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Ford Mustang Eleanor: Nur noch 60 Sekunden

Einer der exklusivsten Autohändler der kalifornischen Westküste erweckt den Ford Mustang Eleanor aus dem Hollywood-Streifen "Gone in 60 Seconds" ganz offiziell zu neuem Leben.

Ford Mustang Eleanor - die Nachfrage ist riesig

Ford Mustang Eleanor - die Nachfrage ist riesig

In einigen Zelluloidstreifen wurden Filmautos zu gefeierten Hauptdarstellern und ließen renommierte Akteure nebst Regisseur und Drehbuch einfach im Schatten stehen. Genau so ein Filmauto ist der Ford Mustang GT 500, der in der Neuauflage des Hollywood-Streifens "Nur noch 60 Sekunden" Anfang der 2000er Jahre die Hauptrolle laut- und PS-stark an sich riss. Der originale Titel "Gone in 60 Seconds" basiert dabei auf einer Warnung, die im Originalfilm von 1974 auf einer Anzeigetafel für die Zuschauer bei einem Autorennen zu sehen ist: "Schließen Sie ihr Auto ab, sonst kann es innerhalb von 60 Sekunden weg sein".

Nur noch 60 Sekunden
Ford Mustang Eleanor - die Nachfrage ist riesig

Ford Mustang Eleanor - die Nachfrage ist riesig

Im Remake des Streifens "Nur noch 60 Sekunden" hat Hauptdarsteller Memphis Raines alias Nicolas Cage eine pseudo-erotische Beziehung mit einem ganz besonderen Mustang GT 500. Als Cage seiner Eleanor über die knackigen Rundungen streichelt, knistert es nicht nur bei Fans von amerikanischen Muscle Cars. "Es wird eine Spazierfahrt, Eleanor. Wir gleiten einfach dahin", haucht Cage der attraktiven Autodame zu. Eleanor ist die eigentliche Hauptdarstellerin in "Nur noch 60 Sekunden", neben der alle Schauspieler aus Fleisch und Blut zu langweiligen Komparsen verblassen. Um seinen Bruder zu retten, muss Ex-Ganove Memphis Raines in einer Nacht 50 Luxuskarossen klauen. Zusammen mit einem Team voller ausgefuchster Autodiebe legt Raines los, obwohl die Polizei den Autoknackern immer dicht auf den Fersen ist. Zur Tarnung erhalten alle Autos Frauennamen - Stacey, Tanya, Shannon und eben Eleanor. Bei der Masse an Traumwagen, die im Film zu sehen sind, läuft jedem Autofan das Wasser im Mund zusammen. Das letzte Auto, das geklaut werden muss, ist Eleanor, im Originalfilm ein 73er Ford Mustang und im Remake ein 67er Shelby GT. Der schnittige 1967er Shelby GT 500 wurde zu einem der berühmtesten Filmautos aller Zeiten.

Wer will, kann eine ähnlich erotische Beziehung mit seiner ganz eigenen Eleanor eingehen. Fusion Motors aus Chatsworts nahe der Ost-West-Verkehrsader 118, rund eine halbe Stunde nördlich von Hollywood und Beverly Hills baut den spektakulären US-Sportler mit offizieller Konzession nach. An sich ist Fusion Motors einer der exklusivsten Mehrmarkenhändler an der amerikanischen Westküste. Unter einem Dach gibt es hier vom 250.000 Dollar teuren BMW Z8 über schnöde Ferrari 458 Italia bis hin zu Nobelkarossen von Bentley oder Rolls-Royce alles, was das Herz des finanzstarken Autosammlers begehrt. "Wir verkaufen hier eigentlich alles, was exklusiv und teuer ist", sagt Chefverkäufer Steve Feldman.

Auch exklusive Mercedes G-Klassen, Range Rover oder seltene Luxuslimousinen wie zwei Maybach 62 S Landaulets aus den Jahren 2009 und 2012 werden aktuell angeboten. Das teuerste Modell im aktuellen Fuhrpark ist ein Koenigsegg CCXR - in schwarz mit rotem Leder für über vier Millionen Dollar. Ein silberner Koenigsegg Trevita fuhr für 4,8 Millionen Dollar gerade in die Garage eines Prominenten. In diesem Sommer machte Wazana das Geschäft seines Lebens. "Wir haben einen McLaren P1, einen Porsche 918 Hybrid und einem besonders seltenen Ferrari verkauft", schaut er nüchtern auf das 4,2-Millionen-Dollar-Business zurück, "so viel haben wir an einem Tag noch nie umgesetzt." Doch damit nicht genug. Seit einem Jahr macht die Fusion Motor Company aus heruntergerockten und zerborstenen Mustang-Oldies spektakuläre Eleanor-Modelle. Dazu hat Firmenchef Yoel Wazana zwei Blocks entfernt eigens eine neue Produktionsstätte gebaut, in der ab dem Frühjahr die exklusiven Eleanors parallel produziert werden - natürlich weiterhin in reiner Handarbeit. Der Kunde hat die Wahl und kann sich Farbe, Ausstattung und sogar die Motorisierung aussuchen. Schluss ist erst beim komplett ausgestatteten Ford Mustang Eleanor mit 750-Kompressor-PS, Sechsgangschaltung und schwarzer Volllederausstattung. Da würde auch Nicolas Cage wieder feuchte Hände bekommen.

Auf dem Parkplatz hinter der neuen Produktionshalle stehen rund ein Dutzend historischer Ford Mustangs der Baujahre 1967 / 68, die schon weitaus bessere Zeiten gesehen haben. Sie sind verrostet, zerborsten und ohne Motor oder Räder alles andere als fahrbereit. Kaum zu glauben, dass hieraus sexy Muscle Cars werden sollen, die einem ebenso den Atem rauben, wie Nicolas Cage in "Only 60 seconds". "Die Preise für diese alten Mustangs sind selbst im schlechten Zustand durch die Decke gegangen", erzählt Fusion-Firmenchef Yoel Wazana, "unter 10.000 Dollar geht da nichts mehr; so kaputt diese auch sind." Die Nachfrage nach der spektakulären Eleanor ist riesig und die Kapazitäten sind begrenzt. Die ersten zwölf Power-Mustangs wurden zu Preisen von 190.000 bis 250.000 Dollar bereits verkauft. Kein Wunder, denn mit der Eleanor kann man selbst im Großraum Los Angeles noch auffallen und das ist schwieriger als man sich vorstellen kann.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.