Jaguar XK Mehr Steifigkeit für das Kätzchen


Eine Studie wird Wirklichkeit, aus dem Anfang 2005 in Detroit vorgestellten Advanced Lightweight Coupé entsteht der Nachfolger des vier Jahren alten XK.

Das Coupé wie auch die Cabrio-Version sollen im Frühjahr 2006 auf den Markt rollen. Die Ähnlichkeit zum Advanced Lightweight Coupé verblüfft, optisch unterscheiden sich nur Details wie Stoßfänger, Rückleuchten und Radgrößen. Auch innen gibt es nur leichte Veränderungen. Markante Unterschiede bestehen zum bisherigen Jaguar Design, dafür wurden große Anleihen bei der Nobelmarke Astin Martin genommen. Diese Form von Inspiration stößt Puristen sauer auf, dem Publikum soll es gefallen, an der Optik gibt es bei der neuen Sportkatze nichts zu bemängeln. Hauptmerkmale sind glatte, fließende Flächen, die lange Motorhaube und vergleichsweise steil stehende Front- und Heckscheiben. Als Stylingdetails fallen die verchromten Lufteinlässe in den vorderen Kotflügeln und ein ausgeprägter ovaler Lufteinlass im Kühlergrill ins Auge.

Im Vergleich zum Vorgänger legen die Maße ein wenig zu, dennoch wurden die Sitze bewusst tief angelegt, um das erwünschte Race-Feeling zu erhalten. Radstand, Spurweite und die vergleichsweise hohe Dachlinie sollen viel Fußraum und Schulterfreiheit bieten. Der Innenraum lockt mit dem Jaguar-typischen Ambiente.

Neben in dieser Klasse selbstverständlichen Ausstattungsdetails wie einem Keyless-Entry-System hat sich Jaguar für die Fußgänger wirklich etwas Neues einfallen lassen. Hinter dem geheimnisvollen Namen "Pedestrian Deployable Bonnet"-System verbirgt sich eine Motorhaube, die bei einem Zusammenprall mit einem Fußgänger an ihrem hinteren Ende nach oben klappt. Der arme Zuschauer prallt dann gegen die vergleichsweise "weiche" Haube und soll nicht direkt mit dem starren Motor und anderen festen Elementen in Berührung kommen. Der neue XK basiert auf einer Monocoque-Konstruktion aus Aluminium. Dies macht die Karosserie 31 Prozent steifer als die des Vormodells. Zudem wird das Coupé nur 1.595 Kilogramm auf die Wage bringen.

Für den Antrieb sorgt eine modifizierte Version des 4,2-Liter-V8-Saugmotors mit 298 PS Leistung. Er schafft maximal 411 Nm Drehmoment bei 4.100 U/min. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 250 km/h abgeregelt, die Beschleunigung von Null auf 100 km/h liegt 6,2 Sekunden. Für "Einsteiger" wird ein 3,5-Liter-Achtzylinder mit 258 PS nachgeschoben. Die flottere R-Version bekommt einen Kompressor mit rund 400 PS.

Sicher ist, der XK wird einer der Stars der IAA. Aber ob der gelungene Sportwagen das Zeug hat, Jaguar wirtschaftlich auf gesunde Pfade zurückzubringen, ist eine andere Frage.

Kra


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