HOME
Kommentar

Petzer-App: Falschparker jagen statt Flaschensammeln - darum brauchen wir die Knöllchen-App

Vorbild Großbritannien: Wer Verkehrssünder anzeigt, erhält 11,50 Euro Belohnung. Deutschlands Autofahrer sind entsetzt. Ihnen schwant, dass es dann mit Wildparken und straflosen Rotlichtverstößen vorbei sein könnte. Das sind tolle Aussichten.

Falschparker: Anschwärz-App: Pro Falschparker gibt es 11,50 Euro

Angenommen, jemand entsorgt seinen Müll im Wald. Soll man ihn gewähren lassen? Oder Beweise mit dem Handy sammeln und ihn anzeigen? Die meisten würden sagen: anzeigen. So eine Sauerei darf nicht passieren. Die gleiche Antwort kommt, sollte jemand sein Kind schlagen, illegal bauen, Bäume ohne Genehmigung fällen oder seinen Hund schlecht behandeln.

Ganz anders die Reaktion, wenn die Sünder am Lenkrad sitzen. Wer Drängler, Rotlichtfahrer oder Falschparker meldet, gilt sofort als Denunziant. Die Kfz-Lobby greift sogar in die Nazi-Kiste: Der Blockwart-Vorwurf steht sofort im Raum. Verstehe: Das Vierte Reich steht vor der Tür, wenn Autofahrer die Grundregeln des Straßenverkehrs einhalten sollen.

Es droht die Nazi-Herrschaft

So in etwa läuft die Diskussion auch beim Projekt einer Falschpark-App an, mit dem man quasi vollautomatisch Parksünder dem Ordnungsamt melden kann. Besonders erregt die Fahrer, dass elf Euro Belohnung dem Bürgersinn auf die Sprünge helfen sollen. Noch gibt es die "UK Car Park Management"-App nur in Großbritannien. Vergleichbare Apps der Ordnungsämter in Deutschland sind komplizierter, die App Wegeheld wird nicht überall unterstützt und elf Euro Belohnung gibt es auch nicht. In Deutschland sind manche Städte dem Projekt gegenüber aufgeschlossen - andere möchten, dass man alle möglichen Verstöße online meldet –, aber Autofahrer wollen sie nicht verfolgen.

Dabei brauchen wir so eine App, und zwar dringend. Ehrlich: Den Autofahrern geschieht das ganz recht. Niemand würde so eine App programmieren, wenn es nur ab und zu mal einen Falschparker gäbe. Gibt es aber nicht. Jeden Tag kann man – übrigens auch am Steuer - erleben, wie rücksichtslos ganze Straßen zugemacht werden, um in aller Ruhe mitten auf der Fahrbahn zu halten. Dass sich im Berufsverkehr dahinter ein kilometerlanger Stau bildet, kümmert die Park-Desperados wenig.


Und wer kennt folgende Situation nicht: Man kommt aus seinem korrekten Parkplatz nicht heraus, weil irgendjemand in zweiter Reihe davor parkt. Nötig ist das nie. So rücksichtslos wird nur geparkt, weil man selten erwischt wird. Auch hier gilt der alte Satz: In Deutschland gibt es im Straßenverkehr kein Gesetzesdefizit, die Regeln werden nur nicht durchgesetzt.

Ende des Vollzugsdefizits

Mit elf Euro Belohnung wäre es mit dem sogenannten "Vollzugsdefizit" schnell vorbei, und die die goldenen Zeiten der Gesetzlosigkeit kämen an ein Ende. Das ahnen wohl auch die Autofahrer, entsprechend laut klagen sie.

Ein Beispiel: Vor dem Redaktionsbüro könnte man sich an der Ampel am Baumwall postieren und auf Rotlichtfahrer warten. Unserer Erfahrung nach würde man bei jeder zweiten Schaltphase jemanden erwischen, der es so eilig hat, dass er bei Rot noch über die Linie fährt. In einer Stunde hätte man an dieser Stelle ein Zubrot beisammen, das nicht nur für Hartz-IV-Bezieher interessant wäre. Und was spricht gegen das Modell "Falschparker jagen statt Flaschensammeln"? Den Ertrag könnten Obdachlose gewiss gut gebrauchen.

Auch Rentner, Studenten und Schüler würden sich den Nebenverdienst als Knöllchen- Sheriff nicht entgehen lassen.

Kein Grundrecht auf Rücksichtslosigkeit

Eine Frage können Autofahrer, die das Recht auf Wild-Parken reklamieren, ohnehin nicht beantworten: Warum sollten diejenigen, die Bus und Bahn benutzen oder mit dem Rad fahren, sich diese Rücksichtslosigkeiten weiter gefallen lassen? In Hamburg ist es nicht möglich, auf Radwegen zur Arbeit zu fahren, ohne dass diese mehrmals auf einer Strecke von Autos blockiert werden. Jedes Mal wird der Radler dazu gezwungen, von seiner Spur in den fließenden Verkehr zu hüpfen.

In der autoseligen Nachkriegszeit hat das Auto sehr viel öffentlichen Raum in den Städten erobert und diesen Raum den Menschen weggenommen. Viele meine heute: Dieser Anteil habe die Städte hässlich und menschenunfreundlich gemacht und dass es Zeit wäre, das Auto massiv zurückzudrängen. Eine Belohnungs-App würde immerhin dazu führen, dass sich das Auto in Zukunft auf die Flächen beschränkt, die dafür vorgesehen sind. 

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(