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Oldtimer-Treffen: Concorso d'Eleganza - Show der Oldtimer und Eitelkeiten

Die exklusivste Automobilveranstaltung Europas am Comer See ist längst so viel mehr als eine Klassikertreff. Die einzigartige Atmosphäre an der legendären Villa d'Este ist surreal schön - wenn das Wetter mitspielt.

BMW Garmisch

BMW Garmisch

Wo Automessen seit Jahren in den Hintergrund rücken und die Autoindustrie in der Gesellschaft ihre neue Mobilitätsrolle sucht, kommt eine wiederkehrende Veranstaltung wie der Concorso d'Eleganza am einzigartigen Comer See gerade recht. WLTP-Zyklus, Ladezeiten, Crashvorschriften und Börsenwert der Automarken interessieren hier nicht einmal am Rande. Veranstalter BMW lädt die exklusivsten Klassiksammler der Welt mit ihren einzigartigen Preziosen an die Villa d\'Este und lässt den anderen Automobilmarken dabei so viel Luft, dass jeder gerne ans Südüfer des norditalienischen Bergsees kommt und drei Tage von den schönsten Fahrzeugen der Welt träumt. Man schaut, bringt seinen Klassiker mit und setzt sich nebst stilechter Begleitung mindestens ebenso gekonnt in Szene wie das mitgebrachte Fahrzeug.

Oldtimer-Treffen: Concorso d'Eleganza - Show der Oldtimer und Eitelkeiten
BMW Garmisch

BMW Garmisch

Leider ist der Comer See nicht nur für seine kleinen Ortschaften, grandiose Stimmungen, spektakulären Villen, sondern auch sein wechselhaftes Wetter bekannt. Das machte den Teilnehmern dieses Jahr einen gehörigen Strich durch die Rechnung, denn nachdem es bereits beim Aufttaktabend zu später Stunde kräftig gewittert hatte, wurde es am Samstagnachmittag so richtig nass und die Parade der schönsten Autos vor der Villa d\'Este fiel bei Wolkenbruch und Gewitter buchstäblich ins Wasser. Die Autos - wie jedes Jahr exzellent inszeniert - treten wie beim großen Bruder dem Concours d\'Elegance von Pebble Beach nahe Monterey / Kalifornien im August in verschiedenen Klassen an. Einzigartiger denn je ist jedoch die Präsentation im sonnendurchfluteten Garten der traditionsreichen Villa d\'Este mit Blick auf den bläulich schimmernden Comer See allemal. Hier lassen einen Vorkriegsmodelle wie der strahlende Vauxhall 30/98 oder der elegante Minerva Type AF unter dem Thema "Goodbye Roaring Twenties" träumen, dort geht es mit Rolls-Royce 40/50 Silver Ghost oder dem Supersportwagen Mercedes 540 K Cabriolet unter dem Motto "Fast Forward" weiter. Deutlich kompakter so sehenswerte Sportler wie der Maserati A6G / 2000 von 1952 oder der organisch designte Abarth 205 Sport 1100 mit Berlinetta-Karosserie oder das knuffige Austin Seven 850 Beach Car von 1960. Wer würde mit dem kleinen Viersitzer nicht einmal gerne einen Strandausflug machen?

Das Video gibt einen Blick auf den Concorso 20180

Consorso d’Eleganza

Nur ein paar Meter weiter begeistern im Halbschatten unter dem Motto "Baby you can drive my dream car" so sehenswerte Fahrzeuge wie ein Bizzarini GT Strada 5300, der einzigartige Lamborghini Miura P 400 S oder der vergleichsweise moderne Porsche 959 in ungewöhnlichem rot. Die meiste Aufmerksamkeit unter dem rund 50 Klassikern aus 100 Jahren Auto- und Motorradgeschichte gab es jedoch zum Thema "Concepts which rocked the motoring world", wo es Unikate wie den Vivant 77, den abgefahrenen Gyro-X oder Zukunftsraumschiffe wie den Maserati Marzal oder den Ferrari 512 S Modulo zu erleben gab. Das gleiche Thema bespielen ein paar Schritte weiter aktuelle Studien wie den Pininfarina Battista, den klassisch angehauchten Peugeot e-Legend oder das Einzelstück des Bugatti La Voitture Noire, der schon auf dem Genfer Automobilsalon für Aufsehen gesorgt hatte.

Spektakulär, aber nicht derart bekannt wie viele andere Klassiker ist die Konzeptstudie des BMW Garmisch, der im Jahre 1970 von Marcello Gandini für Bertone entworfen worden und nach seiner Enthüllung auf dem Genfer Automobilsalon 1970 spurlos verschwunden ist. Mit dem neu aufgebauten Coupé zollt BMW einem der einflussreichsten Automobildesigner aller Zeiten Respekt. Der Garmisch ist wohl nicht das eleganteste Coupé seiner Zeit und polarisiert wie viele der Bertone-Fahrzeuge aus den 70ern; ist aber als Zeitzeugnis ein wahrer Hingucker mit vielen späteren BMW-Linien. Schon sehenswerter: der Rolls-Royce Wraith Eagle VIII, der an die erste Atlantiküberquerung in einem Flugzeug des Jahre 1919 erinnern soll.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.