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Tj Cruiser : Toyotas Minivan: Cool, praktisch und ganz schön böse

Praktisch wie ein Minivan, rabiat wie ein Pick-up und ganz viel SUV-Look: Der Tj Cruiser macht das Mama- und Papa-Dasein spannend, und könnte das Genre Minivan retten.

Im Konzept-Fahrzeug ist der Wagen auf "Heavy Duty" ausgelegt.

Im Konzept-Fahrzeug ist der Wagen auf "Heavy Duty" ausgelegt.

Minivans wie der Zafira, der C4 Picasso oder der Sharan sind ungeheuer praktisch. Es passt viel hinein und dennoch fahren sich die Modelle inzwischen fast wie ein Kombi gleicher Größe. Wenn nur das Image von Windeln und Kinderwagen nicht wäre. Doch mit ihrem Pampers-Geruch haben Minivans seit Jahren einen schweren Stand gegenüber der SUV-Welle, die zumindest optisch an Freiheit und Abenteuer erinnert. Immer wieder ist die Rede davon, dass Minivan-Modelle vom Markt verschwinden sollen.


Cool und praktisch


Nun macht Toyota einen ernsthaften Versuch den Minivan zu erhalten. Das Tj Cruiser Concept stellt einen Familien-Van vor, der ganz böse aussieht. Dazu haben sich die Designer den mächtigen Grill von den Pick-ups abgeschaut und gewaltige Alufelgen und ausgestellte Radkästen vom SUV entliehen. FS Tj CRUISER


Und was soll man sagen? Das Tj Cruiser sieht nach deutlich mehr "Badass" aus, als der brave Seat Alhambra, der bei uns vor der Tür steht. Der bisherige Nachteil von SUVs ist, dass sie bei gleicher Größe deutlich weniger Innenraumvolumen bieten, als ein Minivan. Diesen Fehler vermeidet der Toyota durch seinen kastenförmigen Aufbau. Zum einfachen Beladen sind auch die für einen Minivan typischen Schiebetüren verbaut worden. Und natürlich lassen sich alle Sitze zu einer ebenen Fläche zusammenlegen. So passt selbst ein ausgewachsenes Surfboard in den Wagen. Ein deutlicher Hinweis, dass Toyota nicht nur Hockey-Mum als Kundin gewinnen will.


Das Dach ist nicht lackiert, sondern wurde mit einer robusten Kunststoffschicht versehen. So lassen sich Boxen im Expeditionslook auf dem Dach transportieren, ohne den Lack zu zerkratzen. "Toolbox" nennt Toyota die Idee hinter dem Auto, das Freizeitaktivitäten zulässt, aber auch als solides Handwerkerauto dienen kann.


Bei Bedarf soll das Fahrzeug in den Allradantrieb wechseln, im Alltagsbetrieb geht die Kraft nur auf zwei Räder - das drückt den Verbrauch. Gedacht ist an einen Zwei-Liter-Benzinmotor, der mit den für Toyota typischen Hybridantrieben kombiniert wird. 


Einschätzung


HamburgDas ist ein eindeutiges "Will-Haben-Fahrzeug" für Familien und Leute mit großem Transportbedarf. Der Tj Cruiser kippt die bräsige Familien-Optik auf den Müll und macht - so sieh es zumindest aus - keine Kompromisse bei der Funktionalität. Selbst an die typischen Familiengimmicks wurde gedacht, wie spezielle Klappsitze in der hinteren Reihe, um den Einkauf besser zu verstauen. Und unendlichen Staufächer und Klappen, die der Minivan-Kunde eben so erwartet.


So wie das Konzeptfahrzeug dasteht, dürfte der Toyota bei jüngeren Kunden Sharan und Co sofort aus dem Feld schlagen. Vermutlich dürfte er sogar dem VW Multivan gefährlich werden können, solange er eine günstige Alternative zu der sehr teuren VW Legende bleibt. 



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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.