HOME

Vergleich: Opel Zafira vs. Mazda5: Überlebenstraining

SUV-Optik, geniale Sitzkonzepte, Panorama-Dächer: Autohersteller versuchen alles, um das bröckelnde Van-Segment vor dem Absturz zu bewahren. Ein Besuch in der zweiten Reihe mit Zafira und Mazda5: Wer hat das bessere Rettungskonzept?

Beim Blick in die Statistik des Kraftfahrtbundesamtes kräuseln sich den Van-Herstellern die Nackenhaare: Das Segment ist 2007 massiv eingebrochen. Im Vergleich zu 2006 sank der Prozentanteil der Vans an allen PKW-Neuzulassungen auf 12,4% - ein Rückgang um fast 17%. In keinem anderen bedeutenden Segment war der Einbruch im flauen Autojahr 2007 so groß. Nicht einmal bei der gebeutelten Ober- und Mittelklasse. Geländewagen und SUV freuen sich dagegen über wachsende Zulassungszahlen.

Um die einst so hippen Familienvans wieder attraktiver zu machen, lassen Entwickler und Designer sich die Köpfe heiß laufen. Zuletzt schwappte die große Pseudo-SUV-Welle über die Autofahrer herein: Man nehme ein paar robust aussehende Kunststoffplanken, schraube das Fahrwerk ein bisschen höher - und voilà: Fertig sind VW CrossTouran, Renault Scénic Conquest oder Skoda Roomster Scout. Zu SUV werden sie dadurch noch lange nicht, schon wegen des fehlenden Allradantriebs.

Opel und Mazda versuchen erst gar nicht, diesem Trend hinterher zu hecheln. Ihre Familienkutschen Zafira und Mazda5 sehen aus wie eh und je - auch, wenn beide gerade im Schönheitssalon waren.

Doch selbst auf den zweiten Blick sind die Facelifts kaum zu erkennen. Ein leicht geänderter Grill, neue Scheinwerfer und Rückleuchten, eine frische Frontschürze – fertig ist das neue (alte) Van-Gesicht.

Im Großen und Ganzen kommt der Mazda dynamischer daher, und beide wirken frischer als der konservativ gestylte Klassenprimus Touran. Auch bei den Abmessungen und Raummaßen nehmen sich die Van-Konkurrenten nicht viel: Der Zafira misst 4,46 Meter in der Länge und ist damit einen Hauch kürzer als der Mazda (4,5 Meter). Mit sieben Sitzen bleibt in beiden Vans kaum Platz fürs Gepäck (Zafira: 140 Liter, Mazda: 112 Liter).

Immer noch praktischer

Als Fünfsitzer und bei umgelegten Rücksitzen werden sie dafür zu Lademeistern. Mit einem maximalen Kofferraumvolumen von 1820 Litern hat der Zafira die Nase vorn, der Mazda5 schluckt nur 1678 Liter.

Eine Pattsituation gibt es beim Sitzkonzept. Hier zeigen die Vans vielen SUV noch immer, was Sache ist. Der Mazda5 begeistert mit seiner "Karakuri"-Falttechnik, die aus einem Fünfsitzer mit wenigen Handgriffen einen Viersitzer macht, ohne dass man einen Sitz ausbauen muss. Die zweite Sitzreihe verschwindet genau wie beim Opel spurlos im Kofferraumboden, so dass eine ebene Ladefläche entsteht. Die Rückbank im Zafira lässt sich im Verhältnis 40:20:40 beliebig umklappen, die Sitze sind verschiebbar.

Für den Familienurlaub sind die vielseitigen Vans immer noch praktischer als modische Geländewagen. Und wer schwere Koffer oder Kinderwagen ins Gepäckabteil wuchten muss, verrenkt sich bei vielen SUV mit ihren hohen Ladekanten früher die Wirbel als bei Mazda5 oder Zafira.

Das Nachsehen hat der Zafira allerdings bei den Türen. Denn nur der Mazda5 bietet praktische Schiebetüren, die sich nach der Modellpflege sogar elektrisch öffnen (770 Euro Aufpreis). Auch der Zafira soll Schiebetüren bekommen, aber erst in der nächsten Modellgeneration.

Flott um die Kurven

Bei der Cockpit-Gestaltung wirkt der Opel ebenfalls ergrauter als der Mazda. Das Zafira-Cockpit mit seinen Kunststoffwüsten verliert gegen die überarbeitete Mazda-Kommandobrücke: Die Japaner haben Haptik und Optik durch neue Kunststoffe fühl- und sichtbar verbessert und der Mazda glänzt mit vielen praktischen Ablagen. Gegen Aufpreis gibt es jetzt eine Rückfahrkamera.

Auf der Straße können beide Vans ihre Vorteile gegenüber diversen SUV ausspielen. Statt mit hohem Schwerpunkt wankend in die Kurve zu gehen, liegen Opel und Mazda straff auf der Straße und lassen sich flott um die Kurven dirigieren.

Beim Motorenangebot schiebt sich Opel ein gutes Stück vor den Mazda: Während Mazda nur drei Aggregate in verschiedenen Leistungsklassen (110 bis 146 PS) anbietet, ist die Zafira-Palette üppiger bestückt. Zu den vier Benzinern und dem 1,9-Liter Diesel gesellt sich nun der 1.7 CDTi, der mit 5,7 Litern Durchschnittsverbrauch sparsamer und auch bei der Kfz-Steuer günstiger ist. Mazda bietet nur einen 2,0-Liter Diesel an, der in beiden Leistungsstufen 6,1 Liter verbraucht.

In der Summe ihrer Eigenschaften sind sowohl Mazda 5 als auch Opel Zafira praktische Alternativen – nicht nur zum Dauerbrenner Touran, sondern auch zu SUV. Ob ihnen das helfen wird, bleibt fraglich, solange Vans vielen Käufern zu "uncool" sind und sich manche ohne Allradantrieb nicht mehr aus der Einfahrt trauen. Mazda hat im Gegensatz zum Zafira aber einen Trumpf in der Hinterhand: Der ganz neue "Fünf" könnte schon in gut einem Jahr parat stehen. Ein neuer Zafira ist erst für 2011 geplant, so dass Opels Familienkutsche noch eine lange Durststrecke überwinden muss.

Sebastian Viehmann / pressinform / PRESSINFORM

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.