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Citroen Berlingo Multispace: Preiswertes Raumwunder macht sich richtig schick

Der neue Citroen Berlingo Multispace versucht mit viel Platz und Ablagefächern zu punkten. Die Theorie passt - die Praxis nicht ganz. Dennoch bietet der Berlingo sehr viel Platz und Familienschick für kleines Geld.

Bis zu sieben Personen finden in ihm Platz.

Bis zu sieben Personen finden in ihm Platz.

Familien träumen von großen Autos. Großen Autos mit viel Platz für Kinder, Einkauf und Co. Damit die Zweite-Reihe-Sitzer nicht schon nach wenigen Metern mit dem Nörgeln starten, muss aber nicht nur der Kofferraum großvolumig, sondern alles, was die Zeit vertreibt, in greifbarer Nähe zu verstauen sein. Die kleinen Kastenwagen mit den Namen Caddy, Kangoo oder auch Berlingo sind nicht erst seit gestern auf dem Markt. Doch der Weg vom sportlichen Alibi-Familien-Kombi hin zum fahrenden Pragmatismus fällt vielen schwer. Damit dieser Schritt nicht allzu wehmütig erscheint, versuchen die Hersteller diese kantigen Raumwunder innerhalb ihrer Möglichkeiten ein wenig abzurunden. Übrig bleibt mittlerweile in vielen Fällen ein durchaus ansprechendes Design inklusive aller Vorteile, die solch ein Raumgleiter mit sich bringt.

Citroen Berlingo Multispace: Viel Raum nett verpackt
Bis zu sieben Personen finden in ihm Platz.

Bis zu sieben Personen finden in ihm Platz.

Der 4,38 Meter lange Citroen Berlingo Multispace BlueHDi 100 ist solch ein feingeschliffener Familientraum. Ein Blick in den von einer gewaltigen, nach oben hin öffnenden Ladeluke verschlossenen Kofferraum, macht schnell klar: Hiermit lässt es sich gut einkaufen. Acht Wasserkästen passen allein in die erste Etage. Für eine bessere Beladung sollte sich von Anfang an jedoch von der auf Dauer nervigen Gepäckraumabdeckung getrennt werden. Leider lässt sie sich nicht, wie bei so manch Konkurrenten, einfach hinter die Rücksitze stellen, sondern muss gänzlich aus dem Fahrzeug entfernt werden. Was im gewaltigen Kofferraum fehlt, sind nützliche Haken zum Anhängen von Einkaufstüten. Warum der 12 Volt-Anschluss nicht im, sondern oberhalb des Kofferraums platziert wurde, ist ebenfalls nicht ganz schlüssig. Pfiffig hingegen wirkt das von beiden Seiten beladbare Deckenfach oberhalb des Kofferraums. Allzu schwer dürfen die dort verstauten Dinge zwar nicht sein, doch macht das leicht zu öffnende Fach auf längeren Touren durchaus Sinn. Bei täglichem Gebrauch bleibt die Klappe allerdings die meiste Zeit unbenutzt. Werden die drei Fond-Sitze nicht benötigt, oder soll eine Ladung von bis zu 3.000 Litern Volumen und rund 500 Kilogramm Gewicht transportiert werden, lassen sich diese ausbauen. Besteht die Familie jedoch aus mehr als fünf Personen, lassen sich für 700 Euro in der ohnehin schon höchsten Ausstattungsvariante zwei zusätzliche Einzelsitze für die dritte Reihe bestellen. Der Kofferraum schrumpft dann allerdings auf empfindliche 100 Liter zusammen.

Er bietet viele Verstaumöglichkeiten.

Er bietet viele Verstaumöglichkeiten.

