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McLaren 765LT Spider Logische Konsequenz

McLaren 765LT Spider
McLaren 765LT Spider
© press-inform - das Pressebuero
Bei McLaren stehen die LongTail für den Rennstreckenspaß, der sich auf einer Kombination aus Gewichtsreduzierung und Kraftzuwachs gründet. Der 765LT Spider bedient die Oben-ohne Fraktion und lässt sowohl den 720S Spider als auch den Vorgänger 675LT Spider alt aussehen.

Zunächst eine gute Nachricht. Noch ist der McLaren 765LT Spider nicht ausverkauft. Zumindest, was die Gesamtzahl angeht. Wie vom Coupé werden von der offenen Version des Über-720S Spiders lediglich 765 Stück gebaut. Allerdings muss man schnell sein, wenn man noch ein Exemplar ergattern will und muss zudem noch Geduld mitbringen. Denn die Charge für das Jahr 2021 ist bereits ausverkauft. Der Preis? 369.000 Euro.

Die Schrauben, an denen die McLaren Techniker beim Spider-LT drehen, sind grundsätzlich identisch zu denen bei den anderen Longtail-Modellen. Weniger Gewicht, mehr Kraft und eine ausgefeilte Aerodynamik. Mit 563 kW / 765 PS und einem maximalen Drehmoment von 800 Newtonmetern bringt V8-Biturbo im Heck des 765LT Spiders logischerweise um 33 kW / 45 PS mehr auf die Straße, als der Bruder im 720S Spider vermag. Mit dem bloßen PS Tuning ist es bei einer LT-Version nicht getan. Eine andere wichtige Stellschraube, um die agilitätshungrige Klientel zufriedenzustellen, ist das Gewicht.

Serienmäßig kommt der McLaren 765LT Spider ohne Klimaanlage und Soundsystem, beides kann aber ohne Aufpreis geordert werden. Der Klassiker bei der McLaren-Auto-Diät sind die Aluminiumfelgen, die mitsamt den Pirelli-Pneus 22 Kilogramm abspecken. Die Titan-Abgasanlage wiegt lediglich 10,9 Kilogramm und spart so gegenüber einer Stahlversion mehr als 40 Prozent an Gewicht ein, dazu kommen dünnere Scheiben, und im Getriebe, das um 15 Prozent schneller schaltet als das des 720S Spider verwenden die Ingenieure Leichtbau Materialien aus der Formel 1.

Wo es nur geht, haben die Techniker nach Möglichkeiten gesucht, um die Masse des Boliden zu reduzieren. Das reicht von den Applikationen in den Türen bis hin zu einer optimierten Lithium-Ionen-Batterie, die drei Kilogramm leichter ist als der bisherige Energiespeicher. Die Frontschürze spart 1,2 Kilogramm und beim Heck sind es 4,9 Kilogramm. Mit 1.388 Kilogramm bringt der McLaren 80 Kilogramm leichter als der offene 720S und die üblichen 49 Kilogramm mehr als das 765LT Coupé auf die Waage. Auf Wunsch kommen die mit 3,35 Kilogramm extrem leichten Rennsitze aus dem McLaren Senna zum Einsatz und drücken das Gewicht dann gemeinsam mit weiteren Leichtbau-Maßnahmen auf 1.278 Kilogramm.

Aber auch der Standard-765LT Spider ist schon beeindruckend genug: Aus dem Stand knackt der Sportler bereits nach 2,8 Sekunden die 100 km/h-Marke und ist bis zu 330 km/h schnell. Die Formel geht auch auf der Rennstrecke auf. Durch die aerodynamischen Verbesserungen generiert der McLaren 765LT Spider um 25 Prozent mehr Abtrieb als ein 720S Spider und hat sich mit den besten Rundenzeiten, die je ein Oben-ohne Long Tail auf Rennstrecken in den Asphalt gebrannt hat, in die Geschichtsbücher des englischen Autobauers eingetragen. Für die entsprechende Verzögerung sorgt die Bremsanlage aus dem McLaren Senna.

Dazu trägt natürlich auch die Grund-Steifigkeit bei, die jedem McLaren aufgrund seiner Architektur, deren zentrales Element ein Carbon Monocoque ist. Durch die natürliche Verwindungssteifigkeit des MonoCage II-S brauchen die Techniker weniger Verstrebungen und dadurch schmilzt der Gewichtsunterschied zwischen dem Coupé und dem Spider auf die besagten 49 Kilogramm. Außerdem öffnen sich die Flügeltüren noch etwas weiter und ermöglichen einen leichteren Ein-und Ausstieg. Damit man auch bei schlechtem Wetter in den unverfälschten Genuss des inbrünstig brodelnden Achtzylinder-Dampfhammers kommt, kann man das Heckfenster versenken und hat die Zylindermusik freien Eintritt.

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