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Cadillac CT6: Spielkamerad

Die europäische Luxusliga bekommt einen neuen Spielkameraden. Der Cadillac CT6 will sich zumindest in den USA und China ein Stück des schmackhaften S-Klasse-7er-A8-Kuchens abschneiden.

Cadillac hätte sein neues Aushängeschild CT6 auch bereits Mitte Januar unweit der eigenen Konzernzentrale im kalten Detroit präsentieren können. Doch man entschied, dass die Weltstadt New York besser zum neuen Topmodell der Nobelmarke Cadillac passe. Well done - keine schlechte Wahl. Der mächtige 5,18 Meter lange CT6 hat sich viel dabei vorgenommen. In Sachen Dimensionen und Platzangebot will er sich in erster Linie mit dem 7er BMW messen und den Audi A8 ausstechen. Dabei ist der Cadillac CT6 Dank Aluminiummodulen ähnlich wie der Jaguar XF leichter als die BMW 5er- und Mercedes-E-Klasse-Modelle eine Klasse darunter. Das Design ist typisch Cadillac - auf den ersten Blick fallen der mächtige Kühlergrill und Leuchteinheiten ins Auge, die sich bis weit in die Frontschürze ziehen.

Cadillac CT6: Spielkamerad
Cadillac CT6 Modelljahr 2016 - 5,18 Meter lang

Cadillac CT6 Modelljahr 2016 - 5,18 Meter lang

Ob der Cadillac CT6 insbesondere der deutschen Premiumkonkurrenz ernsthaft gefährlich werden kann, darf nicht nur angesichts des polarisierenden Designs und dem Verzicht auf eine immer wichtiger werdende Langversion bezweifelt werden. Das Motorenangebot bietet Vier- und Sechszylinder, verzichtet jedoch auf Topmodelle mit acht oder gar zwölf Brennkammern. Das zwei Liter große Basisbenziner mit gerade einmal vier Zylindern leistet 198 kW / 265 PS. Deutlich souveräner sollten die beiden 3,6 und 3,0 Liter großen Sechszylinder unterwegs sein, die 335 und 400 PS leisten. Besonders stolz ist Cadillac auf seinen neuen Dreiliter-Doppelturbo mit 294 kW / 400 PS und einem maximalen Drehmoment von 543 Nm, der zeitnah in weiteren GM-Modellen verbaut werden soll. Alle drei Benzintriebwerke sind wahlweise mit Hinterrad- und Allradantrieb zu bekommen. Obligatorisch ist bei allen Modellen eine Achtstufenautomatik, die ergänzt wird um Hinterradlenkung, variable Magnetic-Ride-Dämpfer und verschiedene Fahrprogramme ergänzt wird.

Im Innenraum gibt es belederten US-Luxus und Platz im Überfluss, animierte Instrumente und ein 10,2 Zoll großer Multifunktionsbildschirm mit Touchpad, um alle wichtigen Fahrzeugfunktionen zu bedienen. Für zusätzlichen Reisekomfort sorgen speziell klimatisierte Sitze vorne und hinten sowie ein Bose-Soundsystem mit 34 Lautsprechern. "Der CT6 ist nichts weniger als ein komplett neuer Ansatz für automobilen Luxus - und dabei ein Ansatz, wie er allein von Cadillac kommen kann", sagt Cadillac-Präsident Johan de Nysschen. Marktstart in den USA wird Ende des Jahres sein. Anfang 2016 kommt der Cadillac CT6 dann auch nach Europa. Ein leistungsstarkes Dieseltriebwerk ist jedoch nicht geplant.

Press-Inform / pressinform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.