeladene Dreiliter-Sechszylinder des Mercedes S 400 wurde, an sich 245 kW / 333 PS und 480 Nm stark, mit einem 85 Kilowatt starken Elektromodul kombiniert. "Das lässt sich an der heimischen Steckdose in zweieinhalb Stunden aufladen", erklärt Kuchenbecker, "das reicht für mindestens 30 Kilometer rein elektrisches Fahren." Die Technik ist im Antriebstrang und im Laderaum untergebracht. Während im gewohnt edlen Innenraum der S-Klasse abgesehen von einem geänderten Fahrmodischalter nichts auf die Kraft der zwei Herzen hindeutet, sieht das im zerklüfteten Laderaum ganz anders aus. Das opulente Kofferabteil von 530 Liter reduziert sich durch das 8,7-kWh-Akkupaket auf gerade einmal 395 Liter. Besonders nervig: die störende Stufe im Laderaum, die die Nutzbarkeit deutlich einschränkt. "Zwei Golfbags und große Koffer passen jedoch noch immer", räumt Matthias Kuchenbecker ein.

Die Leistungsdaten der Mercedes S 500 Plug-In Hybrid sind beeindruckend. So soll er mit 0 auf Tempo 100 in 5,2 Sekunden Leistungsdaten wie ein Achtzylinder, gepaart mit dem Verbrauch eines Vierzylinders bieten. Der Normdurst bei aufgeladenem Akku: 2,8 Liter Super. Tempo 250 Spitze und jede Menge Fahrspaß soll das 2,2 Tonnen schwere S-Modell, das nach wie vor mit der Siebengang-Automatik auskommen muss, zusätzlich bieten. Für maximale Effizienz gibt es erstmals eine voll vernetzte Routenberechnung, die mit Informationen über Innenstädte, Autobahnen, Berg- und Talfahrten die Fahrmodi vollvariabel anpasst. Das konnte bisher kein anderer. Aus dem Cockpit des S 500 lassen sich vier Programme ansteuern: Hybrid, E-Modus für rein elektrisches Fahren, Charge für Lademodus für den Akku, und E-Save um den Akku während der Fahrt nicht zu entladen. Der Preis ist überraschend konkurrenzfähig; soll er exakt auf dem Niveau des ähnlich leistungsstarken Achtzylinders im normalen S 500 liegen. Der startet als Langversion 455 PS stark aktuell bei 108.944 Euro. Der Plug-In Hybride wird ebenfalls nur als Langversion zu bekommen sein.

Wäre nur dieses Hinterteil nicht. Die Rückansicht der Mercedes S-Klasse ist an sich elegant, sehenswert und viel versprechend zugleich. Ein standesgemäßer Abschluss mit sehenswerten Linien und wohl proportionierten Formen. Beim Mercedes S 500 Plug-In Hybrid, der ab September das Motorenangebot komplettiert, sieht das etwas anders aus. In der Stoßstange unter der rechten Rückleute beleidigt eine üppig dimensionierte Plastikklappe das verwöhnte Auge. Sieht gerade bei hellen Lackierungen wie silber oder weiß aus wie eine Bastellösung aus dem Zubehörhandel. Ein paar Zentimeter darüber prangt der wenig sehenswerte Teilschriftzug "Plug-In Hybrid". "Wir müssen den Schriftzug aus Sicherheitsgründen für Rettungskräfte und Helfer auf dem Auto lassen", räumt Matthias Kuchenbecker ein, dem das Zähneknirschen über diese überflüssige Vorgabe der EU anzusehen ist, "kann daher auch nicht abbestellt werden." Heißt, Händler und Autokunde müssen in der heimische Garage selbst zum Fön greifen und den nervigen Kleebuchstaben den Garaus machen. Zumindest etwas Handarbeit. Den Rest erledigt der Mercedes S 500 Plug-In Hybrid ja vollautomatisch.

Press-Inform / pressinform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.