Modultop mit Komfort für Passagiere

Neben den Flugzeugtischen in der zweiten Reihe und dem dank Schiebetüren zu beiden Seiten parklückenfreundlichen Ein- und Aussteigen gibt es dort hinten nicht viel Spannendes und Komfortables zu vermelden. Wenn da nicht das 990 Euro teure Modutop wäre. Dabei handelt es sich um über den Sitzplätzen befindliche, vier getönte Scheiben, individuell einstellbare Belüftungsdüsen und Staufächer im Dachhimmel. So werden aus den einstigen billigen Plätzen für die Kinder kleine Wohlfühl-Oasen. In der ersten Reihe sieht das ähnlich aus. Die Sitze sind ausreichend gepolstert und mit je einer Armlehne versehen. Selbst zwei Meter große Fahrer dürften auf dem Fahrersitz keinerlei Höhenbeschränkung erfahren. 1,95 Meter passen zumindest locker hinein. Der sich durch das gesamte Fahrzeug ziehende Plastikanteil findet im Cockpit seinen Höhepunkt. So ganz lassen sich die Nutzfahrzeug-Gene eben dann doch nicht verleugnen. Die sehr steil stehende Mittelkonsole beherbergt dafür dem Trend der Zeit angemessen, nur wenige Knöpfe und Schalter. Na gut, wo aufgrund mangelnder Systeme nicht viel geschaltet und gewaltet werden kann, ist das nicht schwer. Doch zumindest die Bluetooth-Kopplung von Smartphone und dem recht einfachen Infotainmentsystem klappt auf Anhieb und nach einmaliger Einrichtung immer wieder. Wer sich mit der Radiobedienung per klobigen Lenkstockhebel angefreundet hat, kann die Finger vom sieben Zoll großen berührungsempfindlichen Bildschirm lassen.

Hier passen jede Menge Einkäufe hinein.

Hier passen jede Menge Einkäufe hinein.


Wird sich für die 99 PS leistende und 254 Newtonmeter starke Dieselversion entschieden, kann nicht viel falsch laufen. Natürlich verirrt sich die Tachonadel nicht allzu häufig bis zur 166 Kilometer pro Stunde-Höchstgeschwindigkeit. Erst recht nicht, wenn eine noch so kleine Steigung zu erklimmen ist. Und auch mit dem Sprintvermögen von 13,4 Sekunden bis Tempo 100 wird kein Viertelmeilenrennen zu gewinnen sein. Für die Stadt und die Landstraße ist sein Beschleunigungsvermögen jedoch mehr als ausreichend. Dabei verhält sich sein 1,6 Liter großer Reihenvierzylinder-Dieselmotor nur am Anfang etwas nagelig. Der gut sechs Liter auf 100 Kilometer betragende Verbrauch zimmert auf Grund der Tatsache, dass er den Normverbrauch von 4,2 Litern mal eben um satte zwei Liter überbietet, leider nicht gerade ein Lächeln auf das Kundengesicht. Doch muss berücksichtigt werden, dass ein kleiner Kastenwagen eben immer ein kastenähnlicher Wagen bleibt. Mit all seinen Raumvor- und Design- beziehungsweise Aerodynamik-Nachteilen. Die Reichweite beträgt dank des 53 Liter großen Treibstofftanks aber auch dann noch rund 900 Kilometer. Das manuelle Fünfgang-Schaltgetriebe hingegen gibt sich keinerlei Blöße und lässt sich ruhig und ruckelfrei bedienen. Lediglich der ab und an aufkeimende Automatismus den nicht vorhandenen sechsten Gang einzulegen, irritiert so manches Mal Fahrer, Mitfahrer und Getriebe. Ein City-Notbremsassistent ist für 300 Euro zusätzlich erhältlich.

Guter Fahrkomfort

In puncto Federungs- und Lenkkomfort darf dem Citroen Berlingo Multispace ein großes Plus verpasst werden. Weder zu straff, noch zu wabbelig kommt er daher. Genauer gesagt: Die Federung ist innenstadttauglich und die Lenkung nicht zu direkt und auch nicht zu indirekt. Der Multispace passt komforttechnisch durchaus in die Großstadt. Zudem bringt seine kastenartige Bauform auch gewisse Vorteile mit sich. So ist Einparken selten so simpel gewesen. Seine Parksensoren inklusive Rückfahrkamera lassen auch Park-Muffel schnell zum Park-Experten avancieren. Insgesamt kommt der ab 21.450 Euro teure Citroen Berlingo Multispace Blue HDI 100 aber mit zu wenigen technischen oder baulichen Neuheiten ums Eck.

Die Listenpreise kann Citroen nur selten im Markt durchsetzen, auch diesen Berlingo Multispace wird es deutlich günstiger als im Prospekt geben.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.