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Teure Technik Weniger Verkehrstote: Erste deutsche Stadt testet künstliche Schlaglöcher gegen Raser

Ein Auto rast auf eine in der Straße eingelassene Stahlplatte zu
Die Stadt Hanau will in den Boden eingelassene Stahlplatten als künstliche Schlaglöcher nutzen
© Stadt Hanau / DPA
Die hessische Stadt Hanau will jetzt mit künstlichen Schlaglöchern gegen Raser vorgehen. Dazu soll eine Technik dienen, die 50.000 Euro kostet.

Tempobedingte Unfälle führten zu fast 40 Prozent aller Verkehrstoten. Jetzt hat sich die hessische Stadt Hanau eine kreative Strategie gegen Raser einfallen lassen, wie das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" berichtet: künstliche Schlaglöcher. Dabei handelt es sich um Stahlplatten, die in die Straßen gesetzt werden und sich vier Zentimeter absenken können, sodass eine Art Schlagloch entsteht. 

Raser auf den Straßen sollen dadurch einen Stoß zu spüren bekommen. Das System nennt sich "Actibump" und stammt aus Schweden. Dort und in Tschechien habe sich die Technik bereits bewährt. 

Künstliche Schlaglöcher für 50.000 Euro 

Nachteile gibt es allerdings auch: Das System kostet 50.000 Euro. Radfahrer sollen am Rand vorbei fahren, Rettungswagen und Polizeiwagen die Mechanik mit einem Sensor ausschalten können. 

Die Technik wird nach Angaben der Stadt noch in diesem Jahr in einer Tempo-20-Zone installiert, auf der bisher viele Raser unterwegs waren. Das hessische Verkehrsministerium wolle jedoch noch klären, ob das System ohne Zulassung der Bundesanstalt für Straßenwesen in Eigenregie in Betrieb genommen werden dürfe.

Quelle:Redaktionsnetzwerk Deutschland 

ame

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