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Ford Ecosport 1.0 Ecosport: Klein, aber oho

Der Andrang auf das Segment der Einsteiger-SUV scheint kein Ende zu nehmen. Die meisten Modelle machen ein freundliches Gesicht und wollen so die meist weiblichen Interessenten locken. Nicht so der Ford Ecosport. Der ehemals aus Südamerika stammenden Crossover macht nach seiner Modellpflege auf harten Klettermaxen.

Ford Ecosport 1.5 TDCi AWD - rund 1,3 Tonnen schwer

Ford Ecosport 1.5 TDCi AWD - rund 1,3 Tonnen schwer

Und das gilt nicht nur für die Optik, denn die so wichtige Allradversion war bisher nur auf den südamerikanischen Heimatmärkten zu bekommen. In Europa mimte der SUV aus dem hart umkämpften B-Segment den Blender und war nur mit Frontantrieb unterwegs. Doch damit ist es nun vorbei, denn endlich gibt es zumindest die 125 PS starke Diesel-Topversion auch mit Allradantrieb. Damit kann der Rumäne nun ernsthaft gegen etablierte Konkurrenten wie den Opel Mokka X oder den Jeep Renegade antreten, die seit je her einen Allradantrieb haben. Der Drang zu Crossovern ist mit und ohne Allradantrieb nicht mehr zu stoppen. Kaum ein Autohersteller, der in den letzten Jahren nicht damit wirbt, sein SUV-Portfolio vervielfachen zu wollen. Da macht das blaue Oval keine Ausnahme. Einst hatte die Kölner Außenstelle des amerikanischen Herstellers aus Dearborn in Sachen SUV, Crossover oder Geländewagen im Gegensatz zum Stammland USA nichts zu bieten. Doch die SUV-losen Zeiten sind lange vorbei und nach dem überarbeiteten Edge mit deutlichen US-Genen gibt es einen neuen Kuga, einen aufgefrischten Ecosport und bald noch eine Crossover-Variante des Fiesta. Doch während der mit erhöhten Bodenfreiheit, allerhand rustikalem Plastikzierrat und Protektoren nur optisch auf harter Bursche macht, hat der Ecosport neben dem kraftvollen Auftreten eben auch den sinnvollen Allradantrieb und zumindest Anlehnungen an einen echten Geländewagen.

Klein, aber oho
Ford Ecosport 1.5 TDCi AWD - rund 1,3 Tonnen schwer

Ford Ecosport 1.5 TDCi AWD - rund 1,3 Tonnen schwer

"Der SUV-Markt läuft nach wie vor auf Hochtouren" erklärt Dirk Borrmann, bei Ford als Chefentwickler verantwortlich für die B-Plattform, "lagen die Verkaufszahlen 2007 gerade einmal bei acht Prozent, so sind es mittlerweile 27 Prozent. Das sieht bei Ford nicht anders aus." Schaut man allein auf das Ford-Produktportfolio stiegen die SUV-Verkäufe von 13,8 Prozent in 2016 auf 17,1 Prozent in den ersten zehn Monaten dieses Jahres. Ein zentrales Modell ist dabei der in Europa erst 2014 eingeführte Ecosport. Ehemals wurde der allein in Brasilien produziert und angeboten; kam dann über Indien letztlich auch in eine neue Produktionsstätte nach Rumänien.

Optisch ist der 4,10 Meter lange Ford Ecosport nach seiner Modellpflege nicht mehr derart eigenständig wie bisher, sondern gruppiert sich insbesondere von vorn mehr in die Designfamilie von Edge und Kuga ein, während sich am Heck kaum etwas getan hat. Deutlich mehr Veränderungen gibt es im Innenraum, wo neue Instrumente und weich unterschäumte Oberflächen Einzug gehalten haben, die die bisherige Hartplastikwüste gekonnt ersetzen. Ebenfalls neu und besser als bisher: die komfortableren Sitze, Ambiente-Beleuchtung und ein acht Zoll großer Touchscreen-Bildschirm, wie er jüngst im Fiesta eingeführt wurde. Ebenfalls neu: das Paket an Fahrerassistenzsystemen stammt vom neuen Fiesta. Beim Platzangebot überzeugen vorne wie hinten in erster Linie Kopf- und Beinfreiheit, während es für die Schultern gerade im Fond recht eng wird. Neu im 334 Liter fassenden Kofferraum ist der doppelte Ladeboden, der die Ladehöhe ganz nach den Wünschen des Fahrers variiert.

Im Zentrum der Antriebspalette steht der vielfach ausgezeichnete 1.0 Ecoboost, der mit 125 oder 140 PS verfügbar ist. Bei den Selbstzündern gibt es zwei 1,5 Liter große TDCi-Triebwerke mit 100 und 125 PS bzw. 215 / 300 Nm maximalem Drehmoment. Zusammen mit dem 125-PS-Diesel wird ab Mitte 2018 erstmals auch in Europa eine Allradversion eingeführt, die 180 km/h schnell ist und den Spurt 0 auf 100 km/h in 10,9 Sekunden erledigt. Der Normverbrauch liegt bei 4,5 Litern Diesel. Durch den sinnvollen Allradantrieb gibt es an der Hinterachse des 1,3 Tonnen schweren Ecosport eine geänderte Bauart mit Mehrlenkerachse. Je nach Fahrbahnbelag verschiebt sich der Kraftverteilung von 100:0 bis zu 50:50, was sich nicht nur abseits der Straßen, sondern auch im Bereich der Fahrdynamik angenehm bemerkbar macht. Statt der bisherigen Doppelkupplung gibt es die Topversion auf Wunsch nunmehr mit einer sechsstufigen Getriebeautomatik, die in der sportlichen ST-Ausstattungsvariante um Schaltpedale am Lenkrad ergänzt wird.

Für die meisten Kunden dürfte der 140 PS starke Dreizylinder-Benziner die beste Wahl sein. Der Motor arbeitet drehfreudig und engagiert, während das Handling durchweg überzeugen kann. Geht es schneller um Kurven und Kehren macht sich jedoch der hohe Aufbau und die schmale Bauart des Ford Ecosport bemerkbar. Ecosport-Chefingenieur Frank Mello: "Wir haben den Versionen Trend und Titanium mehr Komfort gegeben, während die ST-Line etwas straffer abgestimmt wurde." Dazu passt der etwas kernigere Auspuffsound des 140-PS-Dreizylinders. Schade, dass der Ecoboost mit seinem Normverbrauch von 5,2 Litern auf 100 Kilometern zumindest bis auf weiteres nicht als Allradversion angeboten wird, denn als der Regen beginnt, zeigt der 1.5 TDCi mit 4x4-Antrieb deutlich mehr Souveränität. Der Vierzylinder muss schließlich nicht nur 125 PS, sondern ab niedrigsten Drehzahlen bis zu 300 Nm maximales Drehmoment auf den Boden bringen.

Der Basispreis für den Ford Ecosport 1.0 Ecoboost mit 125 PS liegt bei 18.590 Euro; die 140 PS starke ST-Variante kostet bereits stramme 24.590 Euro. Wer sich für das Topmodell mit 1.5 TDCi-Triebwerk und Allradantrieb entscheidet, drückt die Kosten auf mindestens 28.340 Euro.

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